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Festivität

Jahrhundert-Trail und Groß-Event

Grund zum Feiern gab es am Wochenende für den ATSV Kallmünz. Drei Tage beging der Verein sein Jubiläum am Schmidwöhr.
Von Andrea Leopold

Beim Kallmünzer Jahrhundert-Lauf ging es auch durch die Burgruine. Fotos: Leopold
Beim Kallmünzer Jahrhundert-Lauf ging es auch durch die Burgruine. Fotos: Leopold

Kallmünz.Erbarmungslos brennt die Sonne vom wolkenlosen Himmel. 31,5 Grad Celsius und 50 Prozent Luftfeuchtigkeit sprechen für sich. 325 Teilnehmer stehen in den Startlöchern für den einmaligen Jahrhundert-Trail, der am Samstag zur 100-Jahr-Feier des ATSV veranstaltet wird. 200 Läufer haben sich für die lange Strecke gemeldet. Von weit her schallt Gute-Laune-Musik aus den Lautsprechern. Als der Startschuss fällt, stürmen die meisten Athleten ziemlich schnell los. Denn bei den 8,2 Kilometern und ca. 200 Höhenmeter darf man nicht gleich zurückfallen.

Hochkarätige Teilnehmer

Als Zugpferd tritt Helena Pretzel vom TV Burglengenfeld an. Sie ist Weltmeisterin im Crosstriathlon in der AK 25. Außerdem Maria Kerres vom SWC Regensburg. Sie kommt aus Holzheim und hat schon einige Male Halbmarathons gewonnen und zählt zu den Top Favoritinnen. Conny Boldt, die bayerische Meisterin im Halbmarathon in der W 45 hat sich ebenfalls eingeschrieben. Bei den Männern gehen an den Start: Thomas Kerner, ein Crosstriathlet vom TV Burglengenfeld und der Langstreckenläufer Wolfgang Theisinger, der das sechs Stunden in Kelheim schon einige Male gewonnen hat.

Sehen Sie hier mehr Bilder vom Trail-Lauf:

Jubiläums-Trail-Run in Kallmünz

Vom Startpunkt Marktplatz aus geht es flott Richtung Eich und hoch am Normalweg zur Burg. Matthias Flade vom DJK SC Vorra kann sich bergauf gleich ein Stück von der Masse absetzen, er läuft leichtfüßig die holprige Strecke an der Burgmauer vorbei über sonnengeflutete Getreidefelder. Hinter dem Wall stehen Fahrzeuge und Helfer mit Getränken bereit. Keiner dem da nicht der Schweiß von der Nase tropft. Einige Läufer müssen das erste Steilstück schon als Fußmarsch bewältigen. In einem weiten Rund geht es über Wiesen und Felder wieder steil hoch zum Gipfelkreuz. Dort erwartet die Sportler die Dietldorfer Blaskapelle in Tracht und spielt zur Motivation auf. Zuschauer feuern die Ausdauerathleten an. In der Zwischenzeit feiert man am Schmidwöhr die baldige Ankunft der Läufer.

Eine Torwand ist aufgestellt und Jugendliche und Kinder versuchen sich im Torwandschießen. Vor dem Hauptlauf findet ein Bambini und Kids-Run statt, bei dem fröhlich über Strohballen gesprungen und eine bestimmte Strecke zurückgelegt werden muss. Die ganz Kleinen buddeln derweil im Edelsteinsandkasten nach funkelnden „Juwelen“. Der Samstag soll für die Familie da sein. Im Parkdeck des Verwaltungsgebäudes ist eine große Ausstellung mit historischen und neueren Bildern aus allen Sparten des ATSV in mühevoller Arbeit zusammengetragen und auf Leinwänden aufgebaut worden. So manch älteres ATSV-Mitglied findet das eine oder andere Bild aus der Jugendzeit und freut sich.

Nach 32 Minuten kommt auch schon der erste ins Ziel: Matthias Flade. „Ich komme aus der Nähe von Bamberg, wir sind gerade auf dem Weg zu meiner Schwiegermutter nach Regensburg, da habe ich den Trail mitgenommen“, erzählt der Franke, und: „Trail und Bergläufe sind meins, auch in den Alpen. Die Strecke war relativ einfach, bergauf konnte ich mich entscheidend absetzen.“ Souverän siegt er sogar noch vor dem mehrfachen Weltmeister im Crosstriathlon Thomas Kerner, der mit 33:47 nur ganz knapp dahinter lag. Dieser spaziert recht entspannt ins Ziel, während Flade nach dem Einlauf kurz zusammenklappt. Stefan Eder läuft seit drei Jahren auch Triathlons. „Ich hatte schon mal 90 Kilo, jetzt bin ich aktuell auf 78 Kilo“, erzählt der durchtrainierte Athlet.

„Der Puls geht nach oben“

Vor kurzem war er in Stuttgart beim Ironman. Bei den Damen läuft als Erste in der Zeit von 35:28 min Maria Kerres vom SWC Regensburg ins Ziel, ihr folgt in 39:17 Conny Boldt vom Team Lauf, Berg und König. Als dritte erreicht Eva Müller mit 40:22 das Ziel. Am Schmidwöhr schenken sogleich Helfer und Helferinnen Wasser aus und reichen Melonen zur Erfrischung. „Uns ist es sehr gut gegangen, der Lauf war super organisiert. Es war mein erster Crosslauf“, berichtet Alina Haberzettel. Ihre Freundin Michaela Träger ist schon öfter gelaufen: „Meistens laufe ich Halbmarathon.

Der Berglauf ist aber konditionell ganz was anderes als Halbmarathon. Der Puls geht weit nach oben“. Ich habe 57 Minuten gebraucht“, freut sich Haberzettel. Mancher Läufer hat nach dem Zieleinlauf schon einen sehr roten Kopf auf und muss erst mal herunterfahren. In der Zwischenzeit baut schon mal die Partyband Shark ihre Instrumente auf.

Ausgelassenen Stimmung herrscht am Abend im Partyzelt. Auch Leute, die mit Sport nichts am Hut haben, sind heute Abend da, um die Feststimmung zu genießen. Der Sonntag war der festliche Teil der Feier mit Feldgottesdienst und Frühschoppen unter Begleitung der Blaskapelle Dietldorf. Ein Festumzug rundete die Feier ab.

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