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Meisterschaft

Rekorde purzelten beim Stapler Cup

Knapp 200 Teilnehmer und rund tausend Besucher kamen zum Wettbewerb nach Hagelstadt. Das ist neuer Rekord.
von Dr. Elisabeth Angenvoort

Vogelperspektive: Vom Magic-Lifter konnte man aus zehn Metern Höhe das Festgelände überblicken.  Foto: E.Angenvoort
Vogelperspektive: Vom Magic-Lifter konnte man aus zehn Metern Höhe das Festgelände überblicken. Foto: E.Angenvoort

Hagelstadt.Es war wieder ein großes Fest, nicht nur für alle Firmenangehörige mit ihren Familien. Etwa 1000 Besucher kamen am vergangenen Samstag nach Hagelstadt, um beim 16. Stapler Cup auf dem Gelände der Firma Beutlhauser dabei zu sein – dem größten Cup von 24 Austragungsorten auf regionaler Ebene. Ein ebenso vielfältiges wie informatives Rahmenprogramm hatten die Organisatoren der Firma Beutlhauser Kommunal- und Fördertechnik GmbH und Co. KG auch dieses Jahr zusammengestellt.

Für die kleineren Kinder gab es neben der großen Hüpfburg eine Mal- und Schminkecke, Kettcars und ferngesteuerte Modellstapler. Der ältere Nachwuchs konnte sich mittels VR-Brillen am Speed Radar versuchen oder mit dem Magic-Lifter in zehn Meter Höhe steigen. Im Beauty-Pavillion durfte man sich verwöhnen lassen, oder aber seine Kräfte bei „Hau den Lukas“ unter Beweis stellen. Das kulinarische Angebot stand dem an Vielfalt nicht nach. „Gerade Familien sollen den ganzen Tag einfach Spaß haben“, sagte Beutlhauser-Vertriebsleiter Markus Gärtner.

Sechs Frauen waren am Start

Marko Prillwitz und Melanie Bösl aus Regenstauf verfolgten die Wettkämpfe.  Foto: E.Angenvoort
Marko Prillwitz und Melanie Bösl aus Regenstauf verfolgten die Wettkämpfe. Foto: E.Angenvoort

189 Teilnehmer, davon sechs weibliche Qualifikanten begrüßte Moderator Christian Lang zur Regionalmeisterschaft. Die spannende Frage war auch dieses Mal wieder, wer für seine Firma „in den heißen Ring steigen“ darf, um als einer der Besten bei der deutschen Meisterschaft im September auf dem Aschaffenburger Schlossplatz dabei zu sein.

Den ersten Platz erkämpfte sich Michael Koller von der Firma Rhenus AL Regensburg GmbH. Benjamin Danker (Firma SMP Deutschland GmbH) schaffte es dieses Mal auf den zweiten Platz, und Drittbester wurde Michael Rog von der Firma Audi AG. E. Angenvoort
Den ersten Platz erkämpfte sich Michael Koller von der Firma Rhenus AL Regensburg GmbH. Benjamin Danker (Firma SMP Deutschland GmbH) schaffte es dieses Mal auf den zweiten Platz, und Drittbester wurde Michael Rog von der Firma Audi AG. E. Angenvoort

Voraussetzung für die Teilnahme am Stapler-Cup ist neben einem gültigen Staplerschein ein hohes Maß an Geschicklichkeit, Präzision, Verantwortungsbewusstsein und natürlich Schnelligkeit, wobei die Sicherheit immer im Vordergrund steht. Somit ist für jeden Teilnehmer eine Theorieprüfung verpflichtend, die in die Gesamtwertung mit einfließt, durchaus vergleichbar mit der theoretischen Führerscheinprüfung. Es geht hier um logisches Denken und sicherheitstechnische Fragen. Zu den Parcours wird nur zugelassen, wer diese Prüfung vor Ort abgelegt hat. Moderator Christian Lang wird nicht müde, die Teilnehmer im Lauf des Tages immer wieder daran zu erinnern, bis sich auch der letzte Fahrer der Theorieprüfung unterzogen hat.

