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Umwelt

Die Biber-Dämme bereiten Sorgen

Der Wasser- und Bodenverband Klingelmühlbach kämpft mit dem Biber.
Von Johann Biederer, MZ

Der Wasser- und Bodenverband Klingelmühlbach mäht die Gräben und entfernt Biberdämme.
Der Wasser- und Bodenverband Klingelmühlbach mäht die Gräben und entfernt Biberdämme. Foto: Biederer

GMÜND. Der Wasser- und Bodenverband Klingelmühlbach ist mittlerweile der einzige Wasser- und Bodenverband im Bereich des Gemeindedreiecks Pfatter, Aholfing und Mötzing. Dass dieser Verband auf alle Fälle erhalten bleibt, dafür plädierte eindringlich der stellvertretende Bürgermeister Christoph Ebner, der als Vertreter der Gemeinde Pfatter bei der Jahresversammlung anwesend war. „Ihr seid absolut wichtig für die gesamte Region. Die Grabenräumungen der verschiedenen kleinen Flussläufe sind für ein funktionierendes komplexes Grabensystem von enormer Wichtigkeit“, führte Ebner an.

Johann Busl, der Vorsitzende des Wasser- und Bodenverbandes Klingelmühlbach-Gmünd aus Aholfing, hatte die Anwesenden im Gasthaus Schinhärl in Gmünd daran erinnert, dass im Jahr 2012 angeregt wurde, sowohl bei den tangierten Gemeinden als auch bei den Jagdgenossenschaften um Zuschüsse zu bitten. „Nur so können wir unserer Hauptaufgabe nachkommen, die im turnusmäßigen Mähen der Gräben und dem Entfernen der Biberdämme besteht“, argumentierte dieser.

Um die Vereinskasse wieder etwas zu füllen, wird er in Kürze auf die Gemeinden und Jagdgenossenschaften zugehen. „Wir räumen die Biberdämme sowieso nicht gleich nach deren Feststellung aus dem Graben, sondern nur mit Bedacht. Dort, wo das Wasser nicht allzu sehr aufgestaut wird und die Felder nicht vernässt werden, lassen wir sie stehen. Denn man weiß ja nie, ob der neue Biberdamm dann nicht an einer problematischeren Stelle errichtet wird“, führte der Vorsitzende weiter aus.

Josef Homeier vom Wasserwirtschaftsamt fragte in die Runde, ob der Verband über eine Biberfanggenehmigung verfüge. Dies konnte Jagdvorsteher Dr. Alois Lermer bejahen und eine detaillierte Auskunft über die entsprechenden Bereiche geben. „Neben drei erlegten Bibern wurden auch bereits drei gefangen“, informierte er alle Anwesenden bei der Versammlung.

Auf Nachfrage erläuterte Johann Busl, dass es vom Umweltministerium nur finanzielle Entschädigungen für Privat-Geschädigte gebe, bei denen die Biber einen Schaden an der Feldfrucht angerichtet haben. Der Wasser- und Bodenverband erhält von dieser Stelle kein Geld. „Nur vom Landschaftspflegeverband erhalten wir einen Zuschuss, wenn wir einen Biberdamm aus dem Graben entfernt haben“, klärte der Vorsitzende auf. (lbb)

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