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Glaube

Weibhischof feierte Kirchenjubiläum mit

Vor drei Jahrhunderten wurd die Kirche St. Johannes Baptist in Langenerling erbaut. Reinhard Pappenberger erteilte den Segen.
Von Josef Eder

  • Der Festzug mit Weihbischof Reinhard Pappenberger, Pfarrer Josef Moritz und dem Geiselhöringer Stadtpfarrer und gebürtigen Langenerlinger Josef Ofenbeck sowie vielen VereinsabordnungenFoto: lje
  • Der Regensburger Weihbischof Reinhard Pappenberger Foto: lje

Hagelstadt. Die Kirche St. Johannes Baptist in Langenerling wurde am Samstag, 8. September, 300 Jahre alt. Einen Tag später nahm das Pfarrdorf dieses Jubiläum zum Anlass, ein Fest zu feiern. Dazu erschien auch der Regensburger Weihbischof Reinhard Pappenberger. Der Kirchenfürst war fünfzehn Jahre „Rector ecclesiae (Kirchherr)“ in dem zur politischen Gemeinde Hagelstadt gehörenden Dorf. Der „Rector ecclesiae“ (Kirchenrektor) ist ein direkt vom Bischof eingesetzter Priester, dem die Obhut für eine Kirche anvertraut ist, die nicht Pfarrkirche oder Klosterkirche ist.

Der Regensburger Weihbischof Reinhard Pappenberger Foto: lje
Der Regensburger Weihbischof Reinhard Pappenberger Foto: lje

Wie damals vor drei Jahrhunderten, als der damalige Regensburger Weihbischof Gottfried Langwerth von und zu Simmern (1669 bis 1741) die Kirche weihte, erteilte ihr Pappenberger am Kirchportal, dessen Türschwelle neu ist, den gleichen Segen. „Wer immer diese Schwelle überschreitet, erfahre hier Weihe und Trost“, sagte er. Dabei zeichnete er mit seinem Hirtenstab das Kreuzzeichen auf den Boden des Gotteshauses und schritt im Anschluss gemessenen Schrittes in den Altarraum zum Volksaltar. Dort warteten Pfarrer Josef Moritz und sein Amtsbruder, der Geiselhöringer Stadtpfarrer und gebürtiger Langenerlinger Josef Ofenbeck, die den Festgottesdienst mit Pappenberger feierten.

Pfarrer Moritz betonte bei der Begrüßung Pappenbergers im Gotteshaus, zu dem die Ortsvereine und viele Ministranten und Ministrantinnen den hohen Vertreter des Bistums begleiteten, dass die Menschen damals mit vielen Entbehrungen und unter Mühen das Bauwerk errichteten.

Maria ist überall gegenwärtig

Die prächtige Kirche in LangenerlingFoto: lje
Die prächtige Kirche in LangenerlingFoto: lje

Pappenberger predigte am Ambo. Links von ihm erhob sich die prächtige aus Stein erbaute Kanzel, auf deren Baldachin der Kirchenpatron Johannes Baptist steht. Dem Kirchenbesucher sticht sofort ins Auge, dass die Gottesmutter Maria nahezu überall, ob als Deckengemälde oder Rosenkranzkönigin im Altar- oder Kirchenraum gegenwärtig ist. In seiner Ansprache fragte der Weihbischof: „Wozu wurde die Kirche, die dem Patronat St. Johannes Baptist gewidmet ist, gebaut? Eine ältere Vorkirche war im heutigen unteren Teil des schlanken Kirchturms. Sie muss im 8. Jahrhundert, zur Zeit des Diözesanpatrons, des hl. Wolfgang, entstanden sein.“ Es sei erfreulich, dass das Gotteshaus zu seinem Jubeltag voll besetzt sei. Vor seinem geistigen Auge sehe er „viele, die nicht mehr unter uns sind. Ich weiß, wo sie hier, in ihrem Sehnsuchts- und Hoffnungsort, in den Bänken saßen.“

Schauen Sie sich in der Kirche um: Klicken Sie einfach in das 360-Grad-Bild, um zu starten, und nutzen Sie dann ihre Maus (oder ihren Finger, wenn Sie ein mobiles Endgerät nutzen), um sich im Bild zu bewegen:

Die Kirche Langenerling im Kreis Regensburg - Spherical Image - RICOH THETA

Die Kapelle Toni Schmidt, die Musikgruppe Langenerling und Markus Meier an der Orgel musizierten beim Gottesdienst, der mit „Ein Haus voll Glorie schauet“ begann und mit dem feierlichen Tedeum endete. Im Jahr 1718 bekam Langenerling, heute ein Ortsteil von Hagelstadt, die als Saalkirche mit eingezogenem Chor errichtete Pfarrkirche. 300 Jahre bedeuten, dass die Kirche viele Zeiten des Wandels miterlebt hat. Bereits um 800 soll sich eine Kirche in Langenerling befunden haben.

1988 bis 1992 wurde renoviert

Der Regensburger Weihbischof Reinhard Pappenberger Foto: lje
Der Regensburger Weihbischof Reinhard Pappenberger Foto: lje

Da das Gotteshaus immer wieder Kriegshandlungen und Bränden zum Opfer fiel, wurde es schließlich 1710 zugunsten eines Neubaus abgerissen. 1988 bis 1992 wurde die Kirche letztmalig umfassend renoviert. Das Glanzstück der Ausstattung ist der Aufbau des Hochaltars aus Stuckmarmor. Eingebaut ist eine zweistöckige Empore. Im Jahr 2006 nach der Bildung der Pfarreiengemeinschaft von Hagelstadt und Langenerling übernahm Pfarrer Moritz auch die Langenerlinger Pfarrangehörigen.

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