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Tote Katze

Grünennachwuchs kritisiert Scharfenberg

Der Jugendverband distanziert sich von der illegalen Aufstellung der Marderfalle und fordert eine gerichtliche Aufarbeitung.
Von Dietmar Krenz, MZ

Die Grünen Jugend Regensburg distanziert sich wegen der illegalen Aufstellung einer Marderfalle auf ihrem Grundstück in Laaber von Maria Scharfenberg.
Die Grünen Jugend Regensburg distanziert sich wegen der illegalen Aufstellung einer Marderfalle auf ihrem Grundstück in Laaber von Maria Scharfenberg. Foto: MZ-Archiv

Laaber.Die Grüne Jugend Regensburg kritisiert Maria Scharfenberg für die illegale Aufstellung einer tödlichen Marderfalle, in der eine Nachbarskatze umkam. Zudem fordert der Jugendverband von Bündnis 90/Die Grünen eine gerichtliche Aufarbeitung des Tathergangs.

Kurz vor Weihnachten wurde bekannt, dass das Verfahren gegen die stellvertretende Landrätin Maria Scharfenberg gegen eine Geldstrafe eingestellt wurde. Bei dem Verfahren ging es um eine illegal aufgestellte Todesfalle für Marder, in der die Nachbarskatze verendete. „Wir verurteilen das Aufstellen der tödlichen Falle aufs Schärfste“, teilt Theresa Eberlein, Sprecherin der Grünen Jugend Regensburg. „Die Marderfalle, die im Garten von Scharfenberg aufgebaut wurde, darf nur von einer sehr eingeschränkten Personengruppe legal verwendet werden und ist in bewohntem Gebiet gänzlich verboten. Beim Aufstellen wurde mutwillig das qualvolle Sterben von Tieren in Kauf genommen und lässt uns an den Werten von Frau Scharfenberg zweifeln“, so Eberlein.

Gerade eine Grünen-Politikerin sollte sich für den Schutz einsetzen und die Ermordung von Tieren nicht zulassen. „Wir als Grüne setzen uns schon seit Jahren für striktere Tierschutzgesetze ein. Auch Frau Scharfenberg hat in ihrer Zeit als Landtagsabgeordnete entsprechende Forderungen unterstützt. Diese Forderungen stimmen nicht mit der Aufstellung von Tierfallen überein. Tiere sind keine Gegenstände und jedes Tier hat ein Recht auf Leben“, heißt es in der Pressemitteilung.

Auch Falk Birett, ebenfalls Sprecherin der Nachwuchsorganisation ergänzt: „Das ist nicht nur menschlich-moralisch verwerflich, eine solche Falle installieren zu lassen. Auch rechtlich gesehen, ist dies eine üble Straftat, die schwere Konsequenzen nach sich ziehen muss. Wir halten die Geldstrafe für keinesfalls angemessen. Wir als Grüne Jugend möchten uns von solchen Handlungen distanzieren. Vielleicht sollte Frau Scharfenberg überdenken, ob die Grünen weiter die richtige Partei für sie ist!“, sagt Birett.

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