Ein Klassiker: Reifen stapeln mit Präzision in Bestzeit.  Foto: E.Angenvoort
Ein Klassiker: Reifen stapeln mit Präzision in Bestzeit. Foto: E.Angenvoort

Der Vizemeister aus dem Finale des Vorjahres, Benjamin Danker, erklärt was zu beachten ist, um die für den Arbeitsplatz relevanten Sicherheitsvorschriften einzuhalten: Es dürfen sich keine Personen im Umkreis des Staplers aufhalten, die Ware muss absolut gesichert sein, und „man sollte nicht wie ein Verrückter fahren“. Danker, hauptberuflicher Staplerfahrer, nahm 2013 zum ersten Mal am Cup teil. Sein Meister hatte ihn damals angemeldet. Heute ist er als absoluter Profi dabei und hat inzwischen auch seinen kleinen Sohn mit der Staplerfahrer-Leidenschaft angesteckt.

Dass Staplerfahren ein von Männern dominierter Beruf ist, hinderte Steffi Schache ebenso wenig daran, vor fünf Jahren den Stapler-Schein zu machen, wie ein Arbeitsunfall mit der nachfolgend notwendig gewordenen Umschulung zur Bürokauffrau. „Meine Chefs standen hinter mir“, sagt sie, und so ist sie zum dritten Mal bei den Regionalmeisterschaften dabei, nachdem sie es im Vorjahr auf den ersten Platz geschafft hat.

Sicherheit und Präzission

Der Eishockey-Parcour, ein Zeichen der Verbundenheit der Firma Beutlhauser mit den Regensburger Eisbären.  Foto: E.Angenvoort
Der Eishockey-Parcour, ein Zeichen der Verbundenheit der Firma Beutlhauser mit den Regensburger Eisbären. Foto: E.Angenvoort

Die Teilnehmer müssen drei Parcours absolvieren, welche die „Kernsegmente“ im Stapler-Bereich abdecken. Zum Einsatz kommen Elektrik- und Dieselfahrzeuge sowie handgeführte Stapler für den Lagertechnik-Parcour. Mit den Dieselfahrzeugen werden im Eiltempo Reifen gestapelt, „der Klassiker“, wie Markus Gärtner sagt. Eine Besonderheit ist in diesem Jahr der Eishockey-Parcour, als Zeichen der Verbundenheit der Firma Beutlhauser mit den Regensburger Eisbären.

Peter Flache und Nicolas Sauer von den Regensburger Eisbären geben Tipps zur richtigen Schlagtechnik. Foto: E.Angenvoort
Peter Flache und Nicolas Sauer von den Regensburger Eisbären geben Tipps zur richtigen Schlagtechnik. Foto: E.Angenvoort

Mittels auf den Zinken montierter Eishockey-Figuren samt Schläger müssen die Fahrer den Puck ins Tor bugsieren, das Ganze natürlich möglichst im Eiltempo. Zwischen 45 Sekunden und drei Minuten dauern hier die gefahrenen Zeiten, dazwischen liegen Welten. „Es ist eine große Kunst, die Geräte derart im Griff zu haben“, sagt Antoniya Hasenöhrl, Marketingreferentin bei Beutlhauser in Passau. Und ein Zuschauer ergänzt: „Wennst den ganzen Tag so eine Maschine fährst, dann hast auch Muskelkater!“ Drei Eishockey-Profis sind an diesem Samstag vor Ort, um vor allem den jungen Besuchern die richtige Schlagtechnik zu demonstrieren, der Deutschkanadier Peter Flache und seine Team-Kollegen Nikolaus Sauer und Jonas Leserer von den Regensburger Eisbären.

Insgesamt werden 60 Staplerfahrer im September in die Finalrunde in Aschaffenburg einziehen, drei davon wurden an diesem Samstag in Hagelstadt nominiert. Den ersten Platz erkämpfte sich Michael Koller von der Firma Rhenus AL Regensburg GmbH. Benjamin Danker (Firma SMP Deutschland GmbH) schaffte es dieses Mal auf den zweiten Platz, und Drittbester wurde Michael Rog von der Firma Audi AG.

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