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Hemau

Kirner setzt auf Tangrintler Schauspieler

Schon seit Wochen findet im Knerr-Saal in Neukirchen Schauspiel-Übungsbetrieb statt.
von Bernhard Seiberl

Kirners neues Stück wird derzeit in Neukirchen einstudiert. Foto: B. Seiberl
Kirners neues Stück wird derzeit in Neukirchen einstudiert. Foto: B. Seiberl

Hemau.Autor Jürgen Kirners zweites Theaterstück „Der Beste für die Besten“ geht auf die Zielgerade. Leider gibt es dieses Stück nicht in Hemau auf der Bühne des Kulturtadels zu sehen, aber es besteht die Möglichkeit bei der Aufzeichnung mit dabei zu sein. Aufgezeichnet wird das Stück „Der Beste für die Besten“ am 21. und 22. Juni im „Kleinen Theater in Haar“. Voraussichtlicher Sendetermin des BR ist im Herbst 2019. Tickets sind bereits jetzt im Tangrintler Medienhaus erhältlich. Eventuell kann bei Bedarf ein Bus eingesetzt werden. Bereits im Jahr 2017 fand Kirners Realsatire „Bäcker sucht Frau“ als Uraufführung in Hemau mit dem Tangrintler Volkstheater statt. Schon damals fixierte sich ein neues Theaterstück in den Gedanken des Brettlspitzenchefs, wie er an einem der Hemauer Theaterabende zu erkennen gab.

Der bissige Dreiakter handelt von Menschen, denen es in ihrer Wohlstandswelt eigentlich nicht besser gehen könnte. Doch wer schon viel hat, will immer mehr – die Gier prägt dabei häufig die Handlungsweise der Kommunalverantwortlichen. Die vermeintlich gut angesehenen Personen haben alle Dreck am Stecken.

Im Mittelpunkt der Handlung steht ein egomanischer Oberbürgermeister-Kandidat, der sich zu gut für die Wirtschaft hält und daher in die Politik drängt (der Beste für die Besten). Weitere Hauptfiguren sind ein Landtagsabgeordneter, dessen adelsfanatische Schwester und ihr bauernschlauer Ehemann. Außerdem mit von der Partie: Eine in finanzielle Not geratene Provinzfürstin sowie die aus einer verarmten Industrieellenfamilie stammende OB-Gattin.

Die beiden Damen finden ihr Glück, zuvor wird aber noch der neu gewählte OB und Ehemann entsorgt. Freunde des schwarzen Humors kommen hier auf jeden Fall auf ihre Kosten, denn es tun sich jede Menge zwischenmenschlicher Abgründe auf. Dies sind die Zutaten für eine turbulente Politsatire, die man sich genauso in Regensburg, seiner näheren Umgebung, oder auch anderswo vorstellen könnte.

Die Kunst einen prall gefüllten Dreiakter in ein minutiös geplantes Fernsehformat zu pressen, bedeutet viel Arbeit, eine Herausforderung für Regisseur aber auch für alle Schauspieler, egal ob Laie oder Profi.

Zum Ensemble gehören die Laiendarsteller des Tangrintler Volkstheaters, Klaus Schmidmeister, Sabine Hiltl, Emi Strunz, Wolfgang Kamm, Sonja Seiberl und Franz Meyer, die TV-SchauspielerInnen Marion Schieder, Marget Flach und Philipp W. Wilhelm sowie Berthold Kellner, Kirstin Rokita, Josefine Spörer, Anita Bösl und Claudia Pausch. Für die Inszenierung ist Dieter Woll verantwortlich. (lbe)

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