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Umweltmobil bringt Kindern Natur näher

Vier Tage lang fand ein Projekt des Bund Naturschutz an der Grundschule statt. Experten vermittelten den Schülern ihr Wissen.
Von Theresia Luft, MZ

  • Esther Kolbe erklärt den Kindern das Binocular. Foto: Theresia Luft
  • Sehr interssant, was man da alles entdeckt. Foto: Theresia Luft
  • Ab gehts ins Naturmobil. Foto: Theresia Luft
  • Esther Kolbe erklärt den Kindern die Pflanzen. Foto: Theresia Luft

Hagelstadt.Vier Tage hatten die Kinder der Grundschule Hagelstadt die Gelegenheit, sich mit der Natur und der Umwelt zu beschäftigen.

Das Naturmobil des Bund Naturschutz machte auf der Wiese neben der Turnhalle halt und vertiefte das Wissen der Schüler. Bereits vorher im Heimat- und Sachkundeunterricht hatten sich die Schüler mit den Themen „Wiese“ und „Energie und Klimawandel“ eingehend beschäftigt.

Theorie in Praxis umgewandelt

In der Becherlupe läst sich das Tierchen gleich viel genauer anschauen. Foto: Theresia Luft
In der Becherlupe läst sich das Tierchen gleich viel genauer anschauen. Foto: Theresia Luft

Das theoretisch Gelernte konnte beim Naturmobil in die Praxis umgesetzt werden. Die Jahrgangsstufen 1/2 behandelten eingehend das Thema „Wiese“. Welche Pflanzen gibt es da und was für Tiere, also kleine Insekten, leben auf der Wiese? Die Biologin Esthter Kolbe vom Bund Naturschutz vermittelte an einem Vormittag den Kindern viel Wissenswertes über die Pflanzen- und Tierwelt. Die Buben und Mädchen durften mit den kleinen Klebekärtchen ihre „eigene Wiese“ zusammenstellen und anschließend im Naturmobil unter dem Binocular genauestens untersuchen. Auch das Thema Müll wurde mit angesprochen. So kann zum Beispiel ein kleiner Luftballonfetzen der achtlos weggeworfen wurde, einem Tier, das ihn frisst, sehr schaden, mahnte Kolbe die Kinder. „Kinder sind im Vergleich zu uns Erwachsenen noch in der Lage, Feinheiten viel genauer zu sehen als wir Erwachsene. Sie sausen mit ihren Forscherauftrag los und finden mit ihrem differenzierten Blick viele Sachen, die wir nicht wahrnehmen würden“, erklärt die Biologin. Im Naturmobil, als die Kinder ihre Pflanzen und Tiere unter dem Mikroskop betrachteten, war oft ein „Schau mal, das Blatt hat ja Stacheln2 oder „Der Käfer hat ein richtiges Dreieck auf dem Rücken“ zu hören.

Unterschiedliche Interessen

Sehr interssant, die Pflanzen genauer zu untersuchen. Foto: Theresia Luft
Sehr interssant, die Pflanzen genauer zu untersuchen. Foto: Theresia Luft

Das seien die Flügel der Baumwanze, die übereinanderliegen, erklärte Kolbe oder sagte: „Schau, aus der Blüte kannst du ein Blatt rausrupfen und untersuchen.“ Den Mädchen hatten es eher die Blumen und den Jungs die Insekten angetan, die sie in den Napfschälchen unter dem Mikroskop genauestens betrachten konnten.

Die 3/4-Klasse beschäftige sich mit dem Energie- und Klimawandel und machte Experimente dazu. An sieben Stationen erbarbeiteten sich die Mädchen und Buben ihr Wissen. Gestalteten in den Gruppen Plakate und stellten den anderen Kindern ihr Thema, jeweils in einem interessanten Kurzreferat mit ihren persönlichen Erfahrungen, vor. So wurden das Schmelzen der Gletscher und seine Auswirkungen auf uns Menschen simuliert, Versuche mit kleinen Solarzellen durchgeführt und die unterschiedlichsten Messinstrumente ausprobiert.

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