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Sicherheit

Felssturzgefahr: Straße wird gesperrt

Ein 15 Tonnen schwerer Brocken könnte in der Nähe der Gaststätte „Zur Walba“ auf die Donautalstraße stürzen.
Von Josef Eder

Die Donautalstraße bleibt in der Nähe der Gaststätte „Zur Walba“ vorerst gesperrt. Foto: Josef Eder
Die Donautalstraße bleibt in der Nähe der Gaststätte „Zur Walba“ vorerst gesperrt. Foto: Josef Eder

Pentling.Die Donautalstraße zwischen der Weichselmühle und der Gaststätte „Zur Walba“ in Unterirading ist wegen Felssturzgefahr für jeglichen Verkehr gesperrt. Mit Bauzäunen wurde nicht nur die Straße, sondern auch der Rad- und Fußweg unbegehbar gemacht.

In der Felsformation gegenüber der Slipanlage nach der Walba ist vor wenigen Wochen ein kleinerer Felsen abgegangen. Der zum Jahresende 2012 angebrachte Fangzaun gegen Felssturz hat sich bewährt. Am steilsten Felsstück einer rund 25 Meter hohen Wand löste sich ein Fels. Der Fangzaun hielt.

Jetzt hat der Geologe Jochen Wolf (Institut Dr. Stang), die Begutachtung der Riffdolomitfelsen vorgenommen – und eine neue Gefahrenstelle entdeckt: Dort hat sich vermutlich witterungsbedingt ein bis zu geschätzten 15 Tonnen schwerer Fels vom Massiv gelöst, ergaben die Untersuchungen am Mittwoch. Der Brocken kann jederzeit abgehen. „Der Spalt ist schon so groß, dass ein Meterstab zwischen beide Felsstücke geschoben werden kann“, sagt Pentlings Verwaltungsleiter Robert Griesbeck.

Vor Ort erklärt der Pentlinger Bauamtsleiter Thomas Kohlmeier, dass der Zaun je nach Intensität des Abgangs und der damit verbunden Kraft vermutlich halten wird. Er könne dann jedoch um bis zu zwei Metern ausgebeult werden. Der Zaun ist ca. 1,5 Meter vom Straßenrand entfernt.

Weiter verdeutlich der Diplomingenieur, dass der Felsbrocken, wenn er unglücklich abbricht, von Bäumen so abgelenkt werden könnte, dass er außerhalb des angebrachten Fangnetzes abrollt. Dann sei die Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer sehr groß. Griesbeck und Kohlmeier hoffen, dass in den nächsten Tagen eine Spezialfirma Kapazitäten frei hat, um den Fels abzusprengen. Im Herbst wird dann wieder eine umfangreichere Sicherungsmaßnahme durchgeführt.

Die letzten Felssanierungen kosteten rund 200000 Euro. „Die Sicherheit aller steht im Vordergrund“, sagte Pentlings Bürgermeisterin Barbara Wilhelm nach dem jüngsten Felsabbruch. Diese Abbruchstelle in circa 20 Metern Höhe ist sichtbar. Die aktuelle Gefahrenstelle ist dagegen wegen der belaubten Bäume sehr schlecht einsehbar.

Immer wieder versuchen Radfahrer und Jogger am Mittwoch, die Sperren zu umgehen. Nach Hinweisen meinten sie, es werde schon nichts passieren. Mann solle sich nicht so anstellen. Die Straße benutzen auch viele Kelheimer Landkreisbürger, um Staus auf den Zufahrtsstraßen nach Regensburg zu umgehen. (lje)

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