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Mit Power durch die Etappen

Die Landkreisläufer gaben zwischen Matting und Mintraching ihr Bestes. So ging es unseren MZ-Reportern auf der Strecke.

Das verdiente Küsschen im Ziel.
Das verdiente Küsschen im Ziel. Fotos: xtl/MZ-Archiv

Matting.Eigentlich ein Läufertraum, diese erste Etappe von Matting nach Bad Abbach: Perfektes Wetter, die Donau als Begleiterin, eine flache schnelle Strecke mit tadellosem Untergrund. Da störte es nicht einmal, dass es nach dem Startschuss die üblichen zwei Kilometer brauchte, bis sich die Läufer entsprechend ihrer Geschwindigkeit sortiert hatten. Ein beeindruckendes Bild, diese nicht enden wollende Läuferschlange, die sich via Oberndorf in Richtung Bad Abbach bewegte. Während es an der Spitze so richtig zur Sache ging, gab im hinteren Teil des Feldes der Spaß den Ton an. Da ist dann auch genügend Zeit für ein Pläuschchen und ein Späßchen zwischen vermeintlichen Konkurrenten. Für die etwas ambitionierteren Läufer fand sich immer eine Gruppe, die es zu erreichen oder eben nicht zu verlieren galt, um das bestmögliche Ergebnis für das Team herauszuholen. So oder so: Ein paar hundert Meter vor dem Etappenziel war bei allen Startern endgültig Schluss mit lustig. Das dicke Ende kam in Form einer extrem unangenehmen Steigung, die noch einmal richtig Körner gekostet hat. Komplett ausgepumpt, drückten die meisten Läufer ihrer Nummer 2 den Stab in die Hand. Holger Schellkopf

Von Bad Abbach nach Weillohe
Von Bad Abbach nach Weillohe

Bad Abbach – Weillohe: Ein Schmankerl

Puh! Was für eine Schinderei. Der Streckenchef hat sich hier ein Schmankerl für Bergläufer ausgedacht. 103 Höhenmeter gilt es aufwärts zu bewältigen. Die Strecke wird von mir deshalb hochgestuft: von „mittelschwer“ zu „schwer“. Dennoch bin ich froh, dass ich die 6,5 Kilometer laufen durfte. Der Start auf dem Sportplatz der Schule ist ein Erlebnis. Durch eine gut 30 Meter lange Gasse aus Athleten stürmen die Startläufer mit hoch erhobenem Staffelstab hindurch. Zack, der Wechsel klappt reibungslos – und los geht’s: Nach einer kurzen Auf- und Ab-Passage durch ein Wohngebiet führt der Weg hinaus aus Bad Abbach, anfangs flach auf einer Teerstraße, dann einen langgezogenen Anstieg hinauf in ein Waldgebiet. Doch die Mühe lohnt sich. Hinter dem Wäldchen wartet ein traumhafter Blick hinab ins Tal. Wie an einer Perlenschnur reiht sich Läufer an Läufer. Schwupps unter der Autobahn durch und dann geht es schon in Richtung Ziel. „Gehen“ ist ein gutes Stichwort. Denn wer hier zu schnell angegangen ist, legt den gut einen Kilometer langen Schlussanstieg von Untermassing nach Weillhohe gehend zurück. Andreas Brey

Von Weillohe nach Thalmassing
Von Weillohe nach Thalmassing

Weillohe – Thalmassing: Leichtsinn

Nein, meine Vier-Kilometer-Strecke war nicht schwierig. Trotzdem bin ich an meine Konditionsgrenze geraten. Die Gründe: drei Wochen Urlaub und leichtsinnigerweise so gut wie keine Vorbereitung. Weil ich meine top trainierten KollegInnen kenne und die Teamzeit nicht vermasseln wollte, bin ich den ersten, abschüssigen Kilometer richtig gerannt. Zum Glück hat mich unser Newsroom-Triathlet Andy begleitet, etwas gebremst und später motiviert. Die nächsten zwei Kilometer in der Morgensonne und auf schönen Feldwegen habe ich genossen. Als echte Herausforderung erwies sich die steile Schluss-Etappe zum Sportheim des FC Thalmassing. Mein Fazit: Tolles Team-Erlebnis, sehr entspannte Leute getroffen. Aber ohne Vorbereitung laufen? Nie mehr! Marion Koller

