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Investition

Pfarrhaus: Geld für Umbau

Die Gemeinde Duggendorf bezuschusst das Projekt mit 180 000 Euro. Das Ensemble soll im Ortskern erhalten bleiben.
Von Stephan Neu

Pfarrer Andreas Gierl (links) schaut sich vor Ort mit Bürgermeister Eichenseher die Planungen an. Foto: Stephan Neu
Pfarrer Andreas Gierl (links) schaut sich vor Ort mit Bürgermeister Eichenseher die Planungen an. Foto: Stephan Neu

Duggendorf.Die Gemeinde hat keinen eigenen Pfarrer mehr, das Pfarrhaus wird nicht mehr bewohnt. Daher wurde vom bischöflichen Ordinariat der Verkauf des Gebäudes in Erwägung gezogen und in der Gemeinde nachgefragt, wie hier die Planungen für das Anwesens gesehen werden. In der Gemeinderatssitzung war man sich jetzt einig, dass dieser Verkauf weder von Seiten der Gemeinde, noch von Seiten der örtlichen Kirchenverwaltung so gewollt wird.

Vielmehr soll das Pfarrhaus zusammen mit dem Pfarrstadl als Ensemble im Ortskern von Duggendorf erhalten bleiben und für Gemeinschaftsveranstaltungen zu einem Pfarrgemeindezentrum umgebaut werden. Die Kostenschätzung für die umfassende Sanierung des Gebäudekomplexes liegt bei etwa 1,2 Millionen Euro. Das Ordinariat würde sich an diesen Kosten mit 50 Prozent beteiligen, die restlichen 50 Prozent soll die Kirchenverwaltung übernehmen, was diese so nicht schultern kann. Daher wurde bei der Gemeinde ein Zuschussantrag gestellt. Im Gegenzug wurde der Gemeinde ein Nutzungsrecht von 25 Jahren für bestimmte Räume im Pfarrhaus angeboten. Die durchschnittliche jährliche Nutzung würde rund 120 Stunden betragen, wobei auch der Pfarrstadl und der Pfarrhof mitbenutzt werden dürfte.

Die Kirchenverwaltung dachte an einen Zuschuss von 180 000 Euro, was einer monatlichen Warmmiete von 600 Euro entspricht. Der Wasser- und Stromverbrauch im Pfarrgarten soll separat abgelesen und in Rechnung gestellt werden. Bürgermeister Thomas Eichenseher erläuterte, das nicht sichergestellt werden könne, dass die Gemeinde das Pfarrhaus im Verkaufsfall erwerben kann. Wenn das Pfarrhaus dann im Privatbesitz komme, wäre damit zu rechnen, dass die Nutzung des Pfarrstadels für Veranstaltungen und der Emissionsschutz kollidieren. Eine weitere Veranstaltungsnutzung des Pfarrstadels für die Dorfgemeinschaft wäre höchst fraglich.

Folgekosten unkalkulierbar

Selbst wenn die Gemeinde den Pfarrstadel erwerben würde, bleiben die Folgekosten für Renovierung und Umbau und Betrieb unkalkulierbar. Daher ist für Eichenseher der Zuschuss in der Gesamtbetrachtung die günstigste Lösung. Man habe sich mit der Kirchenverwaltung verständigt, den Zuschuss selbst im Falle von Baukostenmehrungen bei 180 000 Euro zu deckeln. Das Pfarrhaus darf dann nicht ohne Zustimmung der Gemeinde verkauft werden. Im Falle eines Verkaufs muss der Zuschuss vollständig zurückerstattet werden. Für den westlichen Teil des Pfarrgartens erhält die Gemeinde ein Vorkaufsrecht. Der Gemeinderat stimmte der Bezuschussung mit 180 000 Euro zu.

Nach der Diskussion über das Entleersystem der mobilen Toiletten am Badeplatz sind die neuen Angebote eingegangen. Hier hat sich für die Liegewiese die Aufstellung von zwei Toilettenhäuschen mit Waschbecken inklusive wöchentlicher Reinigung als die günstigste Variante herausgestellt. Die Kosten liegen pro Monat bei 219 Euro brutto. Die Aufstellung der Toiletten wurde für die Monate Mai bis September 2019 beauftragt.

Ermittlungen wurden eingestellt

Die Staatsanwaltschaft Regensburg hat das Ermittlungsverfahren wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung am Buswartehäuschen in Hochdorf in der Hofmarkstraße eingestellt, da die Täter nicht ermittelt werden konnten. Bei den Bebauungsplänen „Neuhof-Mitte“, „Wischenhofen-Nord“ und „Hochdorf-Süd“ wurde eine Baugrunduntersuchung als Grundlage für die Planung diskutiert und die Notwendigkeit einer solchen Baugrunderkundung hinterfragt. Eine solche Erkundung wird im Regelfall beim Neubau eines Kanals oder einer Straße empfohlen. Man kam zu dem Entschluss, in den Baugebieten keine Baugrunderkundung durchzuführen. Der Gemeinderat hat beschlossen, das Angebot der Bedarfsliste der Feuerwehren an die Firma Wolfgang Jahn aufgrund der Variante HF zu vergeben. In der Ferienzeit wurde der Boden der kleinen Turnhalle für 400 Euro aufpoliert.

Weitere Beschlüsse

  • Kindergartenbus:

    Die Gemeinde hat einen neuen Kindergartenbus. Der alte Kindergartenbus wurde an den Höchstbietenden, das Autohaus Feldmeier in Kallmünz inzwischen verkauft.

  • Pumpstation:

    Der Gemeinderat hat beschlossen, die Erstellung der Pumpstation im Baugebiet „An der Sandgrube“ in Duggendorf mit der Pumpwerksinstallation (Maschinentechnik) an die Firma Hoelschertechnic-gorator GmbH & Co. KG, Gescher zu vergeben.

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