MyMz
Anzeige

Bildung

„Caruso“ für Köferings KoAla-Nest

Die Kindertagesstätte erhält die Auszeichnung für drei Jahre.
Josef Eder

Bürgermeister Dirschl (l.), Helmut Kursawe und Anett Zeppin mit den Kindern Foto: Josef Eder
Bürgermeister Dirschl (l.), Helmut Kursawe und Anett Zeppin mit den Kindern Foto: Josef Eder

Köfering.Die Kindertagesstätte KoAla-Nest in Köfering wurde mit dem Qualitätszeichen „Caruso“ des Deutschen Chorverbands ausgezeichnet. Das Gütesiegel wird für jeweils drei Jahre an Einrichtungen verliehen, die in besonderem Maße die musikalische Entwicklung der Drei- bis Sechsjährigen fördern.

Der kleine Chor der Lilagruppe freute sich über den Besuch von Johann Seemann, dem Vorsitzenden des MGV Köfering. Er ist zugleich Kreisvorsitzender im Dachverband der Oberpfälzer Chöre (VOC). Helmut Kursawe übergab den Preis im Beisein von Köferings Bürgermeister Armin Dirschl sowie dem Pressesprecher des Trägers, Michael Scheiner. Die Urkunde wird im Inneren, die Emaille-Plakette, die den Papageien Caruso mit seinen Freunden zeigt, an der Außenseite der Hauswand angebracht.

Erzieherin Anett Zeppin begleitete die Kinder mit der Gitarre, die es sich nicht nehmen ließen, das Lied vom Hasen Theophil zum Besten zu geben. Zeppin sagte: „Die Mädchen und Buben lieben es, zu musizieren und zu singen.“ Seemann zeigte ein lustiges Mitmachspiel, an dem sich alle beteiligten. „Dieses Gütesiegel zeichnet Kindergärten und -tagesstätten aus, die sich in besonderem Maß im musikalischen Bereich betätigen und beispielhaft musikalisch wirken“, verdeutlichten Seemann und Kursawe. Drei Kinder lernen bereits Gitarre und eines spielt Schlagzeug – auf dem Dachboden.

Der Rathauschef sagte, ihm liege die musikalische Früherziehung am Herzen. Wer ein Instrument spiele und singe, sei in späteren Jahren am Lagerfeuer gerngesehen. Und: „Singen senkt den Blutdruck“, schloss er. „Gesang sorgt für Rhythmik, Intonation und stärkt das Selbstwertgefühl. Wir machen Singspiele oder lernen der Jahreszeit entsprechende Lieder. Wir singen nämlich jeden Tag, und das gerne“, erklärte Zeppin.

Seemann meinte: „Wenn ihr in die Grundschule kommt, dann werden wir uns bestimmt wiedersehen, denn dort singen wir jeden Donnerstag mit 50 Chorkindern.“ Die Auszeichnung würden nur Einrichtungen erhalten, in denen viel gesungen werde. „Wir haben bisher 20 ausgezeichnet und hoffen, dass es bald noch viel mehr werden.“ Menschen, die singen, seien fröhlicher und gesünder. Das hätten wissenschaftliche Untersuchungen ergeben. Musizieren fördere schon in jungen Jahren vielfältige Fähigkeiten. Dazu zählten auch das Lernen von Texten, wiederkehrende Proben oder Pünktlichkeit. Auch verbinde die Musik behinderte und nicht behinderte Menschen und lasse keine Unterschiede entstehen. (lje)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht