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Jubiläum

Heitzenhofener übernehmen Patenschaft

Die Patenbitte für das 150-jährige Gründungsfest der Wolfsegger Feuerwehr wurde angenommen. Die Prüfungen waren schwer.
Von Martina Neu

Die Wolfsegger Feuerwehrkameraden kämpften mit dem Baumstamm und einer stumpfen Säge. Foto: Martina Neu
Die Wolfsegger Feuerwehrkameraden kämpften mit dem Baumstamm und einer stumpfen Säge. Foto: Martina Neu

Duggendorf.Die beiden Nachbarfeuerwehren Wolfsegg und Heitzenhofen verbindet seit vielen Jahren eine Freundschaft. So wurde schon einige Male gegenseitig die Partnerschaft für ein Fest übernommen. So wird es im nächsten Jahr wieder sein.

Nun wurden die Heitzenhofener Kameraden gefragt, ob sie zum 150-jährigen Jubiläum der Wolfsegger Feuerwehr im kommenden Jahr die Patenschaft für das Fest übernehmen würden. Die Wolfsegger Wehr marschierte angeführt von der Blaskapelle Wolfsegg unter der Leitung von Markus Schießl die knapp zwei Kilometer zu Fuß nach Judenberg zum Feuerwehrhaus der Heitzenhofener Wehr.

Bürgermeister Wolfgang Pirzer hat die Patenschaft für das Jubiläum übernommen. Foto: Martina Neu
Bürgermeister Wolfgang Pirzer hat die Patenschaft für das Jubiläum übernommen. Foto: Martina Neu

Dort schossen die Böllerschützen aus Wolfsegg einen Salut zur Begrüßung, bevor Heitzenhofens Vorsitzender Josef Graf und Kommandant Peter Pilz die Bittsteller auf einem imposanten Holzscheitl knien ließen. Bis Festleiter und Kommandant Sebastian Bach, Festmutter Eva Bleicher, Vorsitzender Roland Frank, Festleiter Johann Stegerer und die beiden Festdamen Julia Stegerer und Nadine Obergrießer ihre Bitten vorgebracht hatten, dauerte es schon etwas. Um der Bitte Nachdruck zu verleihen, hatten die Wolfsegger ein Fass Bier dabei.

Verse auf den Knien

Festmutter Eva Bleicher musste mit verbundenen Augen Pappfiguren der Wolfsegger Kommandanten niederspritzen. Foto: Martina Neu
Festmutter Eva Bleicher musste mit verbundenen Augen Pappfiguren der Wolfsegger Kommandanten niederspritzen. Foto: Martina Neu

Die Bittsteller hatten ihr Anliegen zur Patenschaftsübernahme in bairischer Versform dargebracht, und Johann Stegerer brachte es schließlich auf den Punkt: „Mia bittn fiar die Feuerwehrnachbarschaft – übernehmt’s doch bittscheen de Patenschaft – denn unsre Knia, oh Weh, oh Graus – de halten’s nimma länger aus!“ Da konnten Josef Graf und Peter Pilz nicht anders, als die leidenden Freunde zu erlösen.

Bevor auf die Patenschaft angestoßen wurde, mussten einige Prüfungen bestanden werden. Die Leichteste war das Durchsägen eines Baumstammes. Allerdings hatte dieser gute 30 Zentimeter Durchmesser, und die Säge, die den „Holzfällern“ Johann Stegerer, Roland Frank, Sebastian Bach und Tobias Stegerer zur Verfügung stand, hatte auch schon bessere Tage gesehen.

Die Bittsteller knieten sich nieder. Foto: Martina Neu
Die Bittsteller knieten sich nieder. Foto: Martina Neu

Nach schweißtreibenden fünf Minuten gab der Stamm nach. Bei der nächsten Aufgabe war Festmutter Eva Bleicher gefragt. Diese Aufgabe erforderte Konzentration. Denn die Festmutter musste verschiedene Fragen beantworten. Allerdings musste auf die aktuelle Frage die Antwort auf die vorherige Frage gegeben werden. Nach zwei Übungsfragen klappte es wie am Schnürchen, und die Festmutter erledigte ihre Aufgabe mit Bravour.

Festmutter die Augen verbunden

Bei der letzten Aufgabe wurden Eva Bleicher die Augen verbunden. Sie musste mit der Kübelspritze und unter Anleitung von Sebastian Bach die Pappkameraden der Wolfsegger Vorstandschaft niederspritzen. Das schaute zwar einfach aus, hatte aber Tücken.

Auch Kinder nahmen an dem Zug teil. Foto: Martina Neu
Auch Kinder nahmen an dem Zug teil. Foto: Martina Neu

Nachdem diese Aufgabe von der Jubelwehr gemeistert wurde, stand der Patenschaftsübernahme nichts mehr im Wege. Zur offiziellen Besiegelung wurden die Fahnen gekreuzt, ein kräftiger Schluck aus der Liesl genommen und gemeinsam die Bayernhymne gesungen, bevor die Böllerschützen lautstark die Patenschaft besiegelten. Im Glocknerstadl wurde die Patenschaft anschließend gefeiert.

35 Festdamen engagiert

Das Jubiläumsfest der Wolfsegger Wehr findet vom 12. bis 14. Juni 2020 statt. Es beginnt mit der Partyband die „Wolfsegger“, am Samstagabend heizt der Froschhaxn Express ein. Am Sonntag nach dem Festzug sorgen die Wickies für Stimmung, bevor am Abend verschiedene Wolfsegger Musikanten auftreten. Die Schirmherrschaft hat Bürgermeister Wolfgang Pirzer übernommen. Festmutter ist Eva Bleicher, ihr zur Seite stehen 35 Festdamen und -mädchen.

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