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Starkstromleitung

Ein Pakt gegen die „Monstertrasse“

Drei Bürgermeister aus dem Landkreis Regensburg und MdL Tobias Gotthardt bekräftigten ihren Widerstand gegen den Südostlink.

Harald Herrmann, Irmgard Sauerer, Tobias Gotthardt und Andreas Beer (v.li.) setzen auf dem Blümlberg ein Zeichen für die Landschaft. Foto: Neu
Harald Herrmann, Irmgard Sauerer, Tobias Gotthardt und Andreas Beer (v.li.) setzen auf dem Blümlberg ein Zeichen für die Landschaft. Foto: Neu

Holzheim.Dezentrale Bürgerenergie und nachhaltige Konzepte statt einer flächenzerstörenden Stromautobahn durch die Oberpfälzer Landschaft, das waren die zentralen Forderungen des 2. kommunalen Trassengipfels, der auf Einladung des Landtagsabgeordneten Tobias Gotthardt auf dem Blümlberg in Holzheim stattfand und einen gemeinsamen Impuls mehrerer Bürgermeister im Landkreis fortschreibt. Die drei Bürgermeister Irmgard Sauerer (Brennberg), Andreas Beer (Holzheim) und Harald Herrmann (Altenthann) haben sich mit Tobias Gotthardt gegen die aus ihrer Sicht „heimatfressende Monstertrasse“ Südostlink von Tennet ausgesprochen. Alle vier gehören den Freien Wählern an.

Auf dem höchsten Punkt des Blümlbergs besiegelten die Rathauschefs ihren Entschluss, sich gegen das Megaprojekt einzusetzen. Dabei geht es um vier konkrete Grundpositionen, die gegenüber Politik und Bundesnetzagentur eingebracht werden sollen. Gemeinsam planen die Bürgermeister und Gotthardt einen offenen Brief, zu dessen Unterzeichnung sie parteiübergreifend einladen: Wichtig war der Runde: „Die Bürgermeister im Landkreis dürfen sich nicht auseinanderdividieren lassen.“

Gotthardt stellte klar: „Der Südostlink ist eine Dinosauriertrasse für dreckigen Kohlestrom – und damit heute schon von gestern.“ Es gelte, sich entschlossen an der Seite der Bürger gegen den Südostlink zu stellen. Über Parteigrenzen hinweg solle dieses Ziel gemeinsam verfolgt werden. Herrmann warb für einen geschlossenen Einsatz gegen die Trasse: „Ich würde mir wünschen, dass sich auch die anderen Bürgermeister solidarisch zeigen, denn nur gemeinsam können wir diesen Wahnsinn verhindern.“

Das Sankt-Florians-Prinzip lehnen die Bürgermeister ab. „Es gibt keinen besseren oder schlechteren Verlauf der geplanten Stromtrasse, sondern nur eine überflüssige Leitung“, betonte Gotthardt. Andreas Beer warnte vor einer großflächigen Zerstörung der Heimat und den nicht absehbaren Folgen für die Landwirtschaft und das Landschaftsbild. „Was hier geplant wird, ist eine Katastrophe. Die Trasse hat in Holzheim, aber auch im gesamten Landkreis, keinen Platz“, erklärte Beer. Zudem durchschneide und gefährde sie mit großer Wahrscheinlichkeit das Trinkwasserschutzgebiet der Stadt Burglengenfeld.

Einig war sich die Bürgermeisterrunde, die Bemühungen des Bayerischen Wirtschaftsministers für eine „echte und dezentrale Energiewende“ zu unterstützen. „Wir sind bereit, auch als Kommunen einen konstruktiven Beitrag zu leisten“, sagte Irmgard Sauerer. Die Bürgermeister planen weitere Aktionen und Gespräche.

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