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Kultur

1850 Besucher feiern die Geierwally

Die Theaterfreunde Hagelstadt mit Regisseur Heinz Beck haben eine erfolgreiche Spielzeit hinter sich. Ein Jubiläum steht an.
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Endlich vereint: Geierwally und Bären-Josef. Foto: Anita Beutlhauser
Endlich vereint: Geierwally und Bären-Josef. Foto: Anita Beutlhauser

Hagelstadt.Die Theaterfreunde Hagelstadt haben auch heuer mit dem Klassiker „Geierwally“ bewiesen, dass sie sich mit ihren ungewöhnlichen und starken Produktionen weit von einer Laienspielgruppe entfernt haben und durchaus mit professionellem Theater verglichen werden können. In neun innerhalb kürzester Zeit ausverkauften Vorstellungen vor 1850 Zuschauern zeigten die Schauspieler eindringliche Leistungen. Bühnenbilder und Masken beeindruckten. Gezielt wurde mit Musik- und Lichtarbeit eine passende Atmosphäre hergestellt. Das Skript, von Regisseur Heinz Beck eigens für die Hagelstädter Bühne hergestellt, kam einmalig zur Geltung.

Die Gefühlswelt vermittelt

Es ist nicht leicht, einen wohlbekannten Film so auf die Bühne zu bringen, dass er – obwohl der Inhalt bekannt ist – fesselt und fasziniert. Heinz Beck ist dies gelungen. Einmal, indem er in der Geschichte den Fokus auf die seelischen und psychischen Zustände der Protagonisten lenkt. Deutlich wird etwa, wie aus unerfüllter Liebe Selbstherrlichkeit und Gefühlskälte wird. Mit musikalischen Mitteln, Stimmen aus dem Off und dem Verharren in Positionen verstärkt er diese Gefühlswallungen. Dann kommt hinzu, dass alle Schauspieler und andere Mitarbeiter wirklich ihr Bestes geben. Sie scheinen in der Rolle zu leben. Gefühlsregungen und Spannungen werden ohne Worte deutlich. Der Fender-Bauer alias Gerhard Krizan tritt mit einer Selbstherrlichkeit und Verbohrtheit auf, die ihm jeder sofort abnimmt. „Heinz Beck spornt uns unheimlich an“, erklärt der Laien-Schauspieler. „Mit welcher Leidenschaft er dabei ist wie er uns immer wieder motivieren kann und das Beste aus uns rausholt, ist schon einmalig.“

Teamwork für das Stück

Heinz Beck seinerseits ist stolz auf sein engagiertes Team. „Junge und ältere Menschen arbeiten gemeinsam an dem Ziel, anspruchsvolles und gutes Theater auf die Bühne zu bringen. Egal, ob Schauspieler, Techniker- oder Maskenteam, Bühnenbauer, Bewirtungsteam, alle geben ihr Bestes“, erklärt er. Im Stück traten 13 Schauspieler im Alter von 23 bis 70 Jahren auf, vor und hinter der Bühne waren 26 Personen tätig. Diese Arbeit wurde von den Zuschauern durchwegs gelobt. „Ich kenne den Geierwally-Film von 1940 und dachte mir, wie kann man so einen dramatischen Film auf eine Bühne bringen? Sie und ihre Truppe haben es geschafft – es war einfach beeindruckend und faszinierend!", meinte eine Zuschauerin begeistert zum Regisseur.

Gute Arbeit beflügelt, Lob noch mehr. So planen die Theaterfreunde schon für 2019 und 2020. Zum 40-jährigen Bestehen gibt es „My Fair Lady“, verrät Beck. Und auch an der Theaterproduktion 2020 schreibt der kreative Regisseur bereits, verrät aber das Thema nicht – muss auch nicht sein in der Vorfreude auf „My Fair Lady“. (laz)

„My Fair Lady“ als Jubiläumsinszenierung

  • Jubiläum:

    Die Theaterfreunde Hagelstadt haben schon mit der Planung für 2019 – das Jahr ihres 40-jährigen Bestehens – begonnen. Zum Jubiläum inszeniert man „My Fair Lady“.

  • Vorbereitungen:

    Es werde eine sehr aufwendige Inszenierung mit viel Musik und tollen Kostümen, so Beck. Die Vorbereitungen dazu liefen seit einem halben Jahr.

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