MyMz
Anzeige

Musik

Frühjahrskonzert mit exotischer Note

Der Männergesangsverein Laaber und seine Gäste entführten nach Südamerika. Mehr als 150 Zuhörer kamen.
Josef Eder

Der Männergesangsverein mit seiner Chorleiterin Lauren Avila, davor der Akkordeonklub  Foto: Josef Eder
Der Männergesangsverein mit seiner Chorleiterin Lauren Avila, davor der Akkordeonklub Foto: Josef Eder

Laaber.Beschwingte, nachdenkliche, manchmal auch melancholische internationale Lieder von Heimat, Liebe und dem Meer erklangen beim Frühjahrskonzert des Männergesangsvereins Laaber. Er hatte zusammen mit dem Akkordeonklub Laaber sowie dem Kinderchor Laaber und Frauenberg in die Aula der Grundschule eingeladen.

Mehr als 150 Zuhörer kamen, die bei den Seemannsliedern im ersten Teil vertrauten Klängen lauschten. Natürlich durften hier bekannte Gassenhauer wie „La Paloma“ oder „Seemann deine Heimat ist das Meer“ nicht fehlen. Die Sänger sowie die virtuosen Akkordeonklänge unter der Stabführung von Kerstin Aschenbrenner ergänzten sich. Das Akkordeon, im Norden noch besser bekannt als Schifferklavier, ließ die Zuhörer geradezu die frische Meeresbrise einatmen und bei Wind und Wetter die Arbeit der Matrosen gedanklich mitvollziehen.

Mit dem israelischen Volkslied „Tum Balalayka“ startete das Männerensemble, bei dem stellvertretender Landrat Willi Hogger als Mitwirkender mit auf der Bühne stand. Chorleiterin Lauren Avila, eine gebürtige Kubanerin, leitet den Gesangsverein seit einem Jahr. Der Kinderchor mit Silvia Berghammer, die hier den Takt vorgab, folgte mit zwei Liedern.

Der zweite Teil entführte die Zuhörer nach Südamerika. Der Akkordeonklub begann mit Bongos und Maracas. Dann brillierten Avila und ihre Landsmännin Helen Gonzalez mit mehreren Soli. Eines davon war „The Rose“ von Bette Middler. Gonzalez und MGV-Vorsitzender Oskar Wild sangen im Duett „Besame mucho“ Als letzten Beitrag brachte der MGV das bekannteste kubanische Lied, improvisiert von Jose Fernandez Diaz, in dem er damals im Radio mit dieser Melodie aktuelle Tagesereignisse, sogenannte Decimas, vortrug und als Refrain folgte immer wieder „Quantanamera, Guajira Quantanamera“. Dies war damals in Kuba ein Synonym für schlechte Nachrichten. Für den Männergesangverein bedeutet dieser Song dagegen den Aufbruch in eine Erneuerung seines Liederrepertoires – und eine Aufforderung zum Mitsingen in einem temperamentvollen, aktuellen Chor.

Ganz besonders hob der Vorsitzende die beiden Solistinnen des Nachmittags, Helen Gonzalez und Lauren Avila, hervor. Die beiden jungen Frauen studieren an der Kirchenmusikschule Regensburg – und haben in letzter Zeit die Sänger auf Vordermann gebracht. Das Frühjahrskonzert erhielt durch die neuen Lieder nicht nur eine besondere Note, sondern auch einen frischen musikalischen Wind. (lje)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht