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Donaustaufer Rathaus wird zu klein

Weil die Verwaltung mehr Platz benötigt, baut Donaustauf den Sitzungssaal in Büros um. Der Gemeinderat debattierte heftig.
Von Petra Schmid

Die Verwaltung in Donaustauf braucht zusätzliche Räume – der Sitzungssaal wird in Büros umgebaut. Foto: Petra Schmid
Die Verwaltung in Donaustauf braucht zusätzliche Räume – der Sitzungssaal wird in Büros umgebaut. Foto: Petra Schmid

Donaustauf.Die Aufgaben einer Kommune sind vielfältig. Die Aufgabenfelder, wie beispielsweise Bildung, Kinderbetreuung, Wohnraumbeschaffung, fordern eine Gemeinde. Der Markt Donaustauf hat im ablaufenden Jahr etliche größere Projekte ins Laufen gebracht. Unter anderem befindet sich eine neue Betreuungseinrichtung gerade im Bau und die nächste ist bereits in Planung. Auch in Sachen Schule haben die Markträte um Bürgermeister Jürgen Sommer die Weichen für die Zukunft gestellt.

Schulneubau sichert Standort

Ein Neubau einer Grundschule mit Hort, der den heutigen Anforderungen entspricht, soll den Schulstandort für die nächsten Jahre sichern. Nach eingehenden Beratungen und Diskussionen brachte der Marktrat das Projekt mit der Auslobung eines Architektenwettbewerbs ins Rollen.

Ausführlich diskutierte der Marktrat darüber, ob auch eine Bücherei im Schulkomplex eingeplant werden soll. Mehrheitlich sprach man sich dafür aus.

Auch in Sachen Sporthalle an der Regensburger Straße ging es in diesem Jahr im gemeindlichen Gremium vorwärts. Die Planungen wurden dem möglichen finanziellen Rahmen angepasst und werden nun schrittweise umgesetzt. Der lange gehegte Wunsch des Sportvereins nach Verbesserung der Hallensituation rückt somit in greifbare Nähe.

Neben den weiteren großen Projekten wie der Hallensanierung und dem Schulneubau soll im nächsten Jahr das Rathaus nach Möglichkeit barrierefrei werden. Ein Architekt wird sich das Gebäude anschauen und entsprechende Alternativen aufzeigen. Der Inklusionsbeauftragte des Landkreises habe sich schon einmal umgeschaut und vorgeschlagen, vom Brunnenhof aus einen Aufzug zu installieren. Dies gehe seiner Ansicht nach nicht, meinte Verwaltungsleiter Stefan Unertl. Zudem benötige die gewachsene Verwaltung zusätzliche Räumlichkeiten.

Das wünschen sie sich für Donaustauf

  • Horst Vogel:

    „Vor allem wegen der Kommunalwahl im nächsten Jahr wünsche ich mir für den Markt Donaustauf, dass Ehrlichkeit bei den Gemeinderäten und beim Bürgermeister siegen werden und auch etwas vorangebracht wird“, sagt der Ehrenbürger.
    „Ich wünsche mir für 2020, dass es uns gelingt, immer mehr in Einheit und Frieden miteinander zu leben und dass die Pfarreiengemeinschaft weiter zusammenwächst sowie dass viele Menschen in Jesus Christus den Weg zum wahren Glück entdecken.“

  • Christopher Möck:

    „Ich wünsche der Bevölkerung des Marktes vor allem ein unfallfreies Jahr. Für meine aktive Mannschaft wünsche ich mir, dass wir alle immer gesund von unseren Einsätzen zurückkommen. Heuer haben wir bei der FF viel geleistet, für diese Leistung bedanke ich mich“.

    „Für 2020 wünsche ich mir, dass die Vereine noch besser und enger zusammenarbeiten. Auch würde ich mich freuen, wenn die Kommunikation wieder persönlicher würde und man nicht nur Nachrichten oder E-Mails verschickt, sondern wieder mehr redet.“

Man habe deshalb vor, den derzeitigen Sitzungssaal im Rathaus-Erdgeschoss in Büros umzuwandeln und den Sitzungssaal ins Bürgerhaus zu verlagern. Angedacht sei, das Standesamt und Bürgerbüro im Sitzungssaal einzurichten. Dies biete sich als schnelle Lösung an, zumal man das Problem bis Anfang April aus der Welt schaffen müsse, betonte der Verwaltungsleiter.

Die Kosten für den Umbau bezifferte er auf rund 45 000 Euro. Großartige Maßnahmen seien nicht möglich, da es sich beim Rathaus um ein denkmalgeschütztes Gebäude handelt. Anhand einer Skizze zeigte der Geschäftsstellenleiter die Aufteilung in die einzelnen Büroparzellen im derzeitigen Sitzungssaal auf. Langfristig müsse man sich Gedanken machen, wo beispielsweise Archive untergebracht werden könnten, betonte der Verwaltungschef.

Dauerhafte Lösung

Die Umwandlung des Sitzungssaals in Büros solle kein Provisorium sein, sondern dauerhaft bleiben, hob Stefan Unertl hervor. Im Rahmen der Haushaltsklausurtagungen wolle man über den Umbau beraten.

Der Umzug solle bis Ende der Legislaturperiode erfolgen, sagte er. Aus dem Marktrat wurde angemerkt, dass man den Umzug vom Sitzungssaal ins Bürgerhaus nur als Provisorium sehe. Zum einen ist nach Ansicht einiger Markträte der Zuschnitt des Raums im Bürgerhaus nicht optimal.

Zum anderen herrsche auch ein ungünstiges Raumklima. Es sei dort während der Sommermonate so heiß, dass man im Bürgerhaussaal wohl sicherlich keine Marktratssitzung abhalten könne – zumindest nicht als Dauerzustand, kritisierten einige Markträte bei der Debatte.

Der Donaustaufer Bürgermeister Sommer sagte, dass man hier sicherlich eine Lösung finden werde. Er schließe sich dem Vorschlag der Verwaltung an, aus dem Sitzungssaal weitere Büroräume zu machen. Denn dies sei die einfachste Lösung und zeitlich am schnellsten umzusetzen. Eine Auslagerung der Bücherei sehe er nicht als rasche Maßnahme.

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