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Gastronomie

„Goldener Krug“ in Sengkofen geadelt

Auszeichnung für das Gasthaus im Kreis Regensburg: Die Küchenchefs lernten ihr Handwerk in Top-Restaurants.

Die Wirtsstube bietet bayerische Gastlichkeit.  Foto: Sebastian Xangl
Die Wirtsstube bietet bayerische Gastlichkeit. Foto: Sebastian Xangl

Mintraching.Der ostbayerische Ableger der internationalen kulinarischen Vereinigung Chaîne des Rôtisseurs hat die Küchenchefs und Inhaber des Gasthauses „Zum Goldenen Krug“ in Sengkofen als Profi-Köche mit dem Titel Maître Rôtisseurs in die Bruderschaft aufgenommen. Mit einem eindrucksvollen Dîner gaben Peter Grasmeier (28) und Benjamin Staudigl (29) ihren Einstand, sind laut Bezirksvorsitzendem Karl-Günther Wilfurth am allerbesten Wege, mit ihrem Haus in die Chaîne aufgenommen zu werden. Beide stammen aus der oberpfälzischen Region und haben ihre handwerkliche Lehre in sehr bodenständigen bayerischen Wirtshäusern gemacht, Grasmeier im Regensburger Weißbräuhaus, Staudigl im Brauereigasthof Schottenhofer „Zum Goldenen Hahn“ im oberbayerischen Beilngries.

Auf Dauer wollten sich die hochtalentierten Küchenchefs mit Schweinebraten mit Knödeln nicht zufriedengeben. „Ein ganz normaler Koch zu bleiben war nicht das Ziel, ich wollte ein sehr guter Koch werden und ich wollte in die weite Welt“, sagt Peter Grasmeier.

Diesen Anspruch löste der Oberpfälzer durch mehrere Stationen in Top-Restaurants im Raum Kitzbühel ein. Sein Kollege Staudigl erweiterte seinen Horizont bei Spitzenadressen in Wien und in Gstaad in der Schweiz. Die beruflichen Wege des nachmaligen Duos kreuzten sich im Zwei-Hauben-Restaurant Neuwirt im Hotel Schwarzer Adler in Kitzbühel. Danach drückten beide die Schulbank, um in Regenstauf den IHK-Küchenmeister zu erwerben. Die beiden leidenschaftlichen Köche verdingten sich zwischendurch in namhaften Zeltbetrieben am Gäubodenfest. Staudigl war sich auch nicht zu schade für das Betriebsrestaurant des Großunternehmens Pfleiderer in Neumarkt in der Oberpfalz. Die Tinte war am Meisterbrief noch nicht ganz trocken, da fanden sich die beiden späteren Maître Rôtisseurs unvermutet als selbstständige Gastro-Unternehmer wieder. Durch eine Zeitungsanzeige waren die beiden auf den vakanten „Goldenen Krug“ aufmerksam geworden.

Das umsichtig sanierte, urige Gasthaus mitten in Sengkofen bei Mintraching verströmt einen ganz eigenen Charme. Innen fühlt man sich wie am Ziel einer Zeitreise in die 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Viele Details des gepflegten Interieurs haben die Jahrzehnte überdauert und strahlen eine traditionsreiche Gastlichkeit aus. Zum Ensemble gehört ein kleiner Biergarten unter Bäumen. Das signalisiert schon, dass man in diesem Haus trotz des Michelin-Bib-Gourmand 2019 nicht schnöselig nach den Sternen greifen kann. „Wir sind immer noch eine Dorfwirtschaft in Bayern“, sagt Staudigl. Ansprüche und Publikum erfordern deshalb einen Spagat. Sonntagmittag erwarten viele Gäste den klassischen Schweinsbraten, während das Koch-Duo der eigenen Biografie folgend die „gehobene Küche“, die Speisekarte mit Überraschungen präsentieren will.

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