MyMz
Anzeige

Feier

Maschkerer stürmen Hemau

Bald steigt in der Stadt wieder der bunte Faschingszug. Hinter der Großveranstaltung steht der erst 20-jährige Andreas Ehrl.
Von David Santl

Am 23. Februar werden wieder unzählige Faschingsbegeisterte die Stadt unsicher machen.  Foto: David Santl
Am 23. Februar werden wieder unzählige Faschingsbegeisterte die Stadt unsicher machen. Foto: David Santl

Hemau.Die kreativsten Maskeraden, Bonbons und Konfetti bis zum Abwinken und fröhlich feiernde Menschen wohin das Auge blickt: Es gibt unendlich viele Gründe, warum der Hemauer Faschingszug einer der größten und beliebtesten in der ganzen Region ist. Das wird sich auch am Sonntag in einer Woche wieder zeigen, wenn es ab 14 Uhr wieder „Tangri Tangri“ und „Helau Hemau“ durch die bunte Tangrintler Narrenhauptstadt schallt.

Hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen auf diesen einen Nachmittag aber schon seit Monaten auf Hochtouren. An vielen mehr oder weniger „geheimen“ Orten werkeln die Vereine zur Zeit an den schönsten und kreativsten Faschingswägen und auch bei Andreas Ehrl, dem Faschingszug-Organisator der Stadt Hemau, gibt es zur Zeit kein anderes Thema. Der 20-Jährige ist in diesem Jahr zum ersten Mal für das närrische Treiben in der Innenstadt verantwortlich.

43 Gruppen sind dabei

Am 23. Februar verwandelt sich Hemau wieder in eine bunte Narrenmetropole.
Am 23. Februar verwandelt sich Hemau wieder in eine bunte Narrenmetropole.

Angespannt wirkt Ehrl dabei nicht – im Gegenteil. Er weiß, wovon er spricht. „Ich habe schon ganz früh mit dem Organisieren angefangen, dann habe ich jetzt keinen Stress“, erzählt Ehrl. Eine große Verantwortung bringe diese Aufgabe dennoch mit sich: „Das ist kein Zuckerschlecken.

Eine Karte mit allen Faschingszügen in der Region finden Sie hier.

Außenstehende wissen gar nicht, wie aufwendig die Organisation des Faschingszugs ist“, meint Ehrl, während er in einem großen grauen Ordner mit der Aufschrift „Faschingszug 2020“ blättert. Dort sind alle 43 Gruppen aufgelistet. „Heuer sind es drei Gruppen weniger als 2019“, berichtet Ehrl. Die Teilnehmerzahl beziffert er auf 1600 bis 1700 Personen. Im letzten Jahr waren es rund 1800.

Veranstaltungen

Die Faschingszüge in Ostbayern

Der Ostbayerische Faschingszug in Regensburg ist der erste Gaudiwurm in der MZ-Region. Alle Termine finden Sie hier.

Einen Rekord-Faschingszug wie im vergangenen Jahr wird es dieses Mal also nicht geben. Das findet Andreas Ehrl aber nicht schlimm: „Nicht dass uns bei der Aufstellung am Volksfestplatz noch irgendwann der Platz ausgeht.“ Neben den Teilnehmern rechnet Andreas Ehrl wieder mit 18 000 bis 20 000 Zuschauern. „Aber dazu muss natürlich das Wetter passen.“

Ärger mit Wildpinklern

Am 23. Februar verwandelt sich Hemau wieder in eine bunte Narrenmetropole.
Am 23. Februar verwandelt sich Hemau wieder in eine bunte Narrenmetropole.

Damit sowohl Teilnehmer als auch Zuschauer wieder einen im positiven Sinne unvergesslichen Faschingszug erleben, braucht es Regeln: Vor allem Wildpinkler haben im letzten Jahr für teils großen Ärger gesorgt. „Hinterher hatten wir massive Beschwerden von Anwohnern. Einige haben sich einfach in irgendwelchen fremden Gärten erleichtert“, blickt Ehrl zurück. Deshalb wird die Polizei verstärkt ein Auge darauf haben. Auch die Stadt reagiert: Beim „Bleicher-Anwesen“ in der Regensburger Straße werden mehr Toiletten aufgestellt.

Verkehr

Faschingszug: Mehrere Straßen gesperrt

Am 16. Februar machen die Narren Regensburgs Straßen unsicher. Der Bahnhof kann nur von einer Seite aus angefahren werden.

Zudem spielt das Thema Alkohol immer eine Rolle. Gerade der Vorfall im letzten Jahr beim Faschingszug in Teugn wird auch im Hemauer Rathaus diskutiert. Dort kletterte ein stark alkoholisierter 18-Jähriger auf die Brüstung eines Faschingswagens und fiel auf die Straße. Er zog sich so schwere Verletzungen zu, dass er ins künstliche Koma versetzt werden musste. Als Konsequenz wird es in Teugn heuer keinen Faschingszug geben.

„Da kann ich nur an die Vernunft jedes Einzelnen appellieren“, sagt Andreas Ehrl. Teilweise würden Richtlinien wie die 0,0-Promille-Grenze für Fahrer und Wagenbegleiter auf Unverständnis bei den Gruppen stoßen. „Das alles den Gruppen zu erklären, ist eine Herausforderung“, so Ehrl.

Freizeit

Faschingstermine der Seelania Steinberg

Die närrische Zeit nähert sich ihrem Höhepunkt. Der 18. Gaudiwurm ist vorbereitet, bereits 30 Zugnummern angemeldet.

Insgesamt gibt es bei den Hemauer Gaudiwürmern aber nie größere Zwischenfälle. „Im letzten Jahr haben Polizei, Feuerwehr und Rotes Kreuz den Faschingszug sehr gelobt“, freut er sich. Das Problem mit dem Müll ist ebenfalls besser geworden: „Wir stellen wieder Mülltonnen auf“, informiert Ehrl.

Erstmals wird der Stadtplatz in diesem Jahr übrigens bis 7 Uhr am Rosenmontag gesperrt sein. So bleibt mehr Zeit für Aufräumarbeiten. Und auch für das leibliche Wohl wird in diesem Jahr besonders gut gesorgt sein:

Zum ersten Mal gibt es Grillbuden der Prinzengarde in der „Prinzengaude-Bar“ und der Feuerwehr vor der Apotheke am Rathaus. Die Hemauer Faschingsfans brauchen sich also keine Sorgen machen: Es ist alles angerichtet für einen bunten und „narrischen“ Faschingszug 2020.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht