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Holzheim: Blütenzauber auf Grünflächen

Als erste von 21 Landkreiskommunen hatte Holzheim an der Aktion „Blütenzauber in den Gemeinden“ des Landkreises teilgenommen.
Ralf Strasser

In Holzheim fühlen sich Insekten wohl. Foto: Strasser
In Holzheim fühlen sich Insekten wohl. Foto: Strasser

Holzheim.„Holzheim ist im Blütenzauber.“ Ein Kompliment, vor allem wenn es von Josef Sedlmeier, dem Leiter des Landschaftspflegeverbandes im Landkreis kommt. Gemeinsam mit Bürgermeister Andreas Beer begutachtete er die im Herbst 2017 umgebrochenen Grünflächen auf öffentlichem Grund. Als erste von 21 Landkreiskommunen hatte Holzheim an der Aktion „Blütenzauber in den Gemeinden“ des Landkreises teilgenommen.

Hintergrund ist der außergewöhnliche Artenschwund bei Insekten. Die Ursachen sind vielfältig: Eine davon ist der steigende Flächenverbrauch von Siedlungen und der Rückgang von Blühflächen in den Siedlungsräumen. Öffentliche Grünflächen sind häufig artenarme Rasenflächen, wenig attraktive Gehölzpflanzungen oder pflegeintensive Wechselpflanzungen.

Bürgermeister Beer hatte die Anregung des Landkreises aufgegriffen und die Gemeinde mit insgesamt rund 500 Quadratmetern in das Programm eingebracht. Das Resultat kann sich sehen lassen: Fast alle Flächen stehen in den verschiedensten Farben prächtig da. Auf der Großfläche in der Frühlingsstraße etwa säte man nur einen Streifen ein, auch hier finden Insekten eine neue Heimat. „Für die Gemeinde ist das ein voller Erfolg“, betonte Andreas Beer. Nun soll noch eine Infobeschilderung folgen.

„Lästige Nebenwirkungen“ seien ausgeblieben. So wurden bei näherer Beobachtung der Flächen keine Nacktschnecken gefunden, erklärte Beer beim Vororttermin mit Josef Sedlmeier. Im Gegenteil: Eine große Menge an Insekten, Hummeln und Bienen hat die Flächen angenommen. „Wir waren schlichtweg begeistert“, betont Beer. Nur eine Fläche an der Durchgangsstraße 2149 erhält demnächst einen vorzeitigen Schröpfschnitt. Alle weiteren Flächen bleiben auf Empfehlung des Fachberaters bis in den September stehen, damit alle Ansaaten ausblühen können. Sieben Blühflächen sind über den Ort verteilt. (msr)

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