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LAPPERSDORF/HAINSACKER

Lorenzener fordern ein Vereinsheim

Vereine wollen sich nicht damit abfinden, dass sie nach der Schließung des Gasthauses keine Versammlungsstätte mehr haben.

Lorenzen vermisst sein Gasthaus Heyder. Foto: Dummer
Lorenzen vermisst sein Gasthaus Heyder. Foto: Dummer

LAPPERSDORF.Mehrere Wortmeldungen in der Bürgerversammlung mit gut 100 Besuchern im Gasthaus Prößl zielten eindeutig darauf ab.

So zeigte sich die Vorsitzende des Schützenvereins Regental Lorenzen, Margit Heinz, „sehr enttäuscht“, dass man den Lorenzener Vereinen mit der Beauftragung eines Architekten zunächst falsche Hoffnungen gemacht habe. Im Finanzplan seien jedoch jetzt bis 2022 keine weiteren Mittel mehr dafür eingeplant. Manfred Igl hielt dem Markt Lappersdorf vor, nichts für Lorenzen übrig zu haben, denn „bei einem Haushalt von fast 40 Millionen Euro würde schon ein Hundertstel davon für ein Vereinsheim Lorenzen weiterhelfen“. Er appellierte deshalb an den Marktrat, das Projekt nochmals aufzugreifen, denn eine Verwirklichung erst nach 2022 sei inakzeptabel.

Bürgermeister Christian Hauner erklärte dies mit der Entscheidung des Marktrats, die Maßnahme angesichts von ermittelten Kosten von über einer Million Euro zunächst zurückzustellen. Nach einer heftigen Diskussion meinte Hauner: „Die derzeit schwierige finanzielle Lage ist nicht dem jetzigen Marktrat anzulasten, sondern den Vorgängern, weil uns durch den Bau des Aureliums jetzt zehn Millionen Euro nicht zur Verfügung stehen.“

Zuhörer erinnerten den Bürgermeister und Georg Schmid daran, der das Thema noch mal aufgriff und das Aurelium als „Defizit-Tempel“ bezeichnete, dass auch ihre Fraktionskollegen von den Freien Wählern beim Bau des Aureliums mitgestimmt hätten.

Johann Menath hat nach seinen Angaben aus früheren Bürgerversammlungen gelernt, „nach denen ich bisher keine Antworten auf meine Fragen erhielt“. Er stellte deshalb nach vielen Kritikpunkten, die insbesondere den zunehmenden Verkehr durch Oppersdorf und aus seiner Sicht mehrere mangelnde Ausführungen von Arbeiten des Bauhofs betrafen, konkrete Anträge an den Marktrat, die dieser nach der Gemeindeordnung innerhalb von drei Monaten zu behandeln hat.

Er fordert eine fest installierte Geschwindigkeitsmessanlage in Oppersdorf, wie dies in anderen Orten schon erfolgreich praktiziert werde, weiter Tempo 30 in der Ortsdurchfahrt Oppersdorf sowie eine „sinnvolle und zukunftsweisende Umgehungsstraße für Schwaighausen, Hainsacker, Oppersdorf und Kareth“. Auch die Schließung des Rathauses an den sogenannten Brückentagen stieß Menath sauer auf.

Bürgermeister Hauner hielt dieser Kritik „eine der besten Öffnungszeiten von Rathäusern im Landkreis“ entgegen. Bisher seien auch diesbezüglich noch keine Beschwerden von anderen Bürgern eingegangen. (ldk)

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