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Marktrat

Sporthalle Donaustauf wird nun angepackt

Die Halle soll seit Jahren erweitert und saniert werden. Die Kosten sollen von zehn auf sechs Millionen reduziert werden.
Von Petra Schmid

Die Sporthalle soll angebaut und saniert werden. Die Planung liegt vor, in Abschnitten soll sie umgesetzt werden. Foto: Petra Schmid
Die Sporthalle soll angebaut und saniert werden. Die Planung liegt vor, in Abschnitten soll sie umgesetzt werden. Foto: Petra Schmid

Donaustauf.Die Sporthalle an der Regensburger Straße steht seit Jahren immer wieder auf der Agenda des Marktrats. Die Sportstätte soll seit Jahren erweitert und saniert werden. Die Kosten sollen von rund zehn auf sechs Millionen reduziert werden.

Eine kleine Abhilfe schafft das sich derzeit im Bau befindliche Mehrzweckhaus in Bezug auf Umkleiden- und Duschkapazitäten. Nun sollen aber auch in Sachen Sporthalle Nägel mit Köpfen gemacht werden. Im November vergangenen Jahres stellte in der Sitzung des Marktrats Architekt Joachim Gutthann den Sachstand vor. Als Kostenrahmen für die gesamten Sanierungsmaßnahmen inklusive des geplanten Anbaus und der Sportgaststätte nannte der Experte damals rund neun Millionen Euro.

Einsparmöglichkeiten gesucht

Man kam überein, dass man grundsätzlich die gesamte Sporthalle sanieren wolle, die Umsetzung aber in entsprechende Bauabschnitte und Gewerke einteilen wolle. Darüber, dass man bei der Sporthallensanierung und mit allem, was damit zusammenhängt, sinnvoll vorgehen müsse und man auch die Sportgaststätte von Anfang an einbeziehen solle, herrschte bei der damaligen Entscheidung Einigkeit. Auch darüber, dass es zwingend erforderlich sei, an der einen oder anderen Schraube zu drehen, um die Kosten zu senken, herrschte damals Übereinstimmung.

Für den Neubau der Schule wird es einen Architektenwettbewerb geben. Foto: Petra Schmid
Für den Neubau der Schule wird es einen Architektenwettbewerb geben. Foto: Petra Schmid

Auf Vorschlag von Architekt Gutthann wurde ein Arbeitskreis gegründet, der sich mit den weiteren Maßnahmen befassen und Einsparmöglichkeiten aufzeigen sollte. Neben Bürgermeister Jürgen Sommer und Architekt Gutthann gehören auch die Fachplaner dazu. Vertreter des Marktrats sind: Ursula Hildebrand Rüdiger Hage (SPD), Brigitte West (Grüne/Unabhängige Liste), Wolfgang Weigert und Bernd Strathmeyer (CSU). Weiter kam man damals überein, dass heuer im Frühjahr nach Möglichkeit der Bauantrag für die komplette Maßnahme gestellt werden sollte. Die Umsetzung werde aufgeteilt in Bauabschnitte erfolgen. Durch eine rechtzeitige Ausschreibung erhofft man sich, dass die Preise im geschätzten Rahmen bleiben würden.

Bei einer Sondersitzung des Marktrats war es nun so weit. Architekt Gutthann stellte die Kostenzusammenstellung vor und erklärte die einzelnen „Pakete“, mit denen jeweils in Abschnitten der Anbau und die Sanierung umgesetzt werden solle. Zuvor hatte Bürgermeister Sommer informiert, dass einige Treffen der Planungsgruppe stattgefunden hätten. Unter anderem habe man die Vereine, wie etwa den SVD, die Schützen und Kegler zu einem gemeinsamen Gespräch geladen, zählte der Rathauschef auf.

Wettbewerb zum Neubau der Schule

  • Neubau:

    Der Marktrat Donaustauf fällte im Dezember vergangenen Jahres ohne Gegenstimmen den Grundsatzbeschluss, dass anstatt einer Sanierung der bestehenden Schule im angrenzenden Areal der Neubau einer Schule erfolgen soll.

  • Wettbewerb:

    Ebenfalls ohne Gegenstimmen fällte der Marktrat Donaustauf die Entscheidung, die Verwaltung zu beauftragen, einen Architektenwettbewerb auszuschreiben. Man kam überein, dass der Wettbewerb offen ausgeschrieben wird.

  • Info:

    In der Sondersitzung des Marktrats informierte Architekt Jakob Oberpriller vom mit der Durchführung des Architektenwettbewerbs beauftragten Büros zur der Vorgehensweise. Der Zeitrahmen liegt bei etwa sechs Monaten, sagte Oberpriller.

Der Architekt betonte, dass sich die im November 2018 vorgestellte Planung im Wesentlichen nicht geändert habe. Man wolle die Sanierung und den Anbau der Halle in fünf Abschnitten umsetzen. Als erstes sei der geplante Anbau auszuführen, um später eine Ausweichmöglichkeit für den Sportbetrieb bei der Sanierung der Halle zu haben, hob Gutthann hervor.

Die Hallensanierung, der Gaststättenbereich, die Hausmeisterwohnung und das Untergeschoss seien jeweils auch ein Sanierungspaket. Auch stehe zusätzlich die Entscheidung an, ob man eine komplette Dachsanierung vornehmen wolle. Als Kostenrahmen nannte Gutthann rund zehn Millionen Euro. Geschäftsstellenleiter Stefan Unertl verwies darauf, dass man versuche, den Vorsteuerabzug geltend zu machen, um die Kosten zu reduzieren.

Warnung vor zu hoher Investition

Seit vielen Jahren befasse man sich mit der Sporthalle. Seiner Meinung nach zäume man das Pferd von den falschen Seite auf, denn angekommen sei das Problem erst mit der Legionellen-Problematik, betonte Wolfgang Weigert. Man hätte vor einigen Jahren anfangen sollen, Schritt für Schritt zu sanieren. Beispielsweise müsse man überlegen, in welcher Höhe man in die Gastronomie investieren wolle. Hier sehe er ebenso wie bei der Hausmeisterwohnung Einsparpotenzial. Es sei möglich, die Pflichtaufgaben bei der Sanierung zu erfüllen, aber in dem Umfang, wie es jetzt mit zehn Millionen vorgesehen sei, führe das Projekt in die Verschuldung, gab Weigert zu bedenken. Hier rund sechs Millionen Euro auszugeben, könne er sich vorstellen, fasste er zusammen.

Ursula Hildebrand sprach sich dafür aus, dass man zunächst den Bauantrag stellen solle und dann in der Planungsgruppe erarbeiten solle, womit man beginne und welche Einsparmöglichkeiten es gebe. Sie sei froh, dass das Thema nun angepackt werde, betonte Brigitte West, denn man habe 30 Jahre nichts gemacht und der Brandschutz habe wohl teilweise nie gestimmt.

Man kam überein, in der Aprilsitzung die Detauils festzulegen, um dann den Bauantrag zu stellen.

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