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Politik

Sommer fordert Revolte gegen SPD-Spitze

Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Donaustauf fordert den Rücktritt von Kohnen, Grötsch und Nahles.

Bürgermeister Jürgen Sommer fordert die SPD-Basis zur Revolte auf. Archivfoto: Petra Schmid
Bürgermeister Jürgen Sommer fordert die SPD-Basis zur Revolte auf. Archivfoto: Petra Schmid

Donaustauf.Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Donaustauf, Jürgen Sommer, hat die Basis der Partei zur „Revolte“ gegen die Parteispitzen in München und Berlin aufgefordert. Bei einer Veranstaltung in Forsters Posthotel sagte Sommer vor zahlreichen Parteimitgliedern und Anhängern wörtlich: „Es muss sich was ändern bei der SPD.“ Sommer forderte den Rücktritt der SPD-Landesvorsitzenden Natascha Kohnen, des bayerischen SPD-Generalsekretärs Uli Grötsch und der SPD-Bundesvorsitzenden Andrea Nahles.

In der Veranstaltung stellte Sommer seine politische Arbeit und die der SPD-Fraktion im Marktgemeinderat während der vergangenen Jahre heraus. „Hier in Donaustauf sind wir von der SPD im Gespräch mit den Bürgern, wir sind präsent im öffentlichen Leben und in den Vereinen.“ In der Versammlung wurde hervorgehoben, dass die Finanzlage des Marktes „hervorragend“ sei. Bei Gegenüberstellung von Rücklagen und Schulden bleibt ein solides Guthaben. Das werde auch gebraucht, weil in den nächsten Jahren große Investitionen anstehen, darunter die grundlegende Sanierung der Sporthalle und der Bau einer neuen Schule.

Die SPD-Fraktionsvorsitzende im Marktrat, Ursula Hildebrand, forderte für die Jahre ab 2020, dass die aussichtsreichen Plätze auf der SPD-Liste für den Kreistag auch an Kandidaten aus dem Osten und Süden der Region Regensburg gehen. Der parteifreie Marktrat Erwin Ostermeier aus Sulzbach unterstrich, dass er sich in der SPD-Fraktion sehr wohl fühle. Er erinnerte daran, „dass wir es in Donaustauf mit Kommunalpolitik zu tun haben und nicht Parteipolitik, sondern die Sache im Vordergrund stehen muss“.

Das langjährige SPD-Mitglied Ludwig „James“ Haas aus Nittendorf meinte zur Politik der Kreis-SPD: „Diese SPD bekommt den Oscar für die beste Nebenrolle. Die Menschen wissen nicht, was die SPD im Landkreis will.“ Peter Einhell, SPD-Anhänger aus Donaustauf, forderte von der Bundes-SPD mehr Engagement für die Mieter und im Wohnungsbau. Es könne nicht sein, dass Wohnen Luxus sei.

Mit Blick auf die Kommunalwahl im März 2020 sagte Sommer: „Das wird schwer für uns, wir werden uns doppelt anstrengen müssen. Aber: Alle werden sich wundern. Die SPD in Donaustauf hat Erfolge vorzuweisen und sie kämpft.“

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