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Gemeinderat

Ein Ja zum Holzheimer Rekordhaushalt

Es gibt dicke Brocken mit insgesamt 1,2 Millionen Ausgaben. Und es gab lange Diskussionen, was wirklich nötig sei.
Von Andrea Leopold

Hier an der Hauptstraße neben dem ehemaligen Edeka-Gebäude soll die neue Anforderungsampel links und rechts angebracht werden. Foto: Leopold
Hier an der Hauptstraße neben dem ehemaligen Edeka-Gebäude soll die neue Anforderungsampel links und rechts angebracht werden. Foto: Leopold

Holzheim. Holzheim. Trotz großer Zahlen verlief die Gemeinderatssitzung entspannt. Mit einem Gesamthaushalt von 2,76 Millionen Euro und kommenden Investitionen in Höhe von 1,2 Millionen Euro legte die Gemeinde einen neuen „Rekordhaushalt“ vor. Besonders die geplanten Investitionen wurden lebhaft diskutiert. Die Vorstellung der Gemeinderäte über den Preis des neuen Rasenmähertraktors für den Sportplatz bewegten sich von 8000 Euro bis 16 000 Euro. Hubert Lautenschlager plädierte für die teuere Lösung, um nicht „alle drei Jahre einen neuen Mäher kaufen zu müssen“. Florian Karl war für die billigere Variante, um „ein Signal nach außen zu setzen, was wir bereitstellen“. Die anderen Vereine dürften sich nicht benachteiligt vorkommen. Bürgermeister Beer vertagte die endgültige Entscheidung auf später, wenn entsprechende Angebote vorlägen.

Ein weiteres Thema waren die Kosten des Breitbandausbaus. Florian Karl wollte wissen, was vom Freistaat zurückkomme bei der Investition von 83 000 Euro für das laufende und 138 000 Euro für das neue Verfahren. Andreas Beer erklärte, dass 80 Prozent beim neuen Verfahren vom Freistaat übernommen würden.

Braucht es die neue Ampel?

Ein weiterer Diskussionspunkt war die Möglichkeit der Vorfinanzierung des Kanals zur Abwasserbeseitigung, die zusammen mit 70 000 Euro aufgelistet ist. Andreas Beer bemerkte, dass man hier eine Mischkalkulation hätte und in den Jahren 2019 und 2020 Rückflüsse von den Bürgern kämen. Die Höhe von 470 000 Euro für den allgemeinen Grunderwerb begründete Beer mit dem Kauf von zwei Parzellen im Baugebiet Grubstraße und Auf der Röth und der Möglichkeit, ein Stück Wald oder Wiese zu kaufen. Auf die Frage von Florian Karl, wie die Zinsen von 11 100 Euro zustande kämen, entgegnete der Bürgermeister, dass diese durch die Schulden der Gemeinde von 355 301 Euro angefallen seien. Dies entspräche aber nur einer pro Kopf-Verschuldung von 362 Euro, was sehr niedrig sei.

Die weitere Investition der neuen Ampelanlage in Höhe von 40 000 Euro erregte sofort den Unwillen von Hans Dirnhofer: „Ich bin gegen die Ampelanlage. Die geplante Ampelanlage ist ein Witz!“. Der Bürgermeister entgegnete, dass ein positiver Grundtenor für die Anforderungsampel erkennbar sei. Sie diene der Verkehrssicherheit für Kinder und alte Leute, die über die Straße kommen müssten. Bei einem Ortstermin hätte ihm die zuständige Behörde beigepflichtet, dass die Anforderungsampel dringend notwendig sei. Darüber wird sicher in den nächsten Sitzungen heftig diskutiert.

Auch der Posten „Sanierung Anton-Feuerer-Platz“ schlägt mit 200 000 Euro kräftig zu Buche. In der Schlussrechnung käme jedoch auch hier ein Beitrag von 75 000 Euro vom Freistaat zurück. Hinsichtlich der Grundsteuer A und B, der Einkommensteuer und der Schlüsselzuweisung verzeichnet die Gemeinde ein leichtes Plus. Den Einnahmen in Höhe von 1,3 Millionen Euro stehen Ausgaben in Höhe von 1,2 Millionen Euro entgegen. Die Gemeinderäte stimmten einstimmig dem Haushalt und dem Finanz- und Investitionsplan für 2018 zu.

Heuer kein Fronleichnamszug

Unter Punkt „Bekanntgaben“ erläuterte der Bürgermeister, dass es leider dieses Jahr keinen Fronleichnamszug geben werde, da der Pfarrer keine Unterstützung bekommen habe. Man werde sich jedoch an Kallmünz oder Bubach anschließen. Hubert Lautenschlager erwähnte die Renovierung der kleinen Kapelle mithilfe der Spendengelder der Kirwagruppe. Zu der Anfrage von Gemeinderat Pius Gratzl, ob es bereits eine Lösung für die Gemeindebücherei in Kallmünz gebe, erklärte Beer, dass es einen Unterschied zwischen Schul- und Marktbibliothek gäbe. „Erwachsenenbildung ist nicht Aufgabe des Schulverbands.“ Der Schulverband wäre aber mit der Erweiterung der Bibliothek einverstanden, solange die Räume nicht schulisch gebraucht würden. Walter Humbs monierte den Dreck der Baustellenfahrzeuge, die durch die Hirschberger Siedlung zum Baugebiet fahren.

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