Von Thalmassing nach Sanding
Von Thalmassing nach Sanding

Thalmassing – Sanding´: Gang zurückschalten

Bei der Etappe 5, von Thalmassing bis Sanding, der kürzesten Strecke des diesjährigen Landkreislaufes, schien es verlockend, ein wenig auf’s Tempo zu drücken. Aber einen Schnellstart hat der ein oder andere hier schnell bereut: Nach ein paar Hundert Metern ging es nämlich „stetig bergauf“ – und zwar einen ganzen Kilometer lang.

So manch ein Läufer musste da dann doch schon bald kapitulieren und einen Gang auf Schritttempo zurückschalten. Doch das Durchhalten sollte sich lohnen: Oben angekommen, war der Zielort Sanding schon bald zu sehen, aber leider auch eine weitere Steigung, die es vorher noch zu bezwingen galt. Beim Schlussspurt in Richtung Sportplatz konnte man dafür bergab aber noch einmal richtig Gas geben. Nina Köstler

Im Ziel in Mintraching
Im Ziel in Mintraching

Sanding – Schierling: Berg und Tal im Panoramablick

Als „nicht zu unterschätzen“ wurde Etappe fünf vom Veranstalter beschrieben – treffend. Zwar katapultiert eine abschüssige Kurve die Läufer nach der Staffelstab-Übergabe beim SV Sanding geradezu auf die Strecke. Gleich nach dem Ortsausgang zieht sich die Route aber steil bergauf in den Wald hinein. Ist dieser durchquert, geht es auf und ab nach Unterlaichling, vorbei an üppig blühenden Bauerngärten.

Mit dem Schierlinger Kirchturm rückt das Ziel dann aber in Sichtweite, verschwindet jedoch immer wieder hinter den langgezogenen Kuppen der Strecke. Der wunderbare Ausblick belohnt die Läufer, bevor der Schlussspurt beim TV Schierling endet. Kristina Hartung

Von Schierling nach Pfakofen
Von Schierling nach Pfakofen

Schierling – Pfakofen: Eine Familie spornt an

Die 7,7 Kilometer lange Laufstrecke startete am Sportplatz des TV Schierling, der zugleich für Aufwärmübungen genutzt wurde. Von hier aus ging es 2,4 Kilometer auf einem feinen Kieselweg entlang eines Baches aus dem Ort heraus. Der leichte Anstieg auf der geteerten Straße hinter dem Sportplatz blieb eine Ausnahme auf der sonst sehr flachen Strecke, die lediglich 13 steigende Höhenmeter aufweist. Kurz vor dem Etappenziel spornt eine Familie in Rogging die Läufer mit einem selbstgebastelten Schild an: „Noch circa 1 Kilometer! Stimmt wirklich!“ Und schon sah man am Ende der Rogginger Wohnsiedlung bereits Pfakofen und die Wechselstation am Sportplatz des TuS Pfakofen. Inge Brunner

Von Pfakofen nach Triftling
Von Pfakofen nach Triftling

Pfakofen – Triftlfing: Auf Schotterpisten durch den Wald

Die siebte Etappe fängt entspannt an: runter vom Sportplatz, quer durch den Ort und dann in ein Wohngebiet. Spätestens hier scheitert der Versuch, das Rennen langsam angehen zu lassen. Wenn unbekannte Menschen anfeuern, will man ja auch nicht vorbeischleichen. Die Strafe folgt auf dem Fuß: Kaum hinaus aus Pfakofen, wird aus der Straße eine Schotterpiste – und die Läufer werden von einer Steigung begrüßt, bei der selbst Reinhold Messner blass werden würde. Hat man den Höllenanstieg allerdings überlebt, geht es durch den Wald. Schatten, tolle Luft, mitten in der Natur – ein Traum für jeden Läufer. Mario Geisenhanslüke

