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Umfrage

Älteren Mitbürgern Gehör verschaffen

Günther Zierhut und Heribert Piwonka verteilen in Hagelstadt Fragebögen. Sie sammeln Wünsche und Angebote.
Von Stefan schwarz

Die Seniorenbeauftragen Günther Zierhut (links) und Heribert Piwonka wollen wissen, wie es um die älteren Mitbürger in Hagelstadt bestellt ist. Foto: Stefan Schwarz
Die Seniorenbeauftragen Günther Zierhut (links) und Heribert Piwonka wollen wissen, wie es um die älteren Mitbürger in Hagelstadt bestellt ist. Foto: Stefan Schwarz

Hagelstadt. Bereits in den Bürgerversammlungen im vergangenen Herbst war eine gemeindeweite Fragebogenaktion angekündigt worden, nun kommt Bewegung in die Sache. Auf Einladung der beiden Seniorenbeauftragten Günther Zierhut und Heribert Piwonka konnte unser Medienhaus einen Blick auf die Umfrage werfen, die derzeit im Gemeindebereich verteilt wird. Die Fragebogen-Aktion richtet sich an alle Haushalte, unabhängig von der Altersstruktur. Zwar gehe es im Kern um die „Generation 55+ in Hagelstadt“, man erhoffe sich aber Rückmeldungen aus allen Teilen der Bevölkerung, sagen die Seniorenbeauftragen. Mit der Umfrage wollen sie in den vier Teilbereichen Infrastruktur, Mobilität, Rund ums Alter und freiwilliges Engagement Stimmen aus der Bürgerschaft sammeln. Bevor man in Aktionismus verfalle und an den Wünschen der Leute vorbeiplane, sei es sinnvoll zu wissen, was gebraucht werde, sagen sie. Dabei gehe es um Angebot und Nachfrage in gleicher Weise. Man wolle einerseits abklären, ob überhaupt Bedarf da sei bei den älteren Menschen, etwa für die Hilfe bei kleineren Tätigkeiten im Garten oder im Haushalt, sagt Zierhut. Andererseits sei die Fragebogenaktion auch als Signal an alle Bürger gedacht, sich für derartige Tätigkeiten anzubieten. So schwebt den Seniorenbeauftragen beispielsweise die Gründung eines Nachbarschaftshilfevereins als Fernziel vor. Vorbild könnten da die Gemeinden Thalmassing und Mintraching sein.

Eine solche Vereinsgründung sei allerdings keine Pflicht, oftmals könnten auch kleine Dinge das Leben der Senioren verbessern. Dazu hätten sie schon Einiges in die Wege geleitet, sagen die Seniorenbeauftragen und verweisen unter anderem auf die Notfallmappen, die in der Gemeindekanzlei verfügbar sind. Auch kleine, alltagsnahe Maßnahmen, die für ältere Menschen aber große Erleichterungen bringen könnten, habe man schon angestoßen. Dazu zählt beispielsweise ein leichter erreichbarer Grüngut-Container in der Deponie, der im Frühjahr aufgestellt wird, wie Zierhut verrät.

Daneben arbeiten die Seniorenbeauftragten an Maßnahmen, die das Leben älterer Mitbürger vereinfachen sollen. Diese Probleme gibt es, sagt Piwonka, viele Leute trauten sich aber nicht, sie anzusprechen. „Diesen Menschen wollen wir Gehör verschaffen“, so Piwonka weiter. Dazu verweist er auf eine Ortsbegehung, die die Seniorenbeauftragten am 2. Mai geplant haben. Dabei solle es vor allem auch um die Barrierefreiheit im Ort gehen.

Für ihre Arbeit hoffen die Seniorenbeauftragen auch auf Rückendeckung aus der Gemeinde. Aufgrund der Großprojekte bleibt dort zwar momentan Arbeit liegen, weshalb auch die Fragebogen-Aktion erst jetzt durchgeführt werden kann, generell sei man aber zuversichtlich, dass Bürgermeister und Gemeinderat ein offenes Ohr für die Seniorenpolitik hätten. Dies gelte nun auch für die Fragebogen-Aktion, für die sich die Seniorenbeauftragen eine rege Teilnahme wünschen.

900 Bögen verteilt

  • Fragebogen:

    Knapp eineinhalb Seiten lang ist der Fragebogen, er umfasst 23 einzelne Fragen. Er beruht auf einem Basis-Fragebogen, den auch das Landratsamt verwendet, wurde jedoch speziell für die gemeindlichen Belange abgewandelt.

  • Briefe:

    900 Kuverts mit Fragebögen haben die Seniorenbeauftragen selbstständig gefüllt und mit Helfern im gesamten Gemeindebereich verteilt.

  • Rücklauf:

    Die ausgefüllten Fragebögen können in der Gemeindeverwaltung abgegeben werden. Bis Ostern wolle man den Bürgern Zeit zum Antworten geben, heißt es.

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