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Ehrung

Köferinger sind füreinander da

Viele Gemeindebewohner machen sich für Nachbarn und Zusammenhalt stark. Einen Abend langen standen sie im Mittelpunkt.
Von Theresia Luft

Sie unterstützen ihre Nachbarn oder helfen bei der Gestaltung des Dorfplatzes: Dafür wurden Ehrenamtliche aus Köfering ausgezeichnet. Foto: Theresia Luft
Sie unterstützen ihre Nachbarn oder helfen bei der Gestaltung des Dorfplatzes: Dafür wurden Ehrenamtliche aus Köfering ausgezeichnet. Foto: Theresia Luft

Köfering.Der Ehrenamtsabend der Gemeinde Köfering war ein festlicher Höhepunkt im Gemeindeleben. Beim Saaleingang des Gasthauses zur Post überreichten zwei Kaminkehrer kleine Glücksbringer an die Besucher. Bürgermeister Armin Dirschl, zweiter Bürgermeister Manuel Hagen und Stellvertreterin Christiane Reinfrank begrüßten die Gäste mit Handschlag. Dirschl freute sich, dass viele Neubürger gekommen waren.

Wie er sagte, wurde bereits vor 34 Jahren von den Vereinten Nationen beschlossen, den 5. Dezember als internationalen Tag des Ehrenamtes zu feiern. In Köfering wird der Ehrenamtsabend seit 2015 begangen. Mit der Aussage von Cicero „Keine Schuld ist dringender, als die, Dank zu sagen“, begann der Bürgermeister seine Ausführungen. Das Engagement für die Mitmenschen verdiene Respekt und höchste Anerkennung.

Manchmal kostet es Nerven

Ein Ehrenamt erfordere Kraft, Ausdauer, Zeit, Verlässlichkeit und koste manchmal auch Nerven. Für diesen Einsatz, manchmal auch zeitintensiv, übermittelte Dirschl den Dank der Bürgerschaft, „Durch Sie wird die Gesellschaft lebendiger und wärmer. Gerade in dieser Zeit, in der wir von Krise zu Krise hechten, ist dies wichtig“, so Dirschl. Das Ehrenamt werde in kleineren oder größeren Dingen sichtbar. Helfer fahren beispielsweise den Nachbarn zum Arzt, mähen dessen Garten oder räumen den Schnee vom Gehsteig. Durch den Einsatz der Ehrenamtlichen entstünden soziale Netze vor Ort, die für ein menschliches Miteinander unerlässlich sind, lobte der Bürgermeister. „Wir in Köfering und Egglfing sind füreinander da, in der Gemeinde, in der Nachbarschaft, in den Vereinen und in vielfältigen Initiativen und Gruppen. Das Ehrenamt in Köfering hat viele Namen und Gesichter“, beschrieb Dirschl die Situation vor Ort.

Mehr Bilder vom Ehrenamtsabend sehen Sie hier:

Köfering zeichnet Ehrenamtliche aus

Mit dem Ehrenamtsabend möchte sich die Gemeinde für den ehrenamtlichen Einsatz bedanken. Auch sei die finanzielle Unterstützung der Gemeinde gesichert, wie beispielsweise bei der Bezuschussung des Seniorenmittagstisches oder des neuen Feuerwehrautos.

In Köfering wurden viele Projekte angestoßen und abgeschlossen. Auch dazu sind Ehrenamtliche notwendig, wie sich bei der Dorfplatzgestaltung zeigte, bei der viele Gemeindebürger mitwirkten. Wie Dirschl sagte, bestehe eine Gemeinde nicht nur aus Stein und Mörtel, sondern aus dem Miteinander der Menschen, die das Fundament bilden.

Selbstloser Einsatz

  • Maria Schönborn:

    Sie war Elternbeiratsvorsitzende, im Pfarrgemeinderat, organisierte die Kaffeestunde der Senioren, teilt den Eltern-Lotsendienst seit 20 Jahren ein und beschaffte die erste Ausstattung der Eltern-Lotsen. Schönborn arbeitet in der Bücherei Alteglofsheim mit und ist Schriftführerin der Bürgerliste Köfering-Egglfing.

  • Johann Seemann:

    Er war von 1996 bis 2008 Mitglied im Gemeinderat, singt seit 1972 im Männergesangsverein Köfering und führt ihn seit 1996 als Vorsitzender. Seit 2014 ist Johann Seemann Vorsitzender der Ortsvereine Köfering. Bei ihm laufen die Fäden für den Weihnachtsmarkt zusammen.

  • Wolf-Dieter Schäfer:

    Er stellt seine Musikanlage zur Verfügung, ob beim Heimatabend, Maibaumaufstellen oder Weihnachtsmarkt, ist seit 11. Januar 2002 Schriftführer bei der Feuerwehr Köfering, engagiert sich als Eltern-Lotse, ist seit 1995 Jugendbeauftragter der Gemeinde und nimmt sich der Jugendlichen an, die nicht im Verein aktiv sind.

  • Christiane Reinfrank:

    Sie ist überall in Köfering anzutreffen, wo sich etwas rührt, und hilft Schäfer beim Aufbau der Musikanlage. Sie wirkt seit 2005 im Gemeinderat mit und führt seit elf Jahren die Feuerwehr. Seit 1995 ist sie Jugendbeauftragte der Gemeinde und organisierte die Vier-Tages-Fahrten.

Mit einer Urkunde wurden für zehnjährige Zugehörigkeit zum Gemeinderat Wolfgang Gruber, der auch als Kreisrat die Belange Köferings im Kreistag vertritt, Dr. Gerhard Giegerich, Johann Neumeyer und zweiter Bürgermeister Manuel Hagen geehrt.

Gratishilfe schätzen lernen

Die evangelische Pfarrerin Ingrid Koschnitzke sprach für beide Konfessionen. Mit einer einführenden Geschichte über einen Musiker in der U- Bahn von Washington begann sie ihre Darlegung und monierte, dass heute nur noch Dinge etwas wert sind, die etwas kosten. Es sei wichtig, bewusst inne zuhalten und sich darauf zu besinnen das sich Menschen, ohne Geld zu erhalten, einbringen. „Wir sollten diese Arbeit wieder zu schätzen lernen“, betonte Ingrid Koschnitzke.

Die CSU-Landtagsabgeordnete Sylvia Stierstorfer beglückwünschte die Geehrten, die sich für den Dienst am Nächsten in den vielfältigsten Bereichen zur Verfügung stellten. Einen Dank sprach sie den Familien aus, ohne deren Rückhalt das Engagement nicht möglich sei.

Landrätin Tanja Schweiger wies auf die bayerische Ehrenamtskarte hin, dankte im Namen des Landkreises und betonte, dass ohne Ehrenamt in den Gemeinden, in den Schulen, im Seniorenbereich oder in den Vereinen nicht viel los wäre. Das Engagement wirke sich auch auf den Landkreis aus.

Bürgermeister Dirschl betonte gut gelaunt, für diesen Abend habe er eigens die Amtskette umgehängt. Er freue sich sehr über die vielen Gäste. Damit leitete er zum gemütlichen Teil des Abends über. Mit altbayerischer Blasmusik sorgten die „6 lustigen 5“ für Unterhaltung.

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