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Samstag, 24. Februar 2018 2

Projekt

Brücke über die Naab ist eingeweiht

Die Gesamtkosten beliefen sich auf 3,03 Millionen. Bei der Behelfsbrücke waren eklatante Mängel festgestellt worden.
Von Daniel Steffen, MZ

  • Landrätin Tanja Schweiger, Bürgermeister Thomas Eichenseher (rechts) und andere Ehrengäste schnitten das symbolische Band durch. Fotos: Steffen
  • Nach Auffassung des Architekten handelt es sich bei der Naabbrücke um einen „filigranen Bau“.
  • Pfarrvikar Pater Marian Leibl segnete am Freitagnachmittag das neue Bauwerk.

Duggendorf. Der Herrgott soll es richten und den Menschen einen sicheren Übergang gewahren. Er soll dabei helfen, Gräben zu überwinden – genau wie die fertiggestellte Naabbrücke in der Gemeinde Duggendorf. Dies sagte Pfarrvikar Pater Marian anlässlich der feierlichen Einweihung des Bauwerks am Freitag. Zahlreiche Vereine aus der Gemeinde sowie Vertreter der Politik wohnten dem Festakt bei und wurden Zeuge, wie am Nachmittag das symbolische Band durchgeschnitten wurde.

Duggendorfs Bürgermeister Thomas Eichenseher, Landrätin Tanja Schweiger, Architekt Franz Pfülb und Hans Weber, Bereichsleiter Planung und Bau bei der Regierung der Oberpfalz, zelebrierten vor vielen Zuschauern den feierlichen Akt. Bei dem Anlass bezifferte der Architekt die Baukosten für die Brücke. Sie beliefen sich auf 1,7 Millionen Euro. Inklusive der erfolgten Straßenbaumaßnahmen betragen die Gesamtkosten für das Projekt 3,03 Millionen Euro.

Für eine „Gemeinde dieser Größenordnung“, so betonte Hans Weber, sei solch ein Projekt eher der „Ausnahmefall“. Den Landeszuschuss bezifferte er auf 1,9 Millionen Euro. Die Maßnahme war nötig geworden, weil bei dem Vorgänger der jetzigen Brücke, einer im Jahr 1962 errichteten Behelfsbrücke in Stahlbauweise, gravierende Mängel und Sicherheitsdefizite festgestellt worden waren.

Brücke ist ein „filigranes Bauwerk“

Für den Brückenbau gab es aus Sicht des Architekten einige Besonderheiten zu berücksichtigen. Ein „möglichste filigranes und zurückhaltendes Bauwerk“ sollte es werden, das sich harmonisch in das dörfliche Erscheinungsbild des Ortes einfüge. Auf die Resonanz der Anwohner schließend, sagte der Architekt, dass dies „einigermaßen zufriedenstellend gelungen“ sei. Er sprach von einer „extrem schlanken Überbaukonstruktion“, dank der der Blick auf die Flusslandschaft weitgehend frei sei. Die Gesamtlänge der Brücke bezifferte er auf 85 Meter.

Aus Sicht der Beteiligten konnte ein „nachhaltiges und dauerhaftes Bauwerk“ realisiert werden, das Duggendorf und Kleinduggendorf nicht nur auf physische Weise verbindet. So hofft Landrätin Tanja Schweiger, dass die neue Naabbrücke ein „Ort der Begegnung wird und bleibt“. Bürgermeister Thomas Eichenseher indes sprach von einem gestärkten Miteinandere beider Gemeindeteile. Ferner habe Duggendorf jetzt „eine der schönsten Brücken an der oberen Naab“. Es gelte das Versprechen, dass die neue Brücke „mindestens 100 Jahre alt wird“.

Das erhoffen sich die Duggendorfer auch von der frisch gegründeten Partnerschaft mit der ungarischen Gemeinde Tarján. Wie Landrätin Schweiger betonte, sei Duggendorf nun die 16. Gemeinde im Landkreis, die internationale Partnerschaften pflege. Einen Austausch mit einer ungarischen Gemeinden gebe es auch in Brennberg, Sinzing und Wörth. Mit blick auf die Situation in vielen Teilen der Welt betonte Schweiger, dass Frieden „keine Selbstverständlichkeit“, sondern mit Arbeit verbunden sei.

Eine Freundschaft, die wächst

Im Anschluss an die Brückeneinweihung setzen Bürgermeister Eichenseher und sein ungarischer Kollege Ernö Marx ihre Unterschrift unter die Partnerschaftsurkunde. Im übertragenen Sinne sagte Marx: „Die Brücke muss stark sein. Die Fundamente sind gut. Wenn die Fundamente gut sind, dann wird es auch die Freundschaft sein.“ Die Einweihung der Naabbrücke und die Initiierung der Gemeindepartnerschaft reihten sich in die Jubiläumsfeier des DJK Duggendorf ein. Noch bis Sonntag zelebriert der Verein sein 50-jähriges Bestehen.

Daten und Fakten zur Naabbrücke

  • Masse:

    Gewicht des Brückenüberbaus: ca. 1500 Tonnen

  • Absenkhöhe:

    1,25 Meter

  • Länge des

    Brückenüberbaus: ca. 85 Meter

  • Überbau:

    In drei Bögen mit 23,50 bis 36,0 und 23,50 Metern Länge aufgeteilt.

  • Nach arbeitsreichen

    Sitzungen und kontroversen Diskussionen konnte 2015 der Bau der Naabbrücke starten.

  • Höhepunkt

    der Baumaßnahme war die Absenkung des Überbaus auf die Pfeiler und in die Widerlager.

  • Somit wurde

    bereits Ende Oktober die etwa 85 Meter lange Fahrbahn mit den Stützelementen verbunden.

  • Nach

    der Betonnage der Brückenkappen für die Bürgersteige und die Montage der Brückengeländer wurden 2016 der Rampen- und Straßenbau vergeben.

  • Die Baumaßnahmen

    gingen April 2016 weiter. Die Gesamtmaßnahme sollte ursprünglich schon im Herbst 2016 abgeschlossen sein. (lsn)

Naabrücke Duggendorf eingeweiht

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