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Gemeinderat

Duggendorf: Solider Haushalt aufgestellt

Die Raststation mit WC und die Bootsanlegestelle unterhalb der Naabbrücke waren erneute Diskussionsthemen.
Von Stephan Neu

Aktuell steigen Kanufahrer beim Badeplatz aus. Das Thema ist ein Streitpunkt.  Foto: Stephan Neu
Aktuell steigen Kanufahrer beim Badeplatz aus. Das Thema ist ein Streitpunkt. Foto: Stephan Neu

Duggendorf.Wie steht die Gemeinde finanziell da, wo soll investiert bzw. was muss im Haushaltsjahr 2019 dringend gemacht werden? Bei den Beratungen der Haushaltssatzung wurde der Vorbericht zum Haushalt 2019 von Bernhard Hübl, der das 128-seitige Zahlenwerk zum ersten Mal erstellt hatte, verlesen. Das Gremium sollte sich bei Fragen gleich melden, um die einzelnen Punkte sofort abzuklären.

Während die Runde aufmerksam zuhörte, jedoch nicht eingriff, wollten es Renate Zeidler und Ernestine Pöppl genau wissen. Immer wieder unterbrachen sie Hübl, machten auf mögliche Fehler aufmerksam oder fragten nach. Warum wurde die Schulverbandsumlage um 17 500 Euro reduziert? Durch die Umstrukturierung der Schulbusse oder der Putzdienste konnten Einsparungen erzielt werden. Was verbirgt sich hinter der Haushaltsstelle 7000.94000? Die Maßnahme PV-Anlage an der Kläranlage. Diese Maßnahme wurde aus den Finanzplanungsjahren des Vorjahres übernommen, welche aber nicht umgesetzt werden soll.

Auf der Position 8800.15000 wurde festgestellt, dass die Einnahmen der PV-Anlage auf dem Gemeindezentrum reduziert angesetzt wurden. Es wird angeraten, die PV-Anlage zu überprüfen und wieder aufzuwerten. Ferner sollen die Einnahmen der PV-Anlage aus 2018 in der nächsten Sitzung bekanntgegeben werden.

Der Text auf der Haushaltsstelle 4640.98800 „Sonnensegel für KiTa“ wurde ersatzlos gestrichen. Im Vorbericht wurde festgestellt, dass unter den wichtigsten Ausgaben des Vermögenshaushaltes die Positionen 04 und 06 Brandschutz doppelt erfasst wurden.

Streitpunkt Bootsanlegestelle

Nach einer ausgiebigen Diskussion wurde die Haushaltssatzung für das Jahr 2019 beschlossen, dem Stellenplan für das Jahr 2019 und dem Finanzplan sowie dem Investitionsprogramm für die Jahre 2018 bis 2022 zugestimmt.

Daten

  • Haushalt:

    Gesamthaushalt 5 440 400 Euro, Verwaltungshaushalt 2 640 900 Euro, Vermögenshaushalt 1 970 200 Euro. Ausgaben: Brandschutz mit neuen Feuerwehrautos 370 000 Euro, Kreisumlage 620 900 Euro. Einnahmen Grundstücke 920 000 Euro, Einkommenssteuer 1 035 300 Euro.

  • Schulden:

    1586 Einwohner, 448 Euro Schulden pro Kopf,Rücklage 509 000 Euro. (lsn)

Seit letztem Jahr wird in der Gemeinderatssitzung über die Erstellung einer Raststation mit WC und Bootsanlegestelle unterhalb der Naabbrücke in Duggendorf diskutiert. In der letzten Sitzung wurde der Umsetzung mit einer LEADER-Förderung aufgrund der hohen Kostenschätzung mit 260 000 Euro und einer möglichen Förderung mit nur 100 000 Euro nicht zugestimmt. Nun beantragte Franz Gehr, das Thema wieder aufzunehmen und alternative Varianten zu erarbeiten. So ist es für ihn keine richtige Lösung für den Bürger. Leider war Gehr damals nicht da, er monierte, dass hier eine große Chance vertan wurde, für alle Beteiligten eine zufriedenstellende Lösung zu finden.

Ernestine Pöppl konterte als Anglerin, dass hier schon wieder ein Stück Flora und Fauna zerstört werden soll. Sie fragte, warum müsse immer neu geplant und gebaut werden. Im Anschluss ergab sich eine rege Diskussion hinsichtlich der grundsätzlichen Notwendigkeit, der möglichen Örtlichkeit, einer eventuellen bereits vorhandenen Ausstiegsstelle in Heitzenhofen sowie einem grundsätzlichen Anlegeverbot für Kanufahrer bei der unterhalb liegenden Liegewiese. Man kam zu keinem Ergebnis. Das Gremium vertagte das Thema in den Bauausschuss.

Hausnummern geändert

Die Flutlichtanlage für den Sportplatz Wischenhofen wurde angeliefert und montiert. Weiterhin wurde beschlossen, dass das vorliegende Hausnummernverzeichnis im neuen Baugebiet An der Sandgrube nochmals überarbeitet wird, die drei Grundstücke mit dem Buchstaben „A“ in ganze Zahlen geändert werden und man bereit ist, sich im Zuge des Ausbaus der ST2235 an einem Radweg von Wischenhofen nach Brunn zu beteiligen. Voraussetzung, die Erstellung eines Radweges auf dem Gemeindegebiet parallel zur Staatsstraße 2235 mit den einschränkenden Vorgaben, dass die Gemeinde Brunn an der Maßnahme teilnimmt und eine Kostenschätzung vorliegen muss. In Wischenhofen soll eine Querungshilfe samt Zubringerweg zur Querungshilfe eingeplant werden. Der Gemeinderat beschloss, der Errichtung eines Bürgersteiges sowie eines Fahrbahnteilers im Rahmen des Ausbaus der ST 2235 zwischen Brunn und dem Ortsteil Wischenhofen zuzustimmen.

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