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Hemau

Grünzone war den Stadträten zu teuer

Eine gute Stunde diskutierte der Bau- und Umweltausschuss über das Grünzonenprojekt „Grünanger“ im Baugebiet „Jurablick“ in Hohenschambach.
Bernhard Seiberl

Die im Wohngebiet „Jurablick“ geplante Grünzone ist den Stadträten mit Kosten von fast 300000 Euro zu teuer.  Foto: Bernhard Seiberl
Die im Wohngebiet „Jurablick“ geplante Grünzone ist den Stadträten mit Kosten von fast 300000 Euro zu teuer. Foto: Bernhard Seiberl

Hemau.Anne Wendl und ihre Kollegin vom Büro Landimpuls aus Regenstauf stellten dem Gremium einen sehr ansehnlichen, aber mit knapp 300000 Euro einen teuren Entwurf des geplanten Grünstreifens vor.

Bereits im Mai 2017 hatte es eine Bürgerbeteiligung vor Ort gegeben, bei der die künftigen Bewohner des Wohngebiets ihre Wünsche mit einbringen konnten. Alle sollten berücksichtigt werden – die Erwachsenen mit einer überdachten Pergola und die Kinder in verschiedenen Altersgruppen mit Spielmöglichkeiten. Diese Vorgaben seien durchaus erfüllt, aber der Kostenansatz für die Spielgeräte in dieser Anzahl sei zu hoch, war sich das Gremium einig. Die Kosten für die Erdarbeiten zur Erschaffung einer Blühwiese, die Weggestaltung und verschiedene Baumpflanzungen sind schließlich auch nicht unerheblich.

Petra Lutz (SPD) meinte, einen Sandkasten und Spielgeräte hätten die meisten Hausbesitzer für ihre Kinder im eigenen Garten. „Bei der Bürgerbeteiligung vor zwei Jahren wurde deutlich, dass ein Platz zum Treffen für Senioren gewünscht ist, auch zu den Baumpflanzungen stehe ich“, sagte sie. Anton Eibl (FW) schlug vor, auf eine halbrunde Holzsitzbank zu verzichten, hier gebe es günstigere Varianten. Wichtig sei, bei der geplanten Blühfläche einen mageren Boden zu verwenden, sonst würden die Blühpflanzen verdrängt, die für die Solitärinsekten wichtig sind. Bienen würden bei Bedarf gefüttert, so der Hobbyimker.

Stefan Mirbeth (CSU) sagte: „Wir waren uns einig, im Baugebiet Jurablick in Hohenschambach und auch in Nordwest IV in Hemau attraktive Wohnflächen zu schaffen, aber die Kosten von knapp 300000 Euro für die Grünzone sind zu hoch. Sie sollten durch die Herausnahme von Spielgeräten reduziert werden.“

Bürgermeister Hans Pollinger betonte, das Konzept entspreche dem Anspruch einer hohen Lebensqualität. Die Planung für die Sitzplätze und den „Matschbereich“ für die Kleinkinder sollte beibehalten werden. Auf Spielgeräte, die bereits auf anderen Spielplätzen vorhanden sind, sollte man verzichten. Das Planungsbüro wurde beauftragt, baldmöglichst einen Entwurf mit weniger Spielgeräten vorzulegen, da im Herbst die Pflanzarbeiten bereits erfolgen sollen und im Frühjahr 2020 die Fertigstellung geplant sei, so Pollinger.

Eine Ausnahme unter den üblichen Bauanträgen war die Revitalisierung des Bestandsgebäudes und Neugestaltung eines Saals mit Hotelzimmer in Hohenschambach an der Hochstraße 15 (Posthalter). Bürgermeister Pollinger zollte den Wirtsleuten für den mutigen Schritt seinen Respekt. Eine Bauvoranfrage zur Errichtung eines Mehrfamilienhauses an der Wiesenstraße 15 musste abgelehnt werden, da es sich bei diesem Bereich um ein Mischgebiet handle. (lbe)

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