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Gründungsfest

Kallmünzer Burschen feierten Jubiläum

60 Vereine gaben dem katholischen Verein die Ehre. Die Pflege der Gemeinschaft im Glauben wird großgeschrieben.
Von Martina Neu

Die Festdamen waren mit ihrer Festmutter eine Augenweide. Foto: Melanie Buchner-Meeder
Die Festdamen waren mit ihrer Festmutter eine Augenweide. Foto: Melanie Buchner-Meeder

Kallmünz.Der katholische Burschenverein Naabtal feierte sein 110- bzw. 15-jähriges Bestehen in Saus und Braus. Zum Festauftakt am Vatertag zapfte Bürgermeister Ulrich Brey mit fünf Schlägen das erste Fass Festbier an, anschließend heizten die Dobler Buam den Besuchern kräftig ein.

Markus Buchner, unter dessen Regie der Verein 2004 wiedergegründet worden war, überreichte an den aktuellen Vorsitzenden Sebastian Heigl eine neue „Liesl“. Blumen gab es für die beiden Festmütter Regina Hammer und Sabine Schneider. Mit den HeSees klang der Festbeginn aus.

Party mit Austropop

Fahnenträger Andreas Biersack war in seinem Element.  Foto: Melanie Buchner-Meeder
Fahnenträger Andreas Biersack war in seinem Element. Foto: Melanie Buchner-Meeder

Der Freitag stand ganz im Zeichen der bayerischen Party-Attacke des Froschhax’n Express. Am Samstagabend trat mit „Auf A Wort“ eine der besten Austropop-Cover-Bands Deutschlands in Kallmünz auf. Mit Liedern, die Jung und Alt mitsingen konnten, verging der Abend wie im Flug. Noch am Samstagabend wurde das Schmidwöhr von den vielen fleißigen Helfern wieder auf Hochglanz gebracht, damit für den Sonntag alles mit der Sonne um die Wette strahlen konnte. Nach einer ziemlich kurzen Nacht riss die Burschen der laute Weckruf der Böllerschützen um sechs Uhr aus den Federn. Den Festgottesdienst zelebrierte Pfarrer Andreas Giehrl in der Pfarrkirche St. Michael und sagte, dass der Zusammenhalt und der Gemeinschaftssinn beim Burschenverein sehr groß seien. Der Verein habe auch einen hohen Stellenwert in der Marktgemeinde. Besonders freute es ihn, dass sich der Verein „Katholischer Burschenverein Naabtal“ nennt.

Sehen Sie hier mehr Bilder vom Fest der Burschen:

Der Burschenverein Naabtal feierte Jubiläum

Schirmherr Bürgermeister Ulrich Brey erinnerte daran, was alles seit der ersten Gründung des Burschenvereins im Jahr 1909 geschah. „Zwei Weltkriege erschütterten die Menschen, die Landung auf dem Mond war ein großes Ereignis, ebenso die vier Fußballweltmeistertitel“, berichtete Brey. Auch beim Burschenverein habe sich viel getan. Ein deutliches Zeichen, dass man mit der Kirche verbunden sei, hätten die Gründer gegeben, als sie sich „Katholischer Burschenverein“ nannten.

Sehen Sie hier das Bewerbungsvideo der Festdamen aus Kallmünz für das MZ-Voting „Ostbayerns Festdamen des Jahres 2019“:

Ostbayerns Festdamen des Jahres: BV Kallmünz

Leider sei diese Gemeinschaft nach 25 Jahren zerbrochen. Ein großes Ereignis war die Wiedergründung im Jahr 2004. Brey sprach auch von der großen Euphorie, als man die alte Fahne wiedergefunden habe. Der „Katholische Burschenverein Naabtal“ sei in der Marktgemeinde zur festen Größe geworden und heute ein wichtiger Bestandteil des Gemeindelebens. Er sei stolz, hier Schirmherr sein zu dürfen.

MdL Tobias Gotthardt führte die fünf Säulen, auf die der Burschenverein aufbaut, aus. Diese seien: Zusammenhalt, Gemeinschaft, Tradition, Glaube und Nächstenliebe. Er gratulierte zum Doppeljubiläum und wünschte sich, dass der Verein noch lange bestehen bleiben möge.

Festzug mit fünf Musikkapellen

Nach dem Gottesdienst lud die Festkapelle, die Dietldorfer Blasmusik, zum Frühschoppen ins Zelt. Den Höhepunkt des Sonntags bildete der Festzug, der sich nachmittags durch den Markt schlängelte. Angeführt von der Festkapelle marschierte Festmutter Sabine Schneider, wie ihre 19 Festdamen, in Bordeaux gewandet, voran. Die Festdamen des Burschenvereins Kallmünz haben sich im Übrigen auch beim MZ-Voting „Ostbayerns Festdamen des Jahres 2019“ beworben. Hier können Sie abstimmen! Am Festzug, der von fünf Musikkapellen begleitet wurde, nahmen 60 Vereine aus nah und fern teil. Zur Verleihung des Weitest- und Meist-Preises schaute Landrätin Tanja Schweiger noch vorbei und beglückwünschte den Verein für seinen Zusammenhalt. Die weiteste Anreise hatte mit 187 Kilometern Entfernung der Burschenverein Halfing. Die meisten Festzug-Teilnehmer bot der ATSV auf. Mit der Band Sappralot klang das Fest aus.

Rund ums Jubiläum

  • Beginn:

    Die Planungen für das Fest begannen im Frühjahr 2016.

  • Verantwortlich:

    Der Festausschuss bestand aus zwölf Mitgliedern, Festleiter waren Elias Rinner und Robert Würdinger.

  • Ehrenaufgaben:

    Festmutter Sabine Schneider wurde von 19 Festdamen begleitet. Als Patenverein fungierte der Burschenverein Pottenstetten. Die Schirmherrschaft hat Bürgermeister Ulrich Brey übernommen.

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