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Auszeichnung

Festabend für das Ehrenamt in Holzheim

Sechs Bürger erhielten das Ehrenzeichen der Gemeinde. Altbürgermeister Richard Wittl ist jetzt Ehrenbürger.
Von Ralf Strasser

Die Geehrten und der Ehrenbürger Richard Wittl (Vierter von rechts) Foto: Gemeinde
Die Geehrten und der Ehrenbürger Richard Wittl (Vierter von rechts) Foto: Gemeinde

Holzheim.31 Millionen Bürger engagieren sich bundesweit im Ehrenamt, in Bayern sind es fast 5,2 Millionen, die sich einbringen. „Sie sind eine tragende Säule unserer Gesellschaft“, konstatierte Bürgermeister Andreas Beer beim Ehrenabend der Gemeinde Holzheim. Zahlreiche Bürger waren gekommen, um beim Festakt die Menschen im Ehrenamt zu würdigen. Darunter die Mitglieder des Gemeinderates, Pfarrer Andreas Giehrl und viele Vertreter der Vereine, Feuerwehren und Gemeindeverwaltung.

„Nachhaltige Gestaltung“ nannte der Bürgermeister das Miteinander, „und es ist wichtig, dass wir die Menschen, die ehrenamtlich im Hintergrund arbeiten, nach vorne ins Licht stellen und ihnen den Respekt und die Anerkennung zukommen lassen, die sie verdient haben“. Ein erstes „Vergeltsgott“ ging an Alois Igl und Lampert Neudecker. Zwei Männer, ohne die die Pflichtaufgabe des Brandschutzes wohl wesentlich kostenintensiver wäre. Denn sie pflegen als Gerätewarte seit 27 bzw. 20 Jahren die Feuerwehrhäuser, das gesamte Inventar und die Fahrzeuge. Dafür bekommen sie das Ehrenzeichen mit zwei Sternen.

Wie auch Josefa Islinger. Seit 25 Jahren ist sie aus der Filialkirche St. Ägidius nicht mehr wegzudenken. „Sie ist es, die die Kirche auf- und zusperrt, zu Gottesdiensten, Taufen oder Beerdigungen alles vorbereitet, stets ein offenes Ohr für Probleme und Fragen hat als zuverlässiger und konstanter Ruhepol“, erklärte Beer.

Das gilt auch für Alois Beer. 20 Jahre an der Spitze der Jagdgenossenschaft und gar vier Jahrzehnte gilt seine Leidenschaft der Kirche als Kirchenpfleger und Kommunionhelfer. „Er kümmert sich um fast alles rund um die Kirche, ist Bindeglied zwischen Gemeinde und Kirche“, sagte der Bürgermeister. Dafür wurde Alois Beer das Ehrenzeichen mit Krone verliehen. Ausgezeichnet wurden zudem Ewald Metschl für sein Lebenswerk „50 Jahre ASV Holzheim“, einem Verein, den er über Jahrzehnte als Vorsitzender leitete. Anton Schmidmeier erhielt das Ehrenzeichen mit zwei Sternen für sein Wirken als Mesner in der Expositur Peter und Paul in Bubach. 22 Jahre lang füllte er diese Arbeit ehrenamtlich aus.

Abschließend galt es, einen Ehrenbürger zu benennen. Diese hohe Auszeichnung wurde Altbürgermeister Richard Wittl zuteil. „Er war über 18 Jahre mit persönlichem Einsatz weit über sein Amt hinaus aktiv“, betonte Beer. Mit richtungsweisenden Entscheidungen, etwa das Projekt „Christus Kapelle“, bei dem es ihm gelang, besonders viele Bürger für ein Ehrenamt zu motivieren. „Auch jetzt wird Wittl nicht müde, sich zu engagieren, so fährt er seit einiger Zeit einen Bus für Menschen mit Behinderung“, berichtete Beer. Der Dank der Gäste blieb nicht aus. Der Lohn im Ehrenamt: viel Applaus, ein herzlicher Händedruck und die Gewissheit, Gutes zu tun. Den Abend ließ man ausklingen mit herzhaftem Essen, Musik und Gesprächen.

Das Ehrenamt

  • Die Geehrten:

    Alois Igl, Lampert Neudecker, Ewald Metschl, Anton Schmidmeier, Josefa Islinger und Alois Beer wurden mit den Ehrenzeichen geehrt.

  • Ehrenbürger:

    Altbürgermeister Alois Wittl wurde zum Ehrenbürger ernannt.

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