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Jahresrückblick

Naabbrücke hält die Gemeinde in Atem

Der neue Übergang kam 200 000 Euro billiger als geplant. Er hat die einspurige Flussquerung nach vielen Jahren abgelöst.
von stephan neu, MZ

  • Die Naabbrücke ist schon fast fertiggestellt. Im nächsten Jahr wird sie eingeweiht.Fotos: Neu
  • Ein neuer Parkplatz entstand.
  • Der Wertstoffhof funktioniert.
  • Eine Schreinerei wird zur Asylbewerberunterkunft ausgebaut.

DUGGENDORF. Über Jahre hinweg wurde über die Ausführung der Naabbrücke nach Kleinduggendorf diskutiert. Inzwischen ist die Brücke bis auf die Asphaltoberschicht fertig und zu einem wahren Schmuckstück geworden. Besonders erfreulich, die Brücke kostet weniger als veranschlagt wurde.

Seit Jahrzehnten führte eine alte einspurige Eisenbrücke über die Naab nach Kleinduggendorf. Untersuchungen ergaben, dass die Brücke bei zu hoher Belastung einsturzgefährdet ist. Daher wurde eine Belastungsobergrenze von 2,8 Tonnen erlassen und die Diskussionen über eine adäquate Ausführung beschäftigte den Gemeinderat in zahlreichen Sitzungen. Am Ende setzte sich eine zweispurige stattliche Brücke durch, wohl auch der Tatsache heraus geschuldet, dass aufgrund von Förderungen diese Brücke für die Gemeinde deutlich günstiger kam als eine abgespeckte einspurige Version.

„Ein Erfolgsmodell“

Besonders stolz ist Bürgermeister Thomas Eichenseher, dass man aufgrund vieler Diskussionen und ständigem Umdenken bei der Ausführungsplanung rund 200 000 Euro günstiger als die Kostenschätzung bauen konnte. Gerade in der heutigen Zeit, wo Bauwerke in der Regel teurer werden, ein Erfolgsmodel für Eichenseher und die Gemeinde.

Ein weiterer Meilenstein ist der Nachbarschaftshilfeverein, der Ende 2015 gegründet und im März starten konnte und inzwischen zu einer nicht mehr wegzudenkenden Institution geworden ist. Für viele Gemeinden ist die Unterbringung von Asylbewerbern ein Problem. Nicht so in Duggendorf, wo ein Schreinereibesitzer sich entschlossen hat, seine Schreinerei in eine Asylbewerberunterkunft mit 36 Betten umzubauen. Aktuell befindet sich der Investor in der Genehmigungsphase. Probleme gibt es noch mit der Auflage entlang der Staatsstraße einen Gehweg zu bauen, was für den Investor eine erhebliche finanzielle Belastung bedeuten würde. Thomas Eichenseher arbeitet gerade an einer Lösung, wobei er das Straßenbauamt und den Landkreis an der Finanzierung beteiligen möchte und in diesem Zuge den hinter der Schreinerei liegenden Wertstoffhof auch durch den Gehweg erschließen möchte. Um bei Veranstaltungen wie jüngst beim gut besuchten ersten Weihnachtsmarkt das Parkplatzproblem zu lösen, wurde unterhalb des Dorfplatzes ein Anwesen angemietet und 30 neue Parkplätze geschaffen.

Der gemeindliche Bauhof wurde mit einem neuen Lader ausgestattet und ist nun noch schlagkräftiger. Um noch bürgerfreundlicher zu werden, wird der Wertstoffhof erweitert und umgebaut. So soll vor allem eine „ebenerdige Anliefermöglichkeit“ für Grüngut geschaffen werden.

Aufgrund von Beschädigungen muss die Hüttgasse saniert werden. Da für Eichenseher die Bürgermitbestimmung an oberster Stelle steht, wurden die Anlieger gefragt, wie die Straße erneuert werden soll. Die Mehrheit entschied sich für den für die Anlieger kostenpflichtige und in diesem Zuge teurere Variante des Vollausbaus, da man dann mit der neuen Straße auf Jahre keine Probleme mehr hat. Die Kläranlage ist gut in Schuss, es mussten lediglich kleinere Reparaturen durchgeführt werden. Probleme bereiteten lediglich die Einleitung von Fremdstoffen, die nicht in die Hausentwässerung gehören. Die Genehmigung der Anlage geht noch bis 2026.

Neues FFW-Auto kommt

Beim Friedhof wurde ein Urnenfeld geschaffen, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Da der Platz für die Erweiterung nun so nicht mehr gebraucht wurde, hat man sich entschlossen, zwei zusätzliche Bauplätze neben dem Friedhof zu schaffen. Die beiden Bauplätze sind noch nicht verkauft. Die Feuerwehr Heitzenhofen hat inzwischen damit begonnen, ihr Feuerwehrgerätehaus zu sanieren. Ein neues Dach wurde bereits montiert und ein Anbau erstellt. Für die Duggendorfer Wehr soll ein neues Feuerwehrauto im Laufe des Jahres angeschafft werden.

Derzeit sucht man nach einer Partnergemeinde, um hier Kosten zu sparen. Thomas Eichenseher möchte gegenüber den Nachbargemeinden wettbewerbsfähig bleiben. Daher hat er sich vehement dafür eingesetzt, zusätzliches Bauland auszuweisen. So entstehen in Hochdorf aufgrund einer beidseitigen Bebauung der Sebastianstraße ca. neun Parzellen. In Neuhof werden 15 Bauparzellen im nächsten Jahr entstehen. Priorität in 2017 ist das große Grundstück an der Sandgrube in Duggendorf, wo im ersten Schritt weitere 16 Bauparzellen entstehen sollen. Hier rechnet Eichenseher mit der Erschließung im Sommer.

Eine Partnerschaft geplant

Mit besonderer Spannung schaut Eichenseher auf das 50.-jährige Gründungsfest des Sportvereines Ende Juni, bei dem auch die neue Brücke eingeweiht werden soll. Außerdem möchte Thomas Eichenseher an diesem Wochenende eine Städtepartnerschaft mit der ungarischen Gemeinde Parijan gründen.

Bürgermeister Thomas Eichenseher freut sich.

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