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Heimatforschung

Ein verlassener Ort mit Geschichte

Eine Wallfahrt und eine Ausstellung rücken Höhenberg in den Blick.
Von Theresia Luft

Eine Ausstellung zeigt alte Fotos aus Höhenberg, wie dieses von einem Festumzug.  Repro: Christine Kaiser
Eine Ausstellung zeigt alte Fotos aus Höhenberg, wie dieses von einem Festumzug. Repro: Christine Kaiser

Hagelstadt.Am Sonntag, 15. September, ist es so weit. Der mittlerweile verlassene Ort Höhenberg bei Hagelstadt rückt einmal wieder in den Mittelpunkt. Dazu gibt es ein Rahmenprogramm, erarbeitet vom Hundeverein Hagelstadt, der in Höhenberg seine Heimat hat. Die Federführung liegt bei Albert und Christine Kaiser, beide sind in der Führung des Hundevereins aktiv. Ihnen liegt es am Herzen, dass Besucher etwas über das damalige Leben in Höhenberg erfahren.

Am Sonntag wird es eine Pfarrwallfahrt geben. Treffpunkt ist um 9 Uhr in Hagelstadt, von dort aus geht es zur Kirche „Maria Heimsuchung“ nach Höhenberg. Dort findet um 10.15 Uhr ein Festgottesdienst statt. Ab 11 Uhr gibt es Gelegenheit zum Mittagessen, danach Kaffee und Kuchen. Die Bilderausstellung „Höhenberg damals und heute“ ist ab 12.30 Uhr zu sehen. Anschließend ist ein gemütliches Beisammensein geplant. Die Kaisers freuen sich auf viele ehemalige Bewohner des Gutsbetriebs Höhenberg, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen und noch viel mehr über den ehemaligen Ortsteil zu erfahren.

Früher war Höhenberg ein Gutsbetrieb, der mit Leben erfüllt war. Es gab Wohngebäude, ein Wirtshaus, einen Schützenverein, Brennerei, Stallungen und Gebäude, die für einen florierenden Betrieb notwendig waren. Wer noch historische Bilder besitzt, kann sich an Albert Kaiser, Tel. (0171) 65 35 608, wenden.

Bereits im vergangenen Jahr wurde auf Initiative der Kaisers und des Hundevereins eine Infotafel aufgestellt, die über die Geschichte der Kirche Auskunft gibt. Die Baugeschichte der Kirche geht bis in die romanische Zeit, also bis Anfang des 11. Jahrhunderts, zurück.

Einst bildeten die Gebäude und Stallungen ein Ensemble rund um die Wallfahrtskirche Maria Heimsuchung, die im Mittelalter eine Hochburg der Marienwallfahrt war und eben am Sonntag Ziel der Hagelstädter Pfarrwallfahrt sein wird. Im Lauf der Jahre wurden die Gebäude nach und nach abgerissen. Neben der Kirche blieb eine Scheune übrig, in der der Hundeverein Hagelstadt-Höhenberg seit 2004 seine Heimat gefunden hat. Die Kaisers möchten mit der Bilderausstellung an längst vergangene Zeiten erinnern und einen Teil der Ortsgeschichte lebendig werden zu lassen. Sie sind sich sicher, dass es bei einem „Ehemaligen-Treffen der Höhenberger“ auch viel zu erzählen gibt. (llt)

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