Von Triftlfing nach Sünching
Von Triftlfing nach Sünching

Triftlfing – Sünching: Über die Berge

Ich hatte echt ziemlich Respekt vor dieser Strecke: 8,8 Kilometer, mittelschwer, mit einigen langgezogenen Steigungen. Aber da war nicht viel Zeit, um mir groß Sorgen zu machen – denn ich bin kurzfristig eingesprungen. Sonst bin ich ja eher auf dem Rennrad unterwegs, und da mag ich es am liebsten, wenn’s bergauf geht. Dass das auch beim Laufen so ist, stellte sich erst auf dieser abwechslungsreichen, sich malerisch über die Felder ziehenden Etappe heraus. Nur das letzte, schnurgerade und brettlflache Stück auf Sünching zu kostete richtig Körner. Aber ganz ehrlich: Ein bisschen quälen gehört halt auch dazu. Angelika Sauerer

Mittelbayerische Landkreislauf 2015

Sünching – Riekofen: Einsam übers Feld

Meine Hauptsorge war, mich nicht zu verlaufen, denn zum Testlauf hat es vorher zeitlich nicht gereicht und im Vorjahr wär mir das in den Wäldern vor Regenstauf fast passiert. Die Sorge war unbegründet, denn von Sünching nach Riekofen gab es keinen Meter Waldboden und die Markierungen waren bestens zu sehen. Siebeneinhalb Kilometer über flaches Gelände sind vor allem eine Herausforderung in Bezug auf die richtige Einteilung der Geschwindigkeit. Man läuft ja doch schneller an als geplant, aber ein konzentriertes Hinhören auf die eigene Puste hat das befürchtete Überdrehen zum Glück verhindert. Gesellschaft gab es nicht viel auf den Fluren, dafür mehr Sonne als erwartet. Das Feld war schon zu sehr auseinandergezogen. Einige wenige Überholvorgänge gelangen dennoch, unter anderem derjenige bei einer anderen MZ-Mannschaft. Meine Teamkollegen werden mich loben, dachte ich mir und so ging es weiter in eher kontemplativer Stimmung. Die Übergabe an unseren Schlussläufer kam doch schneller als erwartet. Zuerst war ich erschrocken, weil ich ihn am Wechselpunkt nicht sah. Aber er war schon neben mir, sah so ganz anders aus als sonst im Büro. Manfred Sauerer

Riekofen – Mintraching: Wie Kaugummi

12,3 Kilometer lang, aber nur 40 Höhenmeter – mindestens einmal musste sich jeder meiner Kollegen im Vorfeld von mir den Spruch anhören, dass der Boden der Waschküche bei mir zuhause ja mehr Steigung hat. Und da ich von daheim deutlich hügeligeres Terrain gewöhnt bin, hat mich die reine Länge der Strecke auch nicht geschreckt. Doch beim Vorbereitungslauf habe ich gemerkt, dass „brettleben“ nicht nur ein Vorteil ist. Denn das heißt auch, dass der Strecke, von wenigen Abzweigungen abgesehen, jede Gliederung fehlt. Schaut man nach vorne, sieht man kilometerweit – und ganz klein vor sich die Läufer, die schon viel weiter sind. Und der innere Schweinehund schreit: Bis Du so weit bist, dauert es noch ewig! Da hilft nur, den Schirm der Laufkappe tief ins Gesicht ziehen und den Blick fest auf den – leider meist unangenehm grob geschotterten – Weg vor mir richten. Trotzdem zieht sich die Strecke wie Kaugummi. Unendlich gut hat es da getan, dass plötzlich mitten im Nichts kleine Gruppen von Zuschauern standen und uns mit Zurufen und einmal sogar mit selbst mitgebrachtem Wasser unterstützt haben. Dafür vielen Dank! Kai Gohlke

Der MZ-Landkreislauf 2015

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