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Bürgerversammlung

Der viele Verkehr nervt die Bürger

Die Holzheimer wollen Autobahnflüchtlinge stoppen. Die Ortsdurchfahrt soll für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen beschränkt werden.
Von Ralf Strasser

Der Anton-Feuerer-Platz war eine der Herausforderungen. Viel Geld floss dabei in den „Untergrund“. Foto: Ralf Strasser
Der Anton-Feuerer-Platz war eine der Herausforderungen. Viel Geld floss dabei in den „Untergrund“. Foto: Ralf Strasser

Holzheim.Ein Bürgermeister auf Informationskurs. Andreas Beer informierte in Holzheim und Bubach über den Status Quo der Gemeinde, referierte über Haushaltszahlen, bilanzierte ein erfolgreiches Jahr 2018, zeigte Daten, Fakten und Statistiken zu Finanzen, Sanierungsmaßnahmen und Investitionen. Die Finanzlage sei solide, man sei auf die künftigen Herausforderungen finanziell vorbereitet.

„Das Ziel war, dass wir bei 740 000 Euro Rücklagen am Jahresende ankommen, letztendlich sind es 1,25 Millionen, die wir für das nächste Haushaltsjahr in die Planung nehmen können“, so Beer. Die Bevölkerung hält sich stabil bei 983 Einwohner. Das könnte sich aber ändern, immerhin setzt die Gemeinde auf Zuwachs, der sich durch die Baugebiete „Grubstraße“ und „Am Kirchfeld“ generieren soll. „Da haben wir auf die große Nachfrage in der Bevölkerung reagiert, auch für den Mietwohnungsmarkt, insgesamt sollen in Summe 50 Bauplätze entstehen.“

In diesem Zusammenhang sprach Beer in seinem Ausblick auf 2019 auch die Thematik Kinderhaus an, das von den drei Kommunen Duggendorf, Kallmünz und Holzheim betrieben wird. „Wir wissen, dass etwa die Kinderkrippe künftig zu klein sein wird, und es steht eine Generalsanierung des Kindergartens an. Wir werden hier eine Lösung finden müssen in den nächsten zwei, drei Jahren.“

Großprojekte abgeschlossen

Zwei Großprojekte bildeten zudem weitere Schwerpunkte in der Bilanz der Bürgerversammlung. So wurde der Friedhof abschließend saniert, die dazu gehörende Infrastruktur erneuert und die Friedhofsatzung auf aktuellen Stand gebracht. Zum anderen gehörte die Neugestaltung des Anton-Feuerer-Platzes auf die To-do-Liste des Gemeinderates. Bis auf den Mehrzweckinfopavillon und die Gestaltung der Grünflächen ist die Umsetzung abgeschlossen. Hier läuft die Ausschreibung.

Eine weitere Herausforderung ist die Kanalsanierung. „Vor allem finanziell“, betonte Bürgermeister Beer. „Wir werden in einem fünfstelligen Eurobereich sanieren müssen. Wir schreiben jetzt aus und gehen noch heuer in geschlossener und offener Bauweise an die Sanierung.“

Aus der Bürgerversammlung

  • Verkehrssicherheit:

    An der Kreuzung zur Burglengenfelder Straße soll nach Bürgerwillen ein Verkehrsspiegel gesetzt werden. Ein Spiegel würde allerdings für eine trügerische Sicherheit sorgen, die Fachstellen raten, von einem Spiegel Abstand zu nehmen.

  • Geschwindigkeiten:

    Es wurde auf der Straße von und nach Kallmünz gemessen und Spitzen bis zu 110 km/h festgestellt.

Zur Verkehrssicherheit: Dazu gehören die allgemeinen Straßensanierungen, die Anforderungsampel an der Staatsstraße ST 2149 und die Straßenbeleuchtung zum Ortsteil Hirschhof. Während nach einem Bürgerbegehren die Straßenbeleuchtung realisiert wird, sorgte die vom Gemeinderat abgelehnte Lichtzeichenlösung für Diskussion in der Bürgerversammlung von Holzheim. Warum könne man alternativ die Ortsdurchfahrt nicht auf 7,5 Tonnen beschränken, um so für mehr Sicherheit zu sorgen? Und notfalls versuchen, mit einer Unterschriftensammlung die Autobahnflüchtlinge vom Ort fernzuhalten. „Das liegt in der Hand des Baulastträgers, des Staatlichen Bauamts“, erklärte Beer, „aber ich werde das zur Sprache bringen.“

Einsparungen durch Bauhof

Viel Geld gibt man zudem für gemeindliche Pflichtaufgaben aus. „Allerdings“, so Beer, „können wir dadurch auch Geld einsparen.“ Etwa durch die Beschaffung eines 115 000 Euro teuren Mehrzweckfahrzeugs für den Bauhof. Damit spare man sich Ausgaben für externe Dienstleistungen, etwa beim Mähen oder dem Winter- und Kehrdienst, die künftig von der Gemeinde multifunktionell selbst erledigt werden.

Und man hält die Feuerwehr auf dem neuesten Stand der Technik: Eine Abgasabsaugung wurde installiert, neue Atemschutzgeräte und -trägerbekleidung wurde angeschafft. Gute Nachrichten auch beim schnellen Internet: Eine entsprechender Vertrag wurde mit der R-KOM abgeschlossen. Der geplante Ausbau mit Glasfaser sorgte für Lob in der Bevölkerung, vor allem in Bubach. „Wir können stolz darauf sein, dass wir bald flächendeckend versorgt werden“, meinte ein Bürger. Die Bestätigung von Andreas Beer: „Ein schlüssiges Konzept, wir sind dann eine der wenigen Gemeinden im Landkreis, die vollkommen umgreifend mit schnellem Internet versorgt wird.“

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