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Bildung

Schulverband in ruhigerem Fahrwasser

Der Verband mit Kallmünz, Duggendorf, Holzheim und Wolfsegg verabschiedete den Haushalt über 1 427 000 Euro.
Von Martina Neu

Heuer konnte erstmals wieder das Jugendfußballturnier in der Turnhalle durchgeführt werden. Foto: Martina Neu
Heuer konnte erstmals wieder das Jugendfußballturnier in der Turnhalle durchgeführt werden. Foto: Martina Neu

Kallmünz.In der Schulverbandsversammlung wurde von den Vertretern der Mitgliedsgemeinden Duggendorf, Holzheim, Kallmünz und Wolfsegg der Haushaltsplan verabschiedet. Schulverbandsvorsitzender und Kallmünz‘ Bürgermeister Ulrich Brey sagte, dass der Haushalt im Vorfeld auch mit der Schulleiterin Dr. Eva Schropp abgestimmt worden sei, um den Bedarf der Schule zu ermitteln.

Dr. Schropp, die als Zuhörerin anwesend war, bestätigte, dass fast alle Wünsche der Schule, wie Laptops oder weitere Dokumentenkameras und dergleichen mehr umgesetzt werden konnten. Brey merkte an, dass man jetzt wieder in ruhigere Fahrwasser komme. Nach der Generalsanierung der Grund- und Mittelschule, die 2011 eingeweiht wurde, und der Fertigstellung der Turnhalle, die vergangenes Jahr ihrer Bestimmung übergeben wurde, könne man sich nun wieder auf das Alltagsgeschäft konzentrieren.

In den vergangenen Jahren wurde von den Mitgliedsgemeinden des Schulverbandes einiges geschultert. So beliefen sich die Baukosten für die Schule auf gute 5,2 Millionen Euro, von der Regierung der Oberpfalz erhielt man einen Zuschuss von 2,3 Millionen. Für die „Traum-Sporthalle“ musste der Schulverband erneut tief in den Geldsäckel greifen. Die Baumaßnahme schlägt voraussichtlich mit rund 3,1 Millionen Euro, davon sind 2,65 Millionen förderfähig, zu Buche und wird mit 1,07 Millionen Euro von der Regierung der Oberpfalz bezuschusst. Wobei die genaue Summe erst nach der Fertigstellung der Außenanlagen feststeht.

Umlage hat sich verringert

Der Gesamthaushalt für das Haushaltsjahr 2019 des Schulverbandes beläuft sich auch 1 427 000 Euro, davon entfallen auf den Vermögenshaushalt 647 500 Euro und den Verwaltungshaushalt 779 500 Euro. Die wichtigsten Einnahmen des Verwaltungshaushaltes sind die Schulverbandsumlage (laufende Kosten) mit 400 900 Euro, diese hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 10,8 Prozent verringert, da man in den Vorjahren zweckgebunden Rücklagen aufgebaut habe, die nun wieder zurückgeführt werden.

142 800 Euro erhält man als Zuweisung vom Land für die Schülerbeförderung, und die Schulverbandsumlage (Schuldendienst) schlägt mit 138 700 Euro zu Buche. Die Personalkosten mit 240 400 Euro, die Bewirtschaftung mit 110 000 Euro und die Schülerbeförderung durch andere Verkehrsträger mit 105 000 Euro sind die höchsten Ausgaben des Verwaltungshaushaltes.

Im Vermögenshaushalt zählen die Zuwendungen des Freistaates Bayern für die Sanierung der Turnhalle mit 261 000 Euro und die Investitionszuweisung der Gemeinden bezüglich der Sanierung der Turnhalle mit 224 900 Euro zu den größten Einnahmen. Weiterhin fällt eine Rücklagenentnahme in Höhe von 70 000 Euro an. Hiervon sind 20 000 Euro für die offene Ganztagsschule bzw. den Hort geplant.

Die Verwaltungsgemeinschaft führte in den Gemeinden Duggendorf, Holzheim und Kallmünz eine Umfrage durch, ob die Eltern eine offene Ganztagsschule oder einen Hort bevorzugen. Bei der offenen Ganztagsschule habe man 13 Wochen keine Betreuung für die Kinder. Hingegen stehen beim Hort nur 30 Schließtage an. Brey sagte, dass sich die meisten Eltern für den Hort ausgesprochen hätten.

Über zwei Millionen Schulden

Zu den wichtigsten Ausgaben des Vermögenshaushaltes zählt die Sanierung der Turnhalle mit 445 000 Euro, die Tilgung des Darlehens mit 69 600 Euro, die Zuführung zum Verwaltungshaushalt mit 50 000 Euro und der Erwerb von beweglichen Sachen mit 31 000 Euro. Hier werden beispielsweise die Fachräume noch mit Dokumentenkameras ausgestattet.

Heuer besuchen 259 Schüler die Kallmünzer Schule. Davon kommen 130 aus Kallmünz, 67 aus Duggendorf, 37 aus Holzheim und 25 aus Wolfsegg. Die Verwaltungsumlage beträgt 1547,88 Euro, die Schuldendienstumlage beläuft sich auf 535,52 und die Investitionsumlage auf 163,63 Euro je Schüler. Brey stellte fest, dass die Verwaltungsumlage im Vergleich zu anderen Schulverbänden äußerst niedrig sei. Der Schuldenstand zum 31. Dezember 2018 belaufe sich auf 2 172 750,30 Euro und ist durch die regelmäßigen Tilgungen weiterhin rückläufig. Heuer stünden bei der Sanierung der Schulturnhalle lediglich die Außenanlagen sowie kleinere Restarbeiten an.

Die neue Turnhalle

  • Bauprojekt:

    Vergangenes Jahr wurde mit der Turnhalle das letzte große Bauprojekt seiner Bestimmung übergeben. Seither findet für die Schülerinnen und Schüler der Johann-Baptist-Lassleben-Schule wieder regelmäßig Sportunterricht statt.

  • Sportangebot:

    Die Vereine können für ihre Mitglieder wieder das gewohnte Sportangebot in der Halle anbieten.

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