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Espach und Schwindl sind Vertreter

CSU und Freie Wähler stellen die Bürgermeister in Sinzing. Das gefällt nicht allen.
Gertraud Pilz

Bürgermeister Patrick Grossmann mit Sepp Espach (links) und Thomas Schwindl (rechts) Foto: Gertraud Pilz
Bürgermeister Patrick Grossmann mit Sepp Espach (links) und Thomas Schwindl (rechts) Foto: Gertraud Pilz

Sinzing.Bürgermeister Patrick Grossmann wird in der neuen Wahlperiode von Sepp Espach (CSU) und Thomas Schwindl (FW) vertreten. In der abgelaufenen Periode hatte die CSU beide Stellvertreter gestellt. Doch sie verlor bei der Wahl im März die absolute Mehrheit im Rat. So fiel ein Posten „per Koalition“ an die Freien Wähler.

Sepp Espach hat die Stellvertretertätigkeit bereits in der letzten Periode ausgeübt und wurde mit 19 Stimmen zum Zweiten Bürgermeister gewählt. Sieben wollten den Posten aus den Reihen der Grünen besetzen und gaben ihre Stimme Stefan Süß. Im Vorfeld hatte Klaus Nebl (Linke) an seine Ratskollegen appelliert, Süß ihre Stimme zu geben, da sie durch die Verdoppelung ihrer Sitze von zwei auf vier die eigentlichen Wahlgewinner seien. Zudem könne man hier ein Zeichen für die Anerkennung und die Ernsthaftigkeit in der Behandlung „grüner Themen“ im Rat setzen. Thomas Schwindl als Dritter Bürgermeister erhielt 14 Stimmen.

Nach dieser Wahl sagte Nebl, die CSU und die Freien Wähler hätten die Stellvertreterposten „unter sich“ ausgemacht, weil sich Espach und Schwindl gegenseitig für die Posten vorgeschlagen hatten. Die Grünen als drittstärkste Fraktion gingen leer aus. Die Wahlverlierer CSU und die Freien Wähler, die ihr Wahlziel nicht erreicht haben, hätten sich mittels Koalition die Posten gegenseitig zugeschanzt.

Wolfgang Wiegard und Klaus Nebl kritisierten zudem, dass nicht nur die Corona-Pandemie die Finanzierung geplanter Projekte gefährde. Die waghalsige Finanzpolitik der CSU-Mehrheit im Gemeinderat schon vor der Krise, lasse eine drastische Überschuldung befürchten. Das Festhalten etwa am überteuerten Schulprojekt sei geradezu fahrlässig und gefährde „unbedingt Notwendiges“. Projekte zu streichen oder zu verschieben sei unumgänglich. Bürgermeister Patrick Grossmann sicherte die Überarbeitung mittels einer Klausurtagung zu.

Für Zündstoff sorgte auch die Bestellung des Behindertenbeauftragten der Gemeinde. Die CSU schlug Michael Gaßner vor. Klaus Nebl, Wolfgang Wiegard und Bernhard Edenharter wollten die Wiederbestellung von Wilfried Süß, der das Amt seit mehreren Jahren ausübe. Es gehe nicht an, so Klaus Nebl, dass ein über die Gemeindegrenzen hinaus anerkannter Fachmann „vom Hofe gejagt“ werde, nur weil dieser manchmal „unbequem“ in der Interessensvertretung Inklusion sei. Bürgermeister Grossmann sagte, die Kandidatur Michael Gaßners sei aufgrund persönlicher Erfahrung im Feld „Behinderung und Inklusion“ legitim. Als Gemeinderat könne er diese Aufgabe zudem sehr unmittelbar ausüben. Mit 15:5 Stimmen wurde Gaßner zum Behinderten- und Inklusionsbeauftragten bestellt. (lpe)

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