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Kommunalpolitik

Applaus für das Aurelium

Das Defizit der Lappersdorfer Kultur- und Begegnungsstätte sinkt. Der Marktrat will das Angebot beibehalten.
Von Josef Dummer

Der Sachstand beim Aurelium und die künftige Ausrichtung waren Thema im Marktrat. Foto: Dummer
Der Sachstand beim Aurelium und die künftige Ausrichtung waren Thema im Marktrat. Foto: Dummer

Lappersdorf.Am Schluss einer längeren Diskussion über die weitere Ausrichtung zum Betrieb des Aureliums gab es in der jüngsten Marktratssitzung sogar Applaus für Aurelium-Leiter Klaus Wenk und sein Personal. Hatten angesichts eines Defizits von knapp 430 000 Euro im Jahr 2017 eher kritische Aspekte die Diskussion um das Aurelium bestimmt, klangen in der Sitzung am Dienstagabend viele positive Aspekte an. Hintergrund war in erster Linie die von Kämmerer Robert Weilhammer und Aurelium-Leiter Klaus Wenk vorgelegte Abrechnung für das Jahr 2018, wonach sich das Defizit auf knapp 282 000 Euro (reine Barkosten ohne Abschreibung) verringert hat.

Marktrat Albert Baldauf (CSU) stellte die Frage in den Raum: „Was ist uns Kultur wert?“ und erinnerte an den ursprünglichen Gedanken bei der Planung des Aureliums, neben den Ausgaben für den Sport, die damals noch bei jährlich 250 000 Euro lagen und für heuer mit mehr als 300 000 kalkuliert sind, auch für die Kultur in Lappersdorf jährlich einen ähnlichen Betrag einzuplanen. Baldauf und weitere Markträte verwiesen darauf, dass das Aurelium als Veranstaltungsstätte mittlerweile einen guten Ruf genieße und man „schon auch stolz darauf sein kann“.

Kommentar

Ein Gewinn für Lappersdorf

Das Aurelium polarisiert seit seiner Inbetriebnahme 2016. „Wir sind nicht dafür da, die Kultur im Landkreis zu finanzieren“, schimpften die einen. „Wir...

Keine Änderungen für Senioren

In seinem Bericht wies Aurelium-Leiter Wenk auf eine positive Entwicklung und ansteigende Auslastung hin. Das Defizit sei in erster Linie den vom Marktrat festgelegten Nutzungsbedingungen zu schulden. Deshalb habe er mit Kämmerer Weilhammer Vorschläge für eine wirtschaftlichere Ausrichtung erarbeitet. Von diesen Beschlussvorschlägen zogen die Markträte aber kaum etwas in Betracht, nachdem sie in der Diskussion immer mehr zu der Einsicht kamen, „dass eigentlich alles gut läuft und wir mit einem gewissen Defizit immer leben müssen“. Aurelium-Leiter Wenk und Kämmerer Weilhammer waren der Meinung, dass sich das Defizit in den nächsten Jahren mit Sicherheit noch verringern lasse.

Auch von vorgeschlagenen Änderungen beim monatlichen Seniorenessen mit einer flexibleren Termingestaltung nahm das Gremium Abstand, nachdem die Organisatorin des Seniorenessens, Hannelore Rumpf, die dadurch entstehenden Probleme für die meist um die 75 Besucher und das ehrenamtliche Helferteam geschildert hatte. Bürgermeister Christian Hauner war nach eingehender Diskussion der Meinung, dass sich das Aurelium „nach drei Jahren Betriebszeit bestens präsentiert. Wir sind auf dem richtigen Weg“. Eine Beschlussfassung zu Änderungen an der Nutzungsordnung hielt das Gremium für nicht notwendig, lediglich folgte es dem Vorschlag von Herbert Dechant (CSU), die Gebühren für Veranstaltungen bei Bedarf den allgemeinen Lebenshaltungs- und steigenden Personalkosten anzupassen.

Neue Stelle im Bauhof

Umstritten war der Vorschlag der Verwaltung, für die Sachbearbeitung im Bauhof eine neue Vollzeitstelle in der Entgeltgruppe 7 zu schaffen. Stefan Königsberger (SPD) hielt diese Neueinstellung für nicht notwendig, schon aus dem Grund, die Personalkosten nicht weiter in die Höhe zu treiben. Geschäftsleiterin Sabine Schick verwies dagegen auf „Überstunden ohne Ende“; die Krankmeldungen nähmen wegen Arbeitsüberlastung zu.

Bürgermeister Hauner verwies darauf, dass die Stelle schon in der letzten Personalausschusssitzung genehmigt worden sei, in der alle Fraktionen einen Vertreter hätten. „Warum jetzt wieder diese Debatte?“, fragte Hauner und rief zur Abstimmung auf. Mit 13 Ja- zu zehn Nein-Stimmen wurde die neue Stelle befürwortet. Einstimmig genehmigte der Marktrat einen neuen Stromliefervertrag mit der Rewag für die gemeindlichen Liegenschaften aus 100 Prozent Ökostrom. Ebenfalls einstimmig beschloss der Marktrat, die Hundesteuer ab diesem Jahr für den ersten Hund von 40 auf 50 Euro zu erhöhen, für den zweiten und weitere Hunde von 60 auf 70 Euro.

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