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Brauchtum

Volksfest: Ein Schlag zum Startschuss

Das Spektakel in Hemau ist eröffnet. „Schmackhaft, aufbauend und süffig“, sagte der Bürgermeister über das Festbier.
Von Beate Popp, MZ

Noch bis Dienstag dauert das Spektakel. Die schönsten Bilder zeigen wir in unrerer Galerie.

Hemau.Seit Freitagabend ist der ganze Tangrintel in Feierlaune. Bürgermeister Hans Pollinger gab den offiziellen Startschuss für das Volksfest 2017. „O zapft is“, verkündete der Rathauschef, nachdem er gekonnt mit nur einem Schlag das erste Fass des Festbieres von der Schlossbrauerei Eichhofen angezapft hatte.

Der bernsteinfarbene Gerstensaft floss allerdings schon vorher, als sich am Stadtplatz viele Hemauer bei Freibier und Blasmusik auf die kommenden Festtage einstimmten. Die Stadtkapelle und die Musikkapelle „Die jungen Wilden“ aus dem Labertal sorgten beim Standkonzert für den nötigen Schwung, bevor sich das Stadtoberhaupt, die Stadträte, Volksfestreferent Franz Hofmeister, der Bräu Michel-Andreas Schönharting und Festwirt Burkhard Greiner mit seinem Service-Personal sowie zahlreiche Vereinsabordnungen auf den Weg zum Bierzelt machten.

Fulminate Show zum Auftakt

Ein Prosit auf den Gesternsaft bei der Bierprobe
Ein Prosit auf den Gesternsaft bei der Bierprobe

Beim Bieranstich war das festlich geschmückte Festzelt bereits gut gefüllt und kurz darauf sorgte die „gong fm Band“ mit einer fulminanten Bühnenshow und tollen Songs dafür, dass die gute Laune schnell anstieg und bald die ersten Festbesucher auf den Bänken standen und kräftig mitsangen. Bereits im 18. Jahr sind die sechs Vollblutmusiker der „gong fm Band“ in Ostbayern unterwegs. Nur auf dem Hemauer Volksfest spielten sie bislang erstaunlicherweise noch nie.

Getestet und für gut befunden hatte das Festbier aus Eichhofen bereits am Mittwoch eine illustre Schar von Gästen im Wirtshaus Deglbauer. „Ein schmackhaftes, aufbauendes und süffiges Bier mit einer goldenen Farbe, das zügig getrunken werden kann“, beschrieb Bürgermeister Hans Pollinger den Gerstensaft bei der traditionellen Bierprobe. Gebraut wurde das Festbier heuer von der Schloßbrauerei Eichhofen. „Das Hemauer Volksfest ist weit über die Grenzen hinaus bekannt und es freut uns, dass das Bier in diesem Jahr aus unserer Brauerei kommt“, erklärte bei dieser Gelegenheit Brauerei-Chef Michel-Andreas Schönharting.

Braumeister Michael Trübswetter versicherte den Gästen, darunter auch der frühere Landrat Herbert Mirbeth, Stadträte sowie Vertreter der Feuerwehr, der Behörden und Mitarbeiter der Stadtverwaltung und des Bauhofes, dass für das Volksfestbier beste Rohstoffe verwendet wurden. „Malz aus der Region verfeinert mit Hallertauer Hopfen geben dem Bier den guten Geschmack“, betonte der Braumeister. Das Festbier sei sechs Wochen im Felsenkeller gereift und habe eine Stammwürze von 13,74 Prozent bei einem Alkoholgehalt von sechs Prozent, so der Braumeister. Insgesamt 200 Hektoliter Festbier wurden für das Tangrintler Volksfest bereitgestellt.

Gemäß alter Traditionen, musste das Bier früher, bevor es verkauft wurde, erst von Kennern bestätigt werden. Und so ist es auch heute noch der Brauch, deshalb soll bei der Bierprobe das Festbier von den anwesenden Gästen für gut befunden werden, wussten anwesende Bierkenner.

Musikalisch umrahmten die Tanngrindler Musikanten unter der Leitung von Dr. Frieder Rosskopf den Abend im Wirtshaus Deglbauer. Nach einem Deglbauer-Steak mit Bratkartoffeln und Kartoffelsalat ließen sich die Gäste den Gerstensaft schmecken. Aber nicht nur der Gerstensaft wurde an diesem Abend getestet, auch Geschicklichkeit, geistige Fitness und Kraft waren an diesem Abend gefragt.

Um das leibliche Wohl der Gäste kümmert sich während der fünf Volksfesttage das Festwirtsehepaar Röwert. Mit einem neuen Kassensystem, das es erstmals auf der „Hemauer Wiesn“ gibt, können die Gäste schneller und effektiver versorgt werden, versichern sie. Auf zwei Monitoren wird im Festzelt aktuell über den Wiesenbetrieb informiert. Die Bar wird vom Café Musica betrieben und um das Weinzelt kümmert sich Adolf Pöppl mit täglich wechselndem Musikprogramm.

Zur Volksfest-Tradition gehört auch der Tangrintelnachmittag am Samstag. Dazu sind von der Stadt Hemau alle Senioren eingeladen, die das 70. Lebensjahr bereits vollendet haben. „Aber auch für die jüngere Generation ist an diesem Nachmittag ein bunter Strauß aus Tanz, Musik und Gesang geboten, volkstümliche Aufführungen sowie verschiedene Couplets“, verrät Moderator Dr. Frieder Rosskopf. Musikalisch umrahmt wird der Nachmittag von den Tanngrindler Musikanten. Der Abend gehört dann ganz der Band „Donnaweda“.

Gottesdienst im Festzelt

Auch der ökumenische Zeltgottesdienst am Sonntag um 10.30 Uhr ist längst zu einem festen Brauch geworden. Dazu spielt die Stadtkapelle Hemau. Stadtpfarrer Thomas Gleißner wird zusammen mit dem evangelischen Geistlichen Max Lehnert den Gottesdienst gestalten, der zugleich der Jubiläumsgottesdienst für die VdK-Mitglieder aus Hemau und ihren Partnerverein aus Leifers/Südtirol ist. Anschließend ist Frühschoppen.

Am Sonntagnachmittag ist das Fernsehen zu Gast im Hemauer Festzelt. Unter der Moderation von Jürgen Kirner geben sich ab 14.30 Uhr eine reihe von Schauspielern aus der Fernsehserie „Dahoam is dahoam“ ein Stelldichein im Festzelt. Die Schauspieler werden mit Fragestunde, Singeinlagen, Selfies und einer Autogrammstunde unterhalten. Bobbe, der Oberpfälzer Kabarettist, der sich selbst als urig, deftig, heftig bezeichnet, wird das Bierzelt „aufmischen“, bevor es am Abend bayrisch, frech und spritzig mit der Band „Die Ganoven“ aufgeht. Gegen 22 Uhr findet die Gratisverlosung statt. Als Gewinn locken Einkaufsgutscheine im Wert von 200 bis 500 Euro.

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