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Überflieger mit etwas Lampenfieber

Nicht nur Kinder lieben ihn. Wenn Donikkl das Zelt in Lappersdorf rockt, hält es auch die Erwachsenen nicht auf den Stühlen.
Von Petra Schmid, MZ

Erich der Koch sorgte ebenfalls für Stimmung.
Erich der Koch sorgte ebenfalls für Stimmung. Foto: Schmid

Lappersdorf.Ein buntes Zirkuszelt, Donikkl und jede Menge Kinder und Erwachsene – das richtige Rezept für einen wunderbaren Nachmittag. Wer am Sonntag beim Zeltfestival war, konnte es miterleben. Bereits eine Stunde vor Konzertbeginn waren viele gekommen, um einen Platz ganz nah an der Bühne zu bekommen.

Donikkl, der im wirklichen Leben Andreas Donauer heißt, und seine Band rockten das Zelt. Auf den Plätzen hielt es die Kinder und Eltern nicht lange. Sobald der Kindermusiker die Bühne betrat, war die Freifläche vor dem Bühnenbereich dicht gedrängt gefüllt. Während die größeren Kinder wetteiferten, wer näher zu dem Star kommen und eventuell sogar auf die Bühne dürfe, machten es sich die Jüngeren auf den Schultern der Mamas und Papas bequem, um ja nichts von ihrem „Rockstar“ zu versäumen.

Aufregung als Motor

Dabei ist der Musiker und Pädagoge beim Konzert gar nicht der super „Coole“, sondern hat Lampenfieber. „Ich bin schon Vortag eines Konzerts durch den Wind. Auch wenn ich jetzt seit 15 Jahren als Donikkl auf der Bühne stehe, gehört die Aufregung für mich dazu“, erzählte er der MZ. Dies sei quasi sein Motor, sein Antrieb.

Und Donikkls Motor lief beim Zeltfestival-Konzert auf vollen Touren. Der quirlige Musiker schien nicht eine Minute still zu stehen. Eben noch rockte er mitten auf der Bühne, im nächsten Moment stand er auf den Boxen direkt am Bühnenrand und animiert die Kinder der ersten Reihe, in sein Mikrofon zu singen, während er im nächsten Moment beispielsweise mit Erich dem Koch tanzt.

Akrobatische Einlagen und Sprünge und seine Gabe, sich selber ein wenig auf die Schippe zu nehmen, das ist es wohl, was sein junges und jung gebliebenes Publikum außer seiner Musik so liebt.

Sein neues Programm „Macht die Welt bunter“ kam in Lappersdorf gut an. Begeisterungsrufe auf Donikkls Frage: „Wollt ihr mit uns Party feiern, seid ihr auch schon so aufgeregt?“ Neben seinen aktuellen Hits gab es freilich für die Fans auch Lieder von früher. Der absolute Hit war das „Fliegerlied“ – was hätte es auch anderes sein können? Mittlerweile kennt wohl jeder das fröhliche Gute-Laune-Lied. Für Donikkls Mitmach-Konzert gab es tossenden Schlussapplaus und viele Zugabewünsche.

Was Donikkl macht, wenn ihm selber die Energie fehlt – ganz einfach: Musik und Relaxen. Um sich dann so richtig wieder zu motivieren, brauche er nur einen Liegestuhl und den kleinen künstlichen Bachlauf, den er gemeinsam mit seinen beiden Kindern angelegt habe, erzählte er auf Nachfrage der MZ.

Ein Event schon für die Kleinsten

Sohn und Tochter leben das „musikalische Gen“ vom berühmten Papa übrigens noch nicht aus. „Meine Tochter ist zwar beim neuen Album dabei, aber sonst schreibt sie lieber Geschichten“, erzählte Donikkl stolz. Aber jeder müsse den richtigen Weg für sich selber finden, sagte er weiter.

Das Konzert habe ihm riesigen Spaß bereitet und er freue sich bereits auf das nächste Zeltfestival, zog er Bilanz. Festival-Veranstalter Alex Bolland kann sich ein Zeltfestival ohne Donikkl überhaupt nicht vorstellen. Vor ein paar Jahren habe er das Konzert bewusst wieder ins Programm aufgenommen, denn so ein Familienevent, auch schon für die Kleinsten, der müsse einfach sein, sagte er begeistert.

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