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WIndkraft

Regionale Energiewende vom Winde verweht

Die sieben Kommunen, die am Tangrintel gemeinsam die Windkraftnutzung planen wollten, werden ihren Verbund wohl auflösen.
Von Martina Hutzler, MZ

Nach optimistischem Start  herrscht mittlerweile Flaute in Sachen Windkraft auf dem Tangrintel.
Nach optimistischem Start herrscht mittlerweile Flaute in Sachen Windkraft auf dem Tangrintel. Foto: dpa

Kelheim.Das Tischtuch zwischen den sieben Gemeinden, die ursprünglich gemeinsam den Windkraft-Ausbau am Tangrintel planen wollten, scheint zerschnitten: Der Planungsverbund von Ihrlerstein, Essing, Painten (Kreis Kelheim) sowie Hemau, Sinzing, Deuerling und Nittendorf wird wohl aufgelöst. Das sagte Essings Bürgermeister Jörg Nowy am Donnerstag nach einem Treffen der Bürgermeister der sieben Kommunen. Die letzte Entscheidung liege allderdings bei den jeweiligen Stadt- und Gemeinderäten, betonte Nowy. Diese werden dann wohl auch beraten, ob sie im Alleingang oder in kleineren Verbünden erneut an eine Windkraft-Planung gehen.

Wie berichtet, haben die sieben Kommunen vor über zwei Jahren begonnen, gemeinsam einen Teil-Flächennutzungsplan aufstellen, der Zonen für eine Windkraft-Nutzung festlegt. Der Plan wäre Voraussetzung gewesen für den geplanten Windpark im Paintner Forst. Nach Bürgerprotesten aus einigen Ortsteilen haben nun aber Deuerling und Nittendorf den Planentwurf abgelehnt: Deuerling forderte eine Verschiebung der Windparkzone im Paintner Forst in Richtung Ihrlerstein und Painten. Nittendorf forderte gar, dass in den sieben Gemeindegebieten Windräder nur noch mit 2000 Metern Mindestabstand zur nächsten Wohnbebauung geplant werden dürfen.

Nittendorfs Forderung sei das Aus für die gemeinsame Planung, urteilt Essings Bürgermeister: Damit würden nach seinen Worten im Paintner Forst allenfalls noch drei, vier Standorte übrig bleiben; das sei kaum mehr wirtschaftlich. Er sei enttäuscht, dass das Gemeinschaftsprojekt geplatzt sei: „Wir haben viel Zeit und Geld hineingesteckt und auch die Überzeugung, auf Windkraft zu setzen.“ Dass diese erneuerbare Energie in Bayern nun in der Sackgasse stecke, sei aber auch auf die Kehrtwende der bayerischen Staatsregierung bei der Energiewende zurückzuführen, kritisierte der Freie Wähler-Politiker.(hu)

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