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Bühne

In Aichkirchen traf Liebe auf Hass

Die Theatergruppe Aichkirchen begeisterte mit „Die Geierwally“. Die Zuschauer waren von vielen Szenen gepackt.
Von Beate Popp, MZ

Die Theatergruppe Aichkirchen beeindruckte auf der Bühne. Foto: Popp
Die Theatergruppe Aichkirchen beeindruckte auf der Bühne. Foto: Popp

Hemau.Eine packende Geschichte fesselnd und zugleich spannend aufzuführen: Das verlangt eine echte Schauspielkunst. Der Theatergruppe Aichkirchen ist dies gelungen. Sie hat sich mit dem Schauspiel „Die Geierwally“ wieder einmal selbst übertroffen.

Zu Beginn des Dramas erzählte der Knecht Klettermeier alias Rupert Hierl wie es auf dem Hof der Familie Strominger zuging. In dem bekannten Theaterstück ging es um die reiche Bauerntochter Walpurga Strominger – perfekt gespielt von Vroni Obermeyer –, die sich den patriarchalen Aufforderung ihres Vaters, gespielt von Gerhard Bauer, verweigert, der von ihr verlangt, dass sie den Nachbar-Bauern Vinzenz (Tobias Weber) heiraten soll. „Geierwally“ ist eine stolze Rebellin, die in einem abgeschiedenen Bergdorf lebt und sich gegen ein Umfeld, durchdrungen von Hass, Gier, Neid, Intrigen und Boshaftigkeiten, durchsetzen will. Sie lehnt sich gegen den Heiratswunsch ihres reichen Vaters auf, entscheidet sich gegen den ungeliebten Mann und gegen die Traditionen des scheinbar idyllischen Dorfes und lebt mit ihrem gezähmten Geier in der Verbannung. Doch der Sog zurück in die Gemeinschaft ist stark, und es kommt zu Verstrickungen von Liebe und Hass, Natur und Zivilisation, Gemeinschaft und Außenseitertum.

Mehr Bilder finden Sie in unserer Bildergalerie:

Impressionen von „Die Geierwally“

Die Zuschauer waren gepackt von den Szenen, als der herrische Vater Strominger seine Tochter Wally an den Haaren packte und auf sie einschlug. Auch, als sich die wütende Bauerstochter gegen ihren ungeliebten Heiratskandidaten wehrte, war es im Saal des Gasthauses Meyer ganz still. Das Publikum war gespannt und ergriffen von dem beeindruckenden Theaterstück. Die Dramatisierung des klassischen alpenländischen Trivialromans nahm alle Gefühlsregister auf. Eine spannende, ironische und dennoch ergreifende Geschichte, die das Aichkirchner Ensemble mit ihrem Regisseur Franz J. Meyer mit viel Spielfreude, Körpereinsatz und Kreativität umgesetzt hat.

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