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Politik

Tischhöfer tritt für die CSU an

Zwei Kandidaten stellten sich: Die Verbände, Hemau, Hohenschambach, Aichkirchen und Klingen votierten deutlich.
Von Bernhard Seiberl

Herbert Tischhöfer geht für die CSU als Bürgermeisterkandidat bei den kommenden Kommunalwahlen ins Rennen. Fraktionssprecher Thomas Gabler (links) und Bürgermeister Hans Pollinger (rechts) gratulierten. Foto: Bernhard Seiberl
Herbert Tischhöfer geht für die CSU als Bürgermeisterkandidat bei den kommenden Kommunalwahlen ins Rennen. Fraktionssprecher Thomas Gabler (links) und Bürgermeister Hans Pollinger (rechts) gratulierten. Foto: Bernhard Seiberl

Hemau.Mit einem überraschend deutlichen Ergebnis von 92 zu 18 stimmten die vier CSU-Ortsverbände, Stadt Hemau, Hohenschambach, Aichkirchen und Klingen für Herbert Tischhöfer.

Nachdem Ende Januar Bürgermeister Hans Pollinger im Rahmen der Jahresversammlung seinen Verzicht auf eine weitere Kandidatur bekannt gab, beschlossen die vier Ortsverbände, ihren Bürgermeisterkandidaten in einer eigenen Versammlung zu wählen.

Neben den wahlberechtigten CSU-Mitgliedern wurden auch interessierte Zuhörer am Freitag zur öffentlichen Versammlung im Landgasthof Ferstl-Bruckmeier eingeladen. Der Hohenschambacher Ortsvorsitzende Thomas Gabler, Moderator der Versammlung, dankte in seiner Laudatio dem scheidenden Bürgermeister Hans Pollinger für 24 Jahre, in denen er das Beste für sein Hemau erreicht habe und lobte Pollinger dafür, immer den geraden Weg gewählt zu haben.

Zu den beiden Kandidaten Stefan Mirbeth und Herbert Tischhöfer: „Wir haben Glück, gleich zwei Kandidaten, die befähigt sind, zu haben. Andere Hemauer Parteien haben seit Jahren keinen Kandidaten“. Nachdem Robert Pollinger Herbert Tischhöfer empfahl und Klaus Schmidmeister als Gegenkandidaten Stefan Mirbeth, hatten beide Kandidaten in einer auf 30 Minuten begrenzten Redezeit die Möglichkeit, ihre Beweggründe für die Kandidatur vorzubringen.

Herbert Tischhöfer beschrieb, dass ihn als Vertreter des 1. Bürgermeisters die Vielfalt der Themen begeistere. „Ich werde nicht versuchen in den Fußstapfen meines Vorgängers zu gehen, denn ich möchte meine eigenen Spuren hinterlassen“, erklärte Tischhöfer. Er wolle seine eigene Politik machen, Finanzpolitik mit Augenmaß und eine eigene Baulandpolitik ohne Spekulanten betreiben. „Wir wollen die zielführende Gemeinde im westlichen Landkreis Regensburg bleiben“, betonte der Bewerber. Seine Devise sei: agieren, nicht reagieren. Im eigenen Bereich solle angepackt werden, was machbar sei. So könnten in der Pflege Wohnformen vor Ort selbst gestaltet werden. Bei Entscheidungen sei der Bürger zu beteiligen. Und bezüglich einer Städtepartnerschaft wäre im Zeichen der Friedenspolitik noch Luft nach oben, erklärte Tischhöfer.

Sein Gegenkandidat Stefan Mirbeth sagte, er sei seit frühester Zeit von der Kommunalpolitik angesteckt, „sei es durch meine Familie oder als Herausgeber der Tangrintler Nachrichten.“ Die Hemauer hätten sich eine lebens- und liebenswerte Kommune geschaffen. „Trotz der wenig optimalen Lage sind wir ein attraktiver Standort.“ Nach dem Motto „Wohnen, Arbeiten, Leben und Freizeit“, gelte es, diese „Gesunde Mitte“ zu erhalten und auszubauen. Die Verkehrsproblematik bezeichnete Mirbeth als nahezu katastrophal. Mit einer besseren Vertaktung, einem Citybussystem, müssten die Bahnhöfe in Beratzhausen und Deuerling zum Vorteil der Berufspendler und Schüler herangeholt werden.

„Handel-Handwerk-Dienstleistung“ – nach dieser Devise habe die Situation im ehemaligen Kasernenareal keinen Mehrwert für Hemau. Hier gilt es abzuwarten, bis eine mögliche veränderte Situation neue Machbarkeiten biete. Am erworbenen Grunwaldareal, das an die Tangrintelhalle und das Schulzentrum angrenzt, sei der geeignete Grund für eine Realschule schon vorhanden. „Die Realschule gehört nach Hemau und nicht nach Nittendorf“, betonte Mirbeth.

Anschließend standen für die geheime Stimmabgabe sogar Wahlkabinen bereit. Die Auszählung brachte mit 92 zu 18 Stimmen doch ein sehr deutliches Ergebnis für Tischhöfer. Mit diesem großen Vorsprung hatte der Sieger nicht gerechnet. Loyal gratulierte Mirbeth Tischhöfer zum Erfolg.

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