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Kommunalpolitik

Neue Brücke wird im Herbst fertig

Bis dahin sind aber in Duggendorf noch einige Herausforderungen zu bewältigen, kündigt Bürgermeister Eichenseher an.
Von Stephan Neu, MZ

  • Die Bauarbeiten bei der neuen Naabbrücke sind voll im Zeitplan. Fotos: Neu
  • Die Arbeiten bei der neuen Naabbrücke gehen zügig voran.
  • Der Seniorenbus erfreut sich großer Beliebtheit bei den Bewohnern.
  • Die Naabbrücke in Duggendorf wird erneuert.

Duggendorf.Der Neubau der Naabbrücke, die Gründung eines Nachbarschaftshilfevereins und der Seniorenbus waren die bedeutenden Ereignisse in Duggendorf in diesem Jahr. Nächstes Jahr soll die neue Naabbrücke befahrbar sein und weitere Siedlungsgebiete sollen realisiert werden.

Nach arbeitsreichen Sitzungen und kontroversen Diskussionen konnte 2015 der Bau der Naabbrücke starten. Nach einem für die Gemeinde sehr guten Ausschreibungsergebnis folgten Wochen mit bestem Wetter für die Baumaßnahme. Der Brückenbau liegt sowohl zeitmäßig als auch kostenmäßig voll im Plan. Höhepunkt der Baumaßnahme war die Absenkung des Überbaus auf die Pfeiler und in die Widerlager. Somit wurde bereits Ende Oktober die etwa 85 Meter lange Fahrbahn mit den Stützelementen verheiratet.

Im Januar geht es weiter

Aktuell ruhen die Bauarbeiten, wobei bei gutem Wetter bereits im Januar das Brückengeländer montiert werden soll. Weiterhin wird es im Januar spannend werden, da dann die Ausschreibung für den Bau der Brückenrampen startet. Seitens des Bürgermeisters erhofft man sich auf Grund des guten Ausschreibungszeitpunkts auch hier ein gutes Ergebnis. Nach Fertigstellung der Restarbeiten am Überbau der Brücke soll es dann Anfang April mit dem Rampenbau losgehen.

Voraussichtlich im August soll der Abriss der alten Brücke beginnen und damit auch die Zeit der eingeschränkten Erreichbarkeit von Duggendorf links der Naab enden. Voraussichtlich über einen Zeitraum von acht Wochen wird der Ortsteil dann nur fußläufig über die neue Brücke oder per Pkw über Heitzenhofen erreichbar sein.

Für zwei Wochen wird auch diese Zufahrt nicht genutzt werden können. „Wir haben noch einige Herausforderungen zu bewältigen, wollen den Ablauf in jedem Fall so anwohnerverträglich wie möglich gestalten“, legt sich Bürgermeister Thomas Eichenseher im Gespräch mit der MZ fest. Befahrbar wird die Brücke im Herbst 2016 sein.

Besonders erfreut zeigte sich Eichenseher, dass sich bei den „weichen Standortfaktoren“ einiges getan hat. Die Gründung des Burschen- und Mädelvereins habe die Gemeinde ebenso aktiv angegangen, wie die Etablierung eines Nachbarschaftshilfevereins. „Dabei geht es nicht um die Abarbeitung von Themen aus dem Wahlkampf, sondern mehr darum, Lebensqualität in der Gemeinde zu schaffen“, so der Bürgermeister. Aus diesem Anschieben von Aktivitäten heraus hätten sich inzwischen bereits weitere Aktivitäten wie ein Halloweenfest und ein Kasperltheater für die Kindergartenkinder ergeben.

Im nächsten Jahr sollen die vielfältigen Aktivitäten weitergehen. So konnten durch die Initiative einer Mitbürgerin die Raith-Schwestern für Juli 2016 engagiert werden. Zusammen mit dem Sportverein soll der Auftritt im Pfarrstadel organisiert werden. Für Bürgermeister Eichenseher „lebt eine Gemeinschaft durch Aktivitäten in vielen Bereichen und man sieht, wenn man die Bürger bei der Umsetzung ihrer Ideen begleitet, kommen tolle Veranstaltungen raus“.

Besonders stolz zeigt sich das Gemeindeoberhaupt über die Einführung des Seniorenbusses. Dieser wird aktuell von der Gemeinde betrieben und sichert bis zu dreimal wöchentlich die kostenlose Fahrt für die Senioren nach Kallmünz zum Arzt, Einkaufen oder zu Behördengängen. Inzwischen ist eine Tour mit acht Passagieren voll ausgelastet. „Gerne kann der Bus auch eine zweite Fahrt machen, das sollte jedoch vorher über die Fahrerin abgestimmt werden. Ich freue mich über jeden, der das Angebot nutzt“, so Eichenseher.

Mehr Lebensqualität

Inzwischen wurde der Bus auch dafür eingesetzt, die Seniorennachmittage oder die eine oder andere Festveranstaltung für die älteren Bürger wieder erreichbarer zu machen. „Ich bin der festen Überzeugung, dass wir damit einigen Mitbürgern etwas Selbstbestimmung und Lebensqualität zurückgeben konnten“, so Eichenseher über das gelungene Projekt.

Im kommenden Jahr gehe es nun darum, den Nachbarschaftshilfeverein als Hilfeleister fest in der Gemeinde zu etablieren und eventuell in Zusammenarbeit zwischen Verein und Gemeinde den Seniorenbus zum Bürgerbus zu erweitern. Aber auch die „harten“ Standortfaktoren werden im kommenden Jahr wieder im Mittelpunkt stehen.

Besonders die Änderung des bestehenden Bebauungsplans als Grundlage für die weiteren Siedlungsgebiete in der Gemeinde wird ein Arbeitsschwerpunkt für das neue Jahr 2016 sein. „Früher oder später wird auch uns der Siedlungsdruck aus dem Raum Regensburg erreichen, dann sollten wir gut vorbereitet sein“, mahnt Bürgermeister Eichenseher.

Zahlen zur neuen Naabbrücke

  • Masse:

    Gewicht des Brückenüberbaus: ca. 1500 Tonnen, Absenkhöhe: 1,25 Meter, Länge des Brückenüberbaus: ca. 85 Meter, Überbau: In drei Bögen mit 23,50 bis 36,0 und 23,50 Metern Länge aufgeteilt.

  • Zeitplan

    Der nächste Schritt: Nun stehen die Betonnage der Brückenkappen für die Bürgersteige und die Montage der Brückengeländer an. Im Januar 2016: Der Rampen- und Straßenbau wird vergeben. Die Baumaßnahmen werden voraussichtlich Anfang April 2016 weitergehen. Zeitplan: Die Gesamtmaßnahme soll voraussichtlich im Herbst 2016 abgeschlossen sein. (lsn)

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