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Sport

Mit Karate im Alter fit sein

Der Donaustaufer Karate-Guru Wolfgang Weigert bietet einen Kurs speziell für Senioren an. Die ersten Gürtel sind verliehen.
Von Petra Schmid

Die Senioren-Karate-Gruppe bei der Urkundenverleihung mit Wolfgang Weigert Foto: Petra Schmid
Die Senioren-Karate-Gruppe bei der Urkundenverleihung mit Wolfgang Weigert Foto: Petra Schmid

Donaustauf. Seit drei Jahren gibt es in Donaustauf eine Karategruppe. Hier treffen sich die „Best Ager“ der Marktgemeinde, die mittlerweile ein Faible für diesen Sport entwickelt haben. Wer wilde Kampfschreie und mit der Handkante oder dem Kopf zerschlagene Bretter erwartet, wird allerdings hier nicht fündig.

Treffen in der Sporthalle

In der Sporthalle an der Regensburger Straße bietet der SV nun auch Karate an, und zwar unter dem Aspekt „Karate ein Gesundheitssport“. Eine Kampfsportabteilung wollen die Donaustaufer Sportler nicht gründen, sondern für die Vereinsmitgliedern bietet Wolfgang Weigert einen Karatekurs als zusätzliches „Schmankerl“. Weigert ist eine absolute Größe in der Karate-Szene. Er ist Präsident des Deutschen Fachverbandes für Karate im Deutschen Olympischen Sportbund und als Vizepräsident des Karate-Weltverbandes WKF bestätigt worden. Zu seinem Aufgabenbereich zählt nicht nur der Karatesport für Menschen mit Behinderungen (Para-Karate). Weigert ist zudem für die Belange der Kampfsportler im IOC-Flüchtlingsteam zuständig. Seit mehr als 40 Jahren hat er sich dem Sport, vielmehr der Lebensauffassung von Karate, verschrieben. In Donaustauf begeistert er vor allem Senioren für den Sport und unter anderem auch in Sachen Sturzprophylaxe.

Einzeltraining mit Wolfgang Weigert Foto: Petra Schmid
Einzeltraining mit Wolfgang Weigert Foto: Petra Schmid

Jeweils am Donnerstagvormittag trifft sich Weigert mit seiner Gruppe in der Sporthalle. Anfangs trugen die Teilnehmer sportlich legere, bequeme Kleidung, mittlerweile sind sie jedoch umgestiegen auf die klassischen weißen Karateanzüge. Sogar die ersten Gürtel, deren Farbe den Ausbildungsstand anzeigt, wurden schon verliehen. Mit der gleichen Ruhe und Konzentration wie sie sonst die Anweisungen und Vorführungen Weigerts folgen, nahmen sie die Urkunden aus dem Händen Weigerts entgegen. Die Logistik hatte dem Karate-Chef nämlich einen Streich gespielt. Die Gürtel seien nicht rechtzeitig geliefert worden und er übergebe sie dann bei Gelegenheit, entschuldigte sich Weigert. Ein wenig war den „Nachwuchs-Karateka“ der Stolz über das Erreichte schon anzusehen.

Bestes für den Alltag

Unter den Karatekursteilnehmer sind auch Horst und Sieglinde Vogel, die für ihre Leidenschaft für das Turnen bekannt sind. Karate mache ihnen auch nach drei Jahren immer noch großen Spaß. Es sei wichtig, sich zu konzentrieren, denn auch nur einen Augenblick nicht bei der Sache zu sein, bedeute und man sei aus der Übung, erklärt Sieglinde Vogel.

Auch Sophie und Michael Stempfhuber gehören zu den Teilnehmern, die von Anfang an dabei sind. Von ihnen gibt es ebenfalls Lob für die Karatestunde. Wenn sie vergleiche, habe sie schon etliches in den Alltag mitnehmen können, schwärmt Sophie Stempfhuber.

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