MyMz
Anzeige

Historie

Köferinger setzen auf Heimatgefühl

Heimatgefühl und Heimatinteresse werden in der Gemeinde groß geschrieben. Die alten Anekdoten des Ortes werden gesammelt.
von Theresia Luft

Bürgermeister Armin Dirschl und ein junger Gemeindebewohner schauen sich alte Bilder an. Foto: Theresia Luft
Bürgermeister Armin Dirschl und ein junger Gemeindebewohner schauen sich alte Bilder an. Foto: Theresia Luft

Köfering.Zum Heimatabend der Gemeinde im Gasthaus zur Post waren viele gekommen, um sich die Geschichten und Anekdoten von früher anzuhören oder selber zu erzählen. Und es gab aus dem Gemeindearchiv Ordner mit alten Fotos, alte Festschriften und Archivmaterial zu bestaunen.

Oft war an den Tischen zu hören „Weißt du noch damals, bei der Fahnenweihe“ oder „Das ist doch die Schwester Hildelit, sie lebt noch im Kloster in Mallersdorf“. Wie Bürgermeister Armin Dirschl sagte, werden die Beiträge aufgezeichnet und dann von Ortsheimatpflegerin Birgit Kempke aufgeschrieben und in die Ortschronik eingebaut. „Die Geschichten der Leute dürfen nicht verloren gehen“, so Dirschl.

Es wurde viel erzählt, gab unterhaltsame Anekdoten oder man erfuhr, warum Köfering einen Bahnhof hat oder warum Bundeskanzler Konrad Adenauer damals am Bahnhof Köfering aus dem Zug stieg. Interessant war es, was es damals so an Spielzeug gab, wie viele Geschäfte, Metzgereien und Bäckereien es in dem beschaulichen Ort gab. Wie es beispielsweise in der Schule damals zu ging, als man noch über die kleine Brücke über die Pfatter gehen musste, um ins damalige Schulhaus zu gelangen.

Das braucht der Ort

  • Suche:

    Wer alte Bilder, Postkarten, Schriftmaterial oder Geschichten parat hat, kann sich an die Ortsheimatpflegerin Birgit Kempke wenden. Das Material wird dann in das Ortsarchiv einsortiert und für die Nachwelt erhalten. Das wäre ein sehr guter Beitrag für die Orts-Geschichte, sagt sie.

  • Fortsetzung:

    Eventuell im September oder Oktober plant die Gemeinde wieder einen Heimatabend abzuhalten, der ähnlich wie der jetzige ablaufen soll. Zu Köfering gehört auch der Ortsteil Eggelfing und wird in der Ortschronik mit geführt. (llt)

Vieles dreht sich um die Nachkriegszeit und die Primizen, die in Köfering gefeiert wurden, letztere von Michael Sulzenbacher erst im vergangenen September. In Köfering gab es immer schon Grafen. Das Haus von Lerchenfeld ist fest mit der Geschichte Köferings verwurzelt und in den Nachkriegsjahren fanden auch viele adelige Flüchtlinge bei den Grafen eine neue Heimat. Das Leben der Bauern, des Schusters oder die Bezeichnung in der Bevölkerung, dass Köfering ein „Herren-Dorf“ sei, wurde genau so erörtert.

Auch Harald Bauer erzählte einen Teil seiner Familiengeschichte, da sein Vater Arzt in Köfering war. Die Brüder Hans und Sepp Dirschl hatten extra ein Auto aus einer Zwirnspule nachgebaut, genau so wie sie damals spielten, aus einer Holzgarnrolle, einem Stück Gummi vom Radlschlauch und einem Stück Kerze, der Anhänger war eine kleine Schachtel und mit einem Steckerl wurde das ganze aufgezogen. (llt)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht