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Gemeinderat

Holzheim ermöglicht Urnenbestattung

Ein Grundsatzbeschluss macht den Weg frei. Die Gestaltung der neuen Grabanlage auf dem Friedhof ist aber noch offen.
Von Ralf Strasser

Der Friedhof in Holzheim soll umgestaltet werden. Foto: Strasser
Der Friedhof in Holzheim soll umgestaltet werden. Foto: Strasser

Holzheim.Der Friedhof der Gemeinde Holzheim bekommt ein frischeres Gesicht. Zu den geplanten Umbauten (die MZ berichtete) gehört auch die Neuordnung der Grabgestaltung und die Frage, wie man künftig auf die Urnenbestattungen eingeht.

Beim Belegungsplan ist der Gemeinderat mit einem Grundsatzbeschluss schon einen Schritt weiter. Der Plan wurde durch mögliche Grabstellen sowohl für Einzelgräber als auch für Urnengräber ergänzt. Das Gremium beschloss, dass vor der Erschließung neuer Grabreihen die Lücken in den bereits vorhandenen Reihen zu füllen sind. Sind diese vergeben, kann mit einer neuen Reihe begonnen werden, die je nach Bedarf als Mischreihe sowohl auf der linken als auch auf der rechten Seite des Friedhofs gestaltet werden soll.

Urnenwand oder Urnenfeld?

Ergebnisoffen bleiben bis zur nächsten Sitzung jedoch die von der Verwaltung vorgestellten Varianten zur Urnenbestattung. In einer Vorabprüfung ermittelte sie die Ausführung einer Urnenstele, Urnenwand und Urnenfeld mit Säulen. Finanziell schlägt eine Urnenkammer in der Urnenstele, in der bis zu drei Aschenkapseln oder zwei Überurnen Platz finden, mit etwa 600 Euro pro Fach in Betonausführung zu Buche. Eine empfohlene Ausführung in Granit erhöht die Aufwendung. Ein Fach in der Urnenwand kostet etwa 400 Euro, ebenfalls in Beton, die Nutzungsdauer ist jeweils 20 Jahre.

Deutlich günstiger und schlichter ist dagegen das Urnenfeld. Hier werden dieselben Kosten wie bei einem Urnengrab veranschlagt. Die Gebühr für ein Urnengrab beträgt aktuell 7,52 Euro im Jahr, somit würde eine Grabstelle für 20 Jahre 150,40 Euro kosten. Die Tendenz der Gemeinderäte geht Richtung Stele oder Urnenfeld. „Es sollte schon ein Bereich mit dabei sein, den man schmücken kann“, so Martin Maier. Dies wäre bei der Urnenwand nicht der Fall.

Das Thema erst einmal vertagt

Für eine schlichtere Form, wie es mit einem Urnenfeld der Fall wäre, war hingegen Michael Dobler. Beides wäre möglich, so Bürgermeister Andreas Beer, der einen möglichen Ortstermin ins Gespräch brachte. Nochmal anschauen, Meinung vertiefen und sich umhören, was die Bevölkerung in der Mehrheit möchte, so sein Vorschlag. Das Gremium einigte sich auf eine Vertagung des Themas.

Gute Nachrichten gibt es nach der örtlichen Prüfung der Jahresrechnung 2016, die ohne Beanstandung genehmigt wurde. Der Rechnungsprüfungsvorsitzende Florian Karl berichtete dem Gemeinderat vom Verlauf der Ausschusssitzung. Dabei ergaben sich die bereinigten Einnahmen und Ausgaben des Verwaltungshaushaltes in Höhe von 1271370 Euro, die des Vermögenshaushaltes betragen 535826 Euro. Der Stand der allgemeinen Rücklagen bezifferte der Ausschuss für das Ende des Haushaltsjahrs mit 1,187 Millionen Euro. Der Gemeinderat genehmigte auch die Zuführung zum Vermögenshaushalt von zusätzlich 131469 Euro. Die erhöhte Zuführung war aufgrund es besseren Ergebnisses im Verwaltungshaushalt möglich geworden. Zudem gab es Spenden von 1550 Euro.

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