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Samstag, 24. Februar 2018 2

Politik

Breitband: Funk statt Glasfaser

Duggendorf will Außenbereiche nicht mehr per Kabel ins Internet holen. Probleme bereiten aber Standorte für Masten.
Von Stephan Neu

Die Gemeinde Duggendorf will für Außenbereiche eine kabelgebundene Infrastruktur nicht mehr fördern.Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Duggendorf.Bürgermeister Thomas Eichenseher blickte in der letzten Gemeinderatssitzung des Jahres zufrieden auf das Erreichte zurück. Seine beiden Stellvertreter ließen ihre Tätigkeiten Revue passieren.

Wie geht es mit dem Breitbandausbau in der Gemeinde weiter? Aktuell sind aus der laufenden Förderung etwa 196000 von den zugesagten 860000 Euro Fördermitteln beantragt bzw. eingegangen. Damit konnte der derzeitige Ausbau finanziert werden. Alle weiteren Maßnahmen sind damit zunächst aus dem laufenden Förderprogramm mit 70 Prozent Förderung durchzuführen. Erst wenn diese Förderung zu 75 Prozent ausgeschöpft ist, kann eine 80 Prozentige Förderung im neuen „Höfeprogramm“ abgerufen werden, berichtete Eichenseher.

Um diesen Wert zu erreichen, wäre ein alleiniger Gemeindeanteil von nochmals etwa 285000 Euro bei einer Gesamtinvestition von etwa 948000 Euro notwendig, was aus Sicht Eichensehers nicht zu erreichen sei. Wie geht man dann in den noch nicht über 30 MB versorgten Bereichen wie Girnitz, teilweise Aufnberg, Biersackschlag, Brunnenstich oder dem Weinberg weiter vor?

Kostenseitig nicht vertretbar

Für Eichenseher ist eine weitere Erschließung der „weißen Flecken“ bezogen auf den erreichbaren Nutzen kostenseitig nicht vertretbar. Zukunftsgerichtet sollte hier keine kabelgebundene Infrastruktur mehr subventioniert werden. Stattdessen wäre es sinnvoll, sich auf den funkgestützten Ausbau zu konzentrieren und eine Verbesserung des Mobilfunkempfangs anzugehen. Ein Hybrid-Receiver führt die beiden Bandbreiten Funk und Erdverlegt zusammen, die Signalsteuerung kommt über Kabel. Das Problem sei, Standorte für Mobilfunkmasten zu finden. Eichenseher möchte daher aktiv auf die Telekom zugehen.

Josef Mandl ist skeptisch: Wenn ein Versorger investieren muss, wird der ländliche Ausbau genauso lange dauern wie damals beim Breitbandausbau. Daher sollte man die Erdverkabelung weiter vorantreiben, was die Gemeinde attraktiver mache. Außerdem erwarte er Widerstand bei Mobilfunkmast-Standorten. Eichenseher fragte: Ist die Grundversorgung nicht schon gegeben, muss man für die Anlieger die günstigste Möglichkeit schaffen? In Girnitz oder Aufnberg ist kein Erstwohnsitz möglich, es bringe Gemeinde somit auch nichts. Das Gremium schloss sich dem Bürgermeister an. Künftig wird der Erdverkabelungsausbau nicht mehr weiterverfolgt.

Das Landesentwicklungsprogramm Bayern soll in Teilen in den verschiedenen Gemeinden fortgeschrieben und ein Beitragsverfahren eingeleitet werden. Die Details dazu sind unter www.landesentwicklung-bayern.de in diversen PDF-Dateien einsehbar. Für die Gemeinde ist, entsprechend dieser Karten, keine besondere Einordnung geplant.

Daher ist aus der Sicht von Thomas Eichenseher auch keine Stellungnahme gegenüber dem Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat notwendig. Man gewinne bzw. verliere nichts, somit sei die Anfrage eigentlich gegenstandslos. Das Gremium verzichtete auf eine Stellungnahme.

Trauungen übernommen

Der 2. Bürgermeister Siegfried Wullinger übernahm öffentliche Sprechstunden für den Bürgermeister, vertrat diesen während seines Urlaubs und übernahm standesamtliche Trauungen. Beim Bau der Außenanlagen im Kindergarten übernahm Wullinger Bauleitertätigkeiten wie die Erstellung eines Leistungsverzeichnisses, Baugerätekoordination oder Vermessungsarbeiten. Weiterhin plante und organisierte er Jugendveranstaltungen.

Vertretung

  • Anna Braun:

    Die 3. Bürgermeisterin vertrat den Bürgermeister ebenfalls bei Sprechstunden oder in dessen Urlaub. Bei den Bürgerversammlungen übernahm sie die Protokollierungen und organisierte die Brückeneinweihung oder den Weihnachtsmarkt mit.

  • Beide Stellvertreter:

    Sie besuchten diverse Vereinsveranstaltungen und verzichteten auf die Fahrtkostenerstattung für den eigenen Pkw.

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