MyMz
Anzeige

unterhaltung

Lappersdorf ist sein Glück und seine ganze Freude

Franz Dietlmeier komponierte ein Lied für „seine“ Gemeinde. Darin preist er seine Heimat an und lässt den Gefühlen freien Lauf.
von Ralf Strasser, MZ

Franz Dietlmeier hat sich seit 35 Jahren der Musik verschrieben. Foto: Strasser
Franz Dietlmeier hat sich seit 35 Jahren der Musik verschrieben. Foto: Strasser

LAPPERSDORF.Franz Dietlmeier ist Lappersdorfer. Durch und durch. „Meine Familie gibt’s seit 1857 in Lappersdorf“, lächelt er. Er mag seine Heimat, ist fest verwurzelt, wohnt auf einem Einödbauernhof in der Nähe von Lorenzen. Mit der Gemeinde vor den Toren Regensburgs ist er also schon lange „verbandelt“. Dort wächst er auf, fühlt sich wohl. Und wohl fühlt er sich auch in der Musik. Auch mit ihr wächst der heute 50-jährige Familienmensch und Vater von zwei Söhnen auf. In jungen Jahren wird er ein „Domspatz“, lernt mit Noten, Stimme und Instrument umzugehen. „Auch wenn die Zeit in Etterzhausen nicht zu meiner schönsten gehört, so habe ich viel mitbekommen aus der Welt der Musik.“ Etwa seinen Spitznamen. „E-Spatz Xaver“ wird er noch heute gerne gerufen. Ein ungewöhnlicher Name.

Die Leidenschaft verarbeitet

„Ich saß schon in der Jugend viel am Keyboard und das war damals ein wenig verpönt, man legte mehr Wert auf Klavier und Orgel. Aber seit damals hat´s immer geheißen, schau, da kommt der elektrische Spatz.“ Die Orgel und das Klavier ließ er bei den Domspatzen, mitgenommen hat er die Lust aufs Musizieren, auf den Gesang und auf´s Komponieren. Und diese Leidenschaft mündete in ein Lied, das sich schlicht und einfach „Lappersdorf, mei Glück und Freid“ nennt und an die Nockalmbuam oder die Kastelruther Spatzen erinnert. Ein Lied, das aus der Heimatliebe, tiefen Gefühlen und ein wenig aus Frust heraus geboren wird. „Hier bin i geborn, da g’hör i a her“, singt er, doch wohnen wollte er schon mal woanders. Das Umziehen nach Lorenzen hat ihm allerdings ein ehemaliger Bürgermeister verwehrt. „Schade“, sagt er im Nachhinein. Der Knatsch ist weitgehend verflogen, doch eine Strophe hat er ihm dennoch gewidmet.

Spende an die Gemeinde

Den Bayerischen Jodler hat er auf eine CD gebannt, mit 22 anderen Titeln, eingespielt in seinem kleinen Tonstudio im Keller seines Einödhofes. Nicht sein erster Tonträger, wie er gesteht. „Aber das waren eher CD´s mit Werbecharakter“, sagt er bescheiden. Musik zum Verschenken, Erinnerungen an seine Musik. Die kann man live erleben, auch hier reicht die Zeitspanne bis in seine Jugend hinein. Noch in der Schulzeit gründet er die Band Ikarus, macht Tanzmusik, spielt viele Maffeititel. Ikarus ist Geschichte, doch viele Bands und Gruppen sollten folgen, er spielt als Alleinunterhalter und als Duo, wie zuletzt als die „Unbeschreiblichen“.

Seit 35 Jahren tingelt er mit seiner Hobbymusik. Im „wirklichen Leben“ ist er Informatiker, ist in der EDV-Technik als Selbstständiger Zuhause, arbeitet beim Autozulieferer Continental. Doch wenn es seine knappe Zeit erlaubt, steht er auf kleinen Bühnen und macht Musik. Selten kommerziell, meist kostenlos und wenn doch ein Obolus anfällt, dann legt er es für eine Spende zurück. So hat er es auch mit seiner spritzigen Musik-CD gemacht, die er für eine kleine Spende an den Mann und an die Frau bringt. Herausgekommen sind 1000 Euro und macht damit genau das, über das er auch singt: Er spendet es an die Gemeinde Lappersdorf. „Bürgermeister Christian Hauner, den ich sehr schätze, hat sich sehr bedankt“, erinnert sich der heimatverbundene Komponist und Sänger.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht