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Hemau verabschiedet Stefan Förth

Der Kirchenmusiker verlässt die katholische Gemeinde nach fast acht Jahren.
Von David Santl

Stefan Förth (links) wurde von seinen Hemauer Chören mit selbstgedichteten Liedern überrascht.  Foto: David Santl
Stefan Förth (links) wurde von seinen Hemauer Chören mit selbstgedichteten Liedern überrascht. Foto: David Santl

Hemau.Die Stadtpfarrei St. Johannes Hemau ist um einen beliebten Mitarbeiter ärmer geworden. Am Sonntag mussten die Chöre und Pfarreimitglieder nach fast acht Jahren von ihrem Chorleiter und Kirchenmusiker Stefan Förth Abschied nehmen. Der 33-Jährige tritt zum 1. April eine Stelle in Ottobrunn bei München an.

Doch so einfach ließen ihn die Hemauer dann doch nicht gehen. Nach den Sonntagsgottesdiensten, die von seinen Chören gestaltet wurden, konnte sich bei einem Empfang im Jugendheim jeder persönlich von Stefan Förth verabschieden. Schon in den Gottesdiensten hielt Stadtpfarrer Berno Läßer eine Abschiedsrede für seinen Kirchenmusiker. „Du bist ein richtiger Künstler. Mit deiner Spontanität hast du sogar mich überrascht“, gestand Läßer lachend ein. Er würdigte Förth als einen stets loyalen Mitarbeiter, der es durch seine Kirchenmusik geschafft habe, die Gläubigen in eine andere Welt hinüber zu nehmen. „Mit deiner Art wirst du uns allen fehlen“, erklärte der Stadtpfarrer.

Er habe jedoch Verständnis für die Entscheidung des Kirchenmusikers. In seiner Hemauer Zeit sei im Leben des 33-Jährigen viel passiert: Er habe zum Beispiel in der Stadtpfarrkirche St. Johannes seine Frau Tabea geheiratet. Mittlerweile sind die beiden Eltern der kleinen Tochter Cäzilia – auch das zweite Kind ist schon unterwegs. Da Hemau jedoch nur eine 50-Prozent-Stelle für einen Kirchenmusiker hat, entschied sich Förth, eine 100-Prozent-Stelle anzunehmen.

Beim Empfang im Jugendheim hatten seine Chöre extra bekannte Lieder für ihn umgedichtet: Im Lied der Young Voices ging es unter anderem um die Gummibärchen, die es in Förths Chorproben gab. Bereits nach der letzten Probe am vergangenen Freitag überraschten sie ihn mit einer großen Party. Auch der Kirchenchor hatte ein Lied vorbereitet, in dem es darum ging, dass Förth, der ja gebürtiger Franke ist, nun endlich den Oberpfälzer Dialekt verstehen würde. Die Kirchenmäuse verabschiedeten ihren Chorleiter mit lustigen Versionen von den Liedern „Bella Ciao“ und „Ich schwör.“ Auch die eine oder andere Anekdote, wie die Vorliebe Förths für Eierlikör, wurde bei diesem Empfang lebendig.

„Hier in Hemau gab es für mich so viele schöne Momente. Diese Zeit will ich nicht missen“, gestand Förth sichtlich gerührt. Bis auf Weiteres ist nun Michael Weinhut der neue Kirchenmusiker. „Wie es langfristig aussieht, ist noch nicht offiziell, aber vorläufig werde ich den Dienst als Organist und Chorleiter übernehmen“, so Weinhut.

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