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Gemeinderat

Ausbau Hütgasse verzögert sich

Die Installation einer zusätzlichen Straßenbeleuchtungsleuchte in der Rechberger Straße in Neuhof wurde abgelehnt.
Von Stephan Neu

Der Ausbau der Hütgasse verzögert sich.Foto: Kristina Hartung
Der Ausbau der Hütgasse verzögert sich.Foto: Kristina Hartung

Duggendorf. Durch eine Neuhofer Familie ist die Installation einer zusätzlichen Straßenlaterne im Bereich des Ortseinganges, von Rechberg kommend, angefragt worden. Begründet wurde die Anfrage damit, dass in diesem Bereich kein Fußgängerweg vorhanden ist, aktuell aber Kindergartenkinder und demnächst auch Schulkinder von den Häusern am Ortseingang zum Buswartehäuschen geführt oder allein gehen. Gerade in der dunklen Jahreszeit sind die Kinder dort für Autofahrer nur schwer erkennbar. Weiterhin wurde feststellbar, dass der Durchgangsverkehr oft erst auf Höhe der bereits vorhandenen Leuchte das Tempo reduziert.

Die neue Lampe soll so auch den Anfang der Ortschaft signalisieren, und dadurch eine frühere Geschwindigkeitsreduzierung erreicht werden. Der Standort ist mit dem Bayernwerk gemeinsam festgelegt worden. Wegen der vorhandenen Stromleitung ist eine Veränderung nur minimal möglich. Nach Klärung mit der Verwaltung ist mit der vorhandenen Leuchte der Tatbestand einer Erweiterung gegeben. Damit falle die Maßnahme unter den Bereich „Straßenausbaubeitrag“ und sei nicht mehr umlagefähig, da inzwischen die Straßenausbausatzung abgeschafft wurde. Das Bayernwerk hat ein Angebot für die Maßnahme abgegeben: Kosten ca. 8 500 Euro. Aus Sicht von Bürgermeister Thomas Eichenseher besteht gerade hinsichtlich der Ausleuchtung in der dunklen Jahreszeit durchaus Nachrüstungsbedarf.

Erstmal abwarten

In der weiteren Diskussion bestand die Unsicherheit, ob der Freistaat Bayern die Anliegerbeiträge, die zukünftig nicht mehr erhoben werden dürfen, wie früher in Höhe von 70 Prozent erstattet. Aus Sicht mehrerer Gemeinderäte sei hier die Entscheidung der neuen Regierung abzuwarten, was bezahlt wird. Josef Mandl erinnerte, dass man in Heitzenhofen auch Leuchten hingestellt habe. Da hätten die Anwohner 70 Prozent bezahlen müssen. Da man nicht vorhersagen kann, wer letztendlich wieviel bezahlt, welche Zuschüsse es gibt, stimmte das Gremium mit 3:7 gegen den Antrag, der somit vorerst abgelehnt ist.

„Generell ist das eine denkbare Variante.“

Thomas Eichenseher, Bürgermeister

Ähnlich sieht es bei der Straßenerneuerung der Hütgasse in Duggendorf aus. Hier wurde durch den Wasserzweckverband die Aufstellung eines Wirtschaftsplanes für 2019 mit den Maßnahmen für das kommende Jahr angefragt. Daraus ergibt sich die Frage zum weiteren Vorgehen bezüglich des Ausbaus der Hütgasse. Derzeit gibt es noch keine nennenswerten Hinweise darauf wie die Ausgleichsleistungen für die Kommunen aussehen werden. Eine Nachfrage beim Bayerischen Gemeindetag habe den Hinweis ergeben, dass vor der Landtagswahl keine Festlegung erfolgen wird und aufgrund der in jedem Fall neuen Konstellation und Findungsphase für dieses Jahr auch keine Festlegung mehr zu erwarten sei.

Aus dieser Situation heraus wurden auch Gedanken an Thomas Eichenseher herangetragen, die Straßenerneuerung nur in der Deckschicht ähnlich wie in der Hofmarkstraße in Hochdorf durchzuführen. Der Straßenverlauf bliebe weitestgehend unverändert, nur punktuell würde der Unterbau, auch wegen der Abwasserkanalreparatur angefasst. „Generell ist das eine denkbare Variante“, stellte Eichenseher fest. Allerdings seien laut Stellungnahme des Wasserzweckverbandes die Wasserleitungen anders als in Hochdorf nicht im besten Zustand.

Abwasserkanal wird saniert

In der weiteren Diskussion bestand ebenfalls Unsicherheit, ob der Freistaat Bayern die zukünftig nicht mehr erhebbaren Anliegerbeiträge erstattet. Man war sich einig, dass abgewartet werden soll, bis die künftige Entschädigungshöhe feststeht. Die Maßnahme „Ausbau der Straße“ sollte deshalb von der Maßnahme „Sanierung des Abwasserkanals“ getrennt werden.

Die Sanierung des Abwasserkanals soll nun für 2019 eingeplant werden. Die Gemeinde saniert den auf ihrem Gemeindegrund befindlichen Straßenteil zum Ortsteil Biersackschlag mit Kosten in Höhe von ca. 30 000 Euro netto. Die Arbeiten wurden an die Firma Strabag vergeben. Für die Erstattung des Restwerts nach Eingliederung des Ortsteiles Biersackschlag in die Gemeinde Wolfsegg wird ein Abschreibungszeitraum von 15 Jahren festgelegt.

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