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Der Stadtempfang verbindet

Der Neutraublinger Bürgermeister dankt denjenigen, die sich engagieren. Dabei sind auch Vertreter der Schulen und Wirtschaft.
Von Petra Schmid

Bürgermeister Heinz Kiechle hieß unter anderem den Vertreter der Realschule, Andreas Gruber, herzlich willkommen. Foto: Petra Schmid
Bürgermeister Heinz Kiechle hieß unter anderem den Vertreter der Realschule, Andreas Gruber, herzlich willkommen. Foto: Petra Schmid

Neutraubling.Bürgermeister Heinz Kiechle hatte am Freitagabend in der Stadthalle wohl heiße Hände. Kein Wunder, der Rathauschef der Stadt Neutraubling, hieß alle Besucher des Stadtempfangs mit einem kräftigen Handschlag und ein paar persönlichen Worten willkommen.

Es sei ihm wohl gelungen, einen jeden zu begrüßen, er hoffe, niemand empfinde den Datenschutz als missachtet, wenn er mit seinem Namen angesprochen worden sei, scherzte Kiechle bei seiner Begrüßungsrede. Heuer wolle er sich besonders den Damen widmen, denn schließlich werde in diesem Jahr „100 Jahre Frauenwahlrecht“ gefeiert, erklärte er. Er habe sich bemüht, den Anteil an Frauen bei den Gästen deutlich zu erhöhen, sagte er augenzwinkernd.

„Bei Wahl ein Zeichen setzen“

Das Kammerorchester der Städtischen Sing- und Musikschule spielte auf. Foto: Petra Schmid
Das Kammerorchester der Städtischen Sing- und Musikschule spielte auf. Foto: Petra Schmid

Der Bürgermeister freute sich, die Vertreter der katholischen und evangelischen Kirchen begrüßen zu können. Auch Neutraublings Ehrenbürger Josef Fendl war zum Empfang gekommen. Freilich fehlten auch Kiechles Amtsvorgängerin Eleonore Mayer, stellvertretender Landrat Willy Hogger und Politprominenz aus dem Landkreis nicht.

Den anschließenden Imbiss müssten sich die Gäste dadurch verdienen, dass sie seiner zweistündigen Ansprache lauschen müssten, kündigte der Bürgermeister an. Denn wer den Rathauschef kennt, weiß, dass er stets kompakt und informativ spricht, ohne den zeitlichen Rahmen zu sprengen. Mit mahnendem Blick wies er darauf hin, dass so hoch die Fieberkurve des Weltklimas steige, so stark würden die Beziehungen zwischen ehemals befreundeten Nationen abkühlen. Europa brauche bald eine Paartherapie, weil die Errungenschaften der EU, Friede, Freiheit und steigender Wohlstand, immer mehr zerrüttet würden.

„Wir alle könnten bei der anstehenden Europawahl mit einer großen Beteiligung ein deutliches Zeichen für die Wirtschafts- und Wertegemeinschaft setzen“, warb Kiechle. Menschen- und Völkerrechte, einst anerkannte Güter zumindest in der freien Welt, würden immer mehr unter die Räder geraten. Auch wenn die Folgen bereits erste „Schleifspuren“ zeigen würden, müsse unser Land, dass viele Jahre nur wirtschaftliches Wachstum, höchste Beschäftigungszahlen und sprudelnde Steuereinnahmen kannte, erst erkennen, dass es nicht ständig soziale Wohltaten auf Kosten der nächsten Generation versprechen könne, hob der Rathauschef hervor.

Neues Hallenbad Großprojekt

Aber bange machen gelte nicht, fügte er hinzu. Der Ausblick in der Region sei doch ganz erfreulich. Die Neutraublinger Unternehmen würden weiter investieren und Arbeitsplätze schaffen. Auch der wichtigen Aufgabe des Bauens widme sich die Stadt. Sie baue und lasse bauen, der Stadtrat und die Verwaltung habe sich mit fünf Bebauungsplänen und 78 Bauanträgen befasst, zählte der Bürgermeister auf. Wer den Verkehr fördere, müsse auch in die Umwelt investieren, machte Kiechle deutlich. Im Sommer wolle man den zweiten Abschnitt des Haid Parks verwirklichen und auch Streuobst-und Blühflächen schaffen, kündigte er an. Der Löwenanteil der Steuern werde in Bildung investiert. Zum neuen Schuljahr wolle man die Grundschule mit neuem Hort, sowie das Kulturhaus mit Musikschule und Bücherei eröffnen. Das nächste Großprojekt für Bürger aller Altersgruppe stehe mit dem Neubau des Hallenbads an, blickte Kiechle voraus. Die seien Beispiele, dass die Neutraublinger in einer unternehmensfreudigen Stadt leben würden. Ausschlaggebend seien jedoch die ehrenamtlich engagierten Menschen, denen es zu danken gelte.

Zahlen zu Neutraubling

  • Bevölkerung:

    Neutraublings Bevölkerung wuchs im vergangenen Jahr um 120 Einwohner. Die Wirtschafts- und Schulstadt hat nun rund 14 500 Einwohner. Die Neutraublinger kommen aus vielen verschiedenen Nationen.

  • Arbeitsplätze:

    800 Arbeitsplätze sind innerhalb des vergangenen Jahres in Neutraubling in den Unternehmen in Industrie, Handel Handwerk und Dienstleistung zusätzlich geschaffen worden. Nun sind es insgesamt rund 15 000.

  • Nahverkehr:

    5000 Stadttickets wurden im Vergleich zum Vorjahr mehr verkauft. Knapp 19 800 Innenstadttickets hat die Stadt gesponsert. Im Jahr 2018 nutzten 14 800 Busfahrgäste das Angebot